NDR Spendenvideo gegen Gewalt an Kindern

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    • NDR Spendenvideo gegen Gewalt an Kindern

      Hallo,

      auf FB war ein Video zusehen dass Kinder mit verschiedenen Verletzungen zeigt. Jedes mal wurde der Grund der Verletzung angezeigt.

      am Ende wurde ein Kind mit einem blauen Auge gezeigt, mit der Begründung "PAPA".

      FB-Teilnehmer beklagen sich, warum dort "Papa" stand und nicht "Mama! ? oder gar ein Elternteil.

      habe an den NDR geschrieben und auf die "Stigmatisierung" hingewiesen ( war wohl nicht der einzige).

      hier die Antwort des NDR

      Antwort des NDR
      handinhand.NDR@ndr.de
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      Antworten|


      Sehr geehrter Herr edy , ( Name geändert)

      vielen Dank für Ihre Kritik zu unserem Video "Häusliche Gewalt"! Mit diesem Video weisen wir auf unsere Spendenaktion "Hand in Hand für Norddeutschland" hin, mit der wir in diesem Jahr die Diakonie im Norden unterstützen.

      Dieses Video soll zudem auf die tägliche Gewalt an Kindern in Deutschland aufmerksam machen, da die Diakonie im Norden ein breites Hilfsangebot für die Opfer häuslicher Gewalt zur Verfügung stellt. Bei unseren Angaben beziehen wir uns auf die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik 2016 (https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/pks_node.html). Polizei und Experten gehen jedoch von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus. Unbestritten ist, dass sowohl Mädchen (43,5 %) als auch Jungen (56,5 %) Opfer werden und die Täter sowohl Mütter (43,9 %) als auch Väter (56,1 %) sind.

      In unserem Video geht es uns nicht darum, eine Tätergruppe oder eine Opfergruppe besonders zu stigmatisieren. Uns ist es vielmehr wichtig, auf ein alltägliches Problem hinzuweisen, das in der Gesellschaft weit verbreitet ist. Dazu haben wir uns für einen konkreten Fall entschieden. In unserem Video beschreiben wir den Fall einer schweren körperlichen Gewalttat eines Vaters an seiner Tochter. Die Statistik hätte es allerdings ebenso zugelassen, dass wir am Ende des Videos eine Gewalttat von einer Mutter an ihrer Tochter (oder Sohn) zeigen.

      Möglicherweise haben wir unterschätzt, dass das Bewusstsein für eine weibliche Täterschaft entgegen der Erkenntnisse aus Statistiken und Studien in der Gesellschaft nicht ausreichend verbreitet ist. Eine umgekehrte Falldarstellung in unserem Video hätte dazu beitragen können, auf die Rolle der Mutter als Täter hinzuweisen.

      Es ist nicht unsere Absicht, Väter mit diesem Video zu verletzen, oder die Gewalt von Müttern herunterzuspielen. Der NDR hat in der Vergangenheit über das Thema Gewalt an Kindern aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet und wird das auch weiterhin tun.

      Wir bedauern, dass unser Video in seiner Wirkung offenbar nicht auf die furchtbare Situation der Opfer aufmerksam macht, sondern vielmehr eine Diskussion über Tätergruppen auslöst. Da dies im Zusammenhang mit der Aktion "Hand in Hand für Norddeutschland" nicht unsere Absicht ist, haben wir entschieden, das Video aus dem Netz zu nehmen.

      Wir würden uns freuen, wenn Sie auch weiterhin unser Onlineangebot nutzen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr

      Norddeutscher Rundfunk
      Intendanz I Markenkommunikation

      Rothenbaumchaussee 132
      20149 Hamburg