Ehefrau hat ihren Teilzeitjob gekündigt und will 350KM wegziehen obwohl die Kinder hier verwurzelt sind und ich ein Haus habe

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    • Ehefrau hat ihren Teilzeitjob gekündigt und will 350KM wegziehen obwohl die Kinder hier verwurzelt sind und ich ein Haus habe

      Hallo,

      vo eine paar Tagen hat mir meine Frau eröffnet, dass Sie nächste Woche das letzte mal arbeitet und gekündigt hat ( Teilzeit 20 Stunden ) und dass Sie sich von mir trennen will. Wir wohnen in einem von mir gebauten Haus das ich immer noch abbezahle auf dem Dorf und beide Kinder gehen in der Nachbargemeinde in die Schule, sie haben dort Ihre Freunde und sind im Fussballverein sehr gut integriert. Auch meine Eltern wohnen gleich im nächsten Dorf. Auch meine Freunde sind hier in der Gegend, sie kommt von ca. 420 KM weiter weg hier her.

      An eine Trennung hatte ich selbst ich schon gedacht aber ich hoffte immer das es wieder besser zwischen uns läuft, was aber leider nicht eingetreten ist.
      Die Gründe dafür sind ( natürlich aus meiner Sicht ), dass meine Frau sehr speziell ist, sie hat/hatte psychische Probleme ( Magersucht ) und auch körperliche ( seit 2 Jahren Durchfall ) , Sie ist deshalb körperlich und mental total gestresst und unbelastbar und läßt das dann oft an den Kindern ( 2 Jungs 9 und 11, der ältere mit ADS ) aus, gibt aber zum guten Ende mir die Schuld. Außerdem ist Sie eine Perfektionistin der keiner von uns es recht machen kann. Das ist für mich und die Kinder oft nicht leicht; sie ist aber auch eine perfekte Schauspielerin und lässt sich vor anderen nichts anmerken.
      Naja eigentlich egal, irgendwie gehts einfach nicht mehr mit uns Zweien...das könnte ich so noch hinnehmen....

      ABER: jetzt eröffnet Sie mir dass Sie gekündigt hat und dass Sie ca 350 KM in Richtung Ihrer Eltern ziehen möchte ( noch zu Beginn des neuen Schuljahres im September, dann gleich eine Ganztagsschule weil Sie glaubt dass Sie dann den Ärger mit den zugegebenermassen schweren Hausaufgaben nicht hat ).
      Das macht mich furchtbar traurig, ich liebe meine Kinder, will sie so oft wie möglich sehen, zum Fussball bringen, Ihnen ein Zuhause geben das sie bisher sehr lieben. Ich habe vorgeschlagen dass Sie sich eine Wohnung in der Nähe sucht ( ca 25 bis 30 Km entfernt ) und wir wechselseitig die Betreuung übernehmen. Aber das lehnt Sie ab.

      Vom Geld her wird es natürlich schwierig, aber evtl. könnte es mit Kreditreduzierung etc klappen und ich denke mein Arbeitgeber würde bei leicht geänderten Arbeitszeiten auch mitspielen.

      Meine Frage, was kann ich tun, ich will mich im Guten von Ihr trenne, will aber nicht meine Kinder verlieren. Ich will einfach an Ihrem Leben teilhaben und nicht jedes Wochenende 8 Stunden im Auto verbringen.

      Welche Möglichkeit besteht denn ? Oder gibt es keine ? Es kann doch nicht sein dass sie das alleine bestimmt, sind doch schliesslich auch meine Kinder.
      Einem Termin beim JA zur Klärung hat sie zugestimmt, aber wenn Sie eine festgelegte Meinung hat ( siehe Kündigung ) dann glaube ich nicht dass Sie sich umstimmen lässt.

      Was tun ?
    • Hallo mao71.
      erstmal herzlich willkommen hier im Forum.
      Das ist natürlich ganz schön viel auf einmal, was dir hier vor den Latz geknallt wird und dich begreiflicherweise schockiert und dir Angst macht.
      Und es steht dir eine schwierige Zeit bevor, was dir ja selbst sicher klar ist. Du wirst dich machtloser und schwächer fühlen als du es in Wirklichkeit bist. Das ist normal in dieser Situation. Aber mir scheint, dass du hier derjenige bist, der in der Lage ist, die Dinge klarer zu sehen und die Konsequenzen in den Blick zu fassen. Ein klärendes Gespräch beim JA zu versuchen, war ja offenbar dein Vorschlag. Und das ist schonmal ein richtiger Anfang. Eine Lösung darfst du davon noch nicht erwarten. Es kann auch gut sein, dass du kämpfen musst. Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass es in dieser Situation vollkommen offen ist, bei wem die Kinder leben werden. Das entscheidet deine Frau nicht allein und über deinen Kopf hinweg. Überlege dir reale Umsetzbarkeit der alternativen Möglichkeit, dass die Kinder bei dir leben werden. Und kämpfe dann darum, wenn es nötig sein wird.
      Wie es aussieht, bist du derjenige, der die konstruktiven Vorschläge für die Zukunft hat.
      Gruß
      kurt
    • Hallo kurtkurt,

      vielen Dank für deine Anwort und dein Mitgefühl.

      Leider lassen mich ihre bisherigen Aussagen zweifeln ob sie überhaupt kompromissbereit ist.
      Dem Termin beim JA hat sie zwar zugestimmt aber gleich gefragt was das bringen soll.
      Ich befürchte leider, dass es auf eine Schlammschlacht hinauslaufen wird, da Sie es als Neuanfang für die Kinder (und sich) sieht woanders hinzuziehen. Dem stimme ich ja zu, aber ein Nachbarort wäre dem Kindeswohl sicherlich zuträglicher.
      Damit ich das errreichen kann muss ich wohl viel vorbringen ( Magersucht, etc ) was mir eigentlich wiederstrebt.
      Aber das Wohl der Kinder steht bei mir über allem und bis jetzt war ich halt der oftmals ausgleichende Teil in der Familie.
      Ich mache mir ernsthaft sorgen dass Sie mit den Kindern in einer anderen Stadt nicht klarkommt, da sie ja hier schon nervlich immer am Ende war. Das will ich den Jungs nicht antun.

      Und ich weiss, sobald die Einigung nicht gemeinsam erreicht weden kann sind die Kinder die größten Verlierer.
    • Hallo,

      deine Noch-Frau hat die Kinder 11 Jahre betreut, ohne das ihre Magersucht sie davon abgehalten hat. Warum sollte das jetzt so sein? Das würde ich nicht vorbringen.

      Evtl. wäre ein Punkt, dass der Ältere ADS hat, hier seine Therapien und auch Unterstützung in der Schule etc.
      Auch sollten die Kids gefragt werden, es könnte gut sein, dass der 11jährige überhaupt nicht weg will.

      Erkläre deiner Frau, dass sie ja gern umziehen kann, du einem Umzug der KInder so ad hoc - ohne das alle anderen Möglichkeiten, wie beispielsweise der Verbleib bei dir etc. überdacht worden sind - nicht zustimmen wirst. Und das sie aufgrund des gemeinsamen Sorgerechtes diese Zustimmung zum Umzug der Kinder benötigt.

      Und dann sieh zu, dass du einen Termin beim Jugendamt mit ihr bekommst und auch wenn Sohnemann einen Therapeuten hat, auch bei diesem.

      Sophie
      Niemals aufgeben, es gibt immer einen Weg, auch wenn er nicht zu dem Ziel führt, öffnet er meist neue Möglichkeiten!
    • Hallo Mao71,

      die Entfernung und der dadurch erschwerte Umgang mit Dir ist schon ein wichtiger Grund, der gegen das Wohl der Kinder spricht.
      Bei der Entfernung müsste Deine Frau Eure Kinder von ihrer Schule ab- und in einer anderen anmelden. Das geht beides ohne Deine Unterschrift nicht, kannst du ihr vermitteln. Sie entscheidet nicht allein, wo die Kinder zukünftig leben. Der Mutter entgegen zu kommen ist nicht immer auch gleichzeitig das beste für die Kinder.

      LG Giraffe
    • Hallo Giraffe,

      das mit der Schule habe ich auch schon gelesen; da ich gestern sowieso dort war habe ich mündlich und schriftlich einer evtl. Abmeldung meiner Kinder gleich widersprochen. Ich hoffe das hilft ein wenig.

      Meine Frau ist der festen Überzeugung dass ein Neuanfang woanders das Beste ist, ich hoffe das das JA oder ggf. das Amtsgericht das nicht auch so sieht.

      Eine Frage zum Amtsgericht: benötigt man dazu schon einen Anwalt um das ABR zu erhalten ?
      Danke,

      -markus
    • Hallo Mao71,

      weißt du denn, was deine Kinder wollen?
      Würde die Mutter auch so weit wegziehen, wenn die Kinder bei dir bleiben?
      Welche Gründe hat sie für die weite Entfernung? Anderer Partner, besserer Job, gesundheitliche Gründe?
      Ein Neuanfang kann auch in weniger großer Entfernung stattfinden, wenn es keine plausiblen Gründe für die weite Entfernung gibt.

      Deine Frage bzgl. des ABR kann ich dir nicht sicher beantworten. Aber da kannst du bestimmt telefonisch direkt beim AG anfragen.

      LG Giraffe
    • Hallo Giraffe,

      was meine Kinder wollen, das ist sicher schwer zu sagen. Sie lieben es hier in dem Ort und er Umgebung und dem sozialen Umfeld zu sein; mal tendiert einer mehr zu mir, mal eher zur Mama.
      Die Gründe für die Entfernung sind, sicher kein neuer Partner ( dafür hat sie sicher keine Zeit und Lust auf Sex hatte sie nie ), den Job hier hat sie gekündigt obwohl Sie den erst seit ca 10 Monaten hatte und Ihr viel Freude bereitete und Sie sogar die Wochenstunden aufstocken hätte können, also somit auch kein neuer Job, eine Wohnung hat sie angeblich noch nicht, die Kinder hätten es dann dort in einer Ganztagsschule leichter als hier, weil hier kommt Sie mit den Hausaufgaben nicht klar und eine Betreuung am Nachmittag gibt es , aber nicht Ihren Ansrpüchen gerecht. Obwohl z.B. gerade gestern die eine Klassenlehrerin meinte, dass für den Großen die Betreuung eine Möglichkeit und Chance wäre. Gesundheitlich wird es ihr dort auch nicht besser gehen, ich will ja, wie gesagt, keinen Rosenkrieg, aber Ihre absolute Unbelastbarkeit macht mir schon lange Sorgen, weil daraus resultierte ja viel von unseren Meinungsverschiedenheiten und Ihre Gereiztheit den Kindern gegenüber. Ich kann mir nicht vorstellen wie sie in Ihrem Zustand alleine in einer neuen Umgebung klar kommen soll.

      - markus
    • Hallo Mao71,

      dann gibt es bisher keine guten Gründe für den weiten Wegzug. Es sei denn deine Frau kann gut begründen, dass die schulische Betreuung anderswo besser wäre. Aber warum sollte das nicht auch weniger weit weg möglich sein. Sind die Noten deiner Kids so, dass eine umfangreichere Begleitung notwendig wäre?

      Wenn die Kinder bei dir bleiben dürfen, bekommt deine Frau erst richtig Probleme, wenn sie keinen Job vorweisen kann, obwohl sie barunterhaltspflichtig gegenüber euren Kindern wird. Da brauchst es trifftige Gründe, warum sie ihren Job gekündigt hat.

      Mit der Situation klar zu kommen... allein mit 2 Kindern, ist selbst unter besseren Umständen nicht so einfach. Das fängt schon bei der Wohnungssuche an, angemessene Größe bei 2 Kindern und gleichzeitig bezahlbar.

      Hast Du Ideen, wobei sie Deine Hilfe bezüglich der Kinder brauchen könnte? Z.B. Betreuung bei Krankheit (egal ob Mutter oder Kinder), in den Ferien, Fahren zum Fußballtraining oder zu Freunden.

      Wenn sie von ihrem Standpunkt so gar nicht abweicht, dann geht es ihr vermutlich nicht wirklich um die Kinder sondern nur um sich selbst.

      LG Giraffe
    • Hallo Mao71,
      einen Anwalt brauchst du nicht für den Antrag zum alleinigen ABR, aber ich rate dir dazu.
      So ganz einfach wirst du dein Ziel nicht erreichen; da sind die Erfahrungen eines Fachanwalt für Familienrecht wichtig.
      Wichtig ist der Wille der Kinder und deine Möglichkeit, sie während deiner Arbeitszeit betreuen zu lassen.

      Viele Grüße
      Villa
      Leben und leben lassen
    • Giraffe schrieb:

      Hast Du Ideen, wobei sie Deine Hilfe bezüglich der Kinder brauchen könnte? Z.B. Betreuung bei Krankheit (egal ob Mutter oder Kinder), in den Ferien, Fahren zum Fußballtraining oder zu Freunden.
      wie meinst du das ? Hilfe hier oder falls Sie wegzieht ?

      Irgendwie glaube ich nicht dass Sie so blauäugig ist und nicht weiss wie schwer es gerade jetzt auf dem Wohnungmarkt ist.

      Es ist sicher so dass die Auswahlmöglichkeiten in einer größeren Stadt bzgl Betreuung und Schule besser sind, aber das kostet ja auch.
      Und die Kinder sind nicht so schlecht, einer in der Hauptschule, der andere wird evtl Realschule machen, die Hausaufgaben und das Lernen sind eher das
      Problem, aber ich glaube auch einfach dass da Ihre Unruhe und Ungeduld da viel kaputt gemacht hat.

      Mal sehen ob sie heute abend mal Zeit hat mir mir zu reden...dann weiss ich evtl mehr.
      Lg, - markus
    • Hallo Markus,

      was ich meine, sind Argumente, die du deiner Frau vorbringen könntest, warum es sinnvoll ist, dass sie sich eher in deiner Nähe eine Wohnung suchen sollte... damit du ihr mit den Kindern helfen kannst. Aber auf welche Weise wäre gut zu argumentieren.

      Und zu dem was Villa schreibt: Wenn deine Frau gar nicht arbeiten geht oder weniger verdient als du, ist es nicht sinnvoll, dass du gar kein Kind bei deiner Lohnsteuer eingetragen hast.

      LG Giraffe
    • Giraffe schrieb:

      was ich meine, sind Argumente, die du deiner Frau vorbringen könntest, warum es sinnvoll ist, dass sie sich eher in deiner Nähe eine Wohnung suchen sollte... damit du ihr mit den Kindern helfen kannst. Aber auf welche Weise wäre gut zu argumentieren.

      Und zu dem was Villa schreibt: Wenn deine Frau gar nicht arbeiten geht oder weniger verdient als du, ist es nicht sinnvoll, dass du gar kein Kind bei deiner Lohnsteuer eingetragen hast.
      Hallo Giraffe,
      also Argumente sind einfach dass die wir die Kinder dann gemeinsam Betreuen können, dass Sie Ihren Vater aus zu gleichen Teilen benötigen und dass ich nicht glaube dass die Aufgrund Ihrer Erkrankung alleine mit den Jungs klarkommt; sie ist ja schon jetzt völlig überfordert, aggressiv und Erschöpft, wie soll sie da das alles alleine schaffen ?
      Ich kann meine Arbeitszeit ggf entsprechend anpassen, könnte bei einem Wechselmodel eine Woche mehr arbeiten, die andere entsprechend weniger. Möglichkeiten meinerseits gibt es sicher, der AG spielt dabei mit.
      Da sie mir ja erst am Sonntag erklärt hat dass Sie gekündigt hat, muss ich das mit dem Kind auf der Lst erst eintragen lassen, aber ich muss vorher checken ob das nicht bereits so ist.
    • Hallo Mao71,

      eigentlich erhalten beide Eltern automatisch je 0,5 je Kind auf ihre Lohnsteuer, wenn der Vater gleich nach der Geburt der Kinder mitgeteilt wurde und auf deren Geburtsurkunde steht. Es sei denn, ihr habt damals etwas anderes geregelt.

      Dass du deine Arbeitszeit entsprechend anpassen kannst, ist auch ein tolles Argument.

      LG Giraffe
    • Guten Abend,

      ich hatte gerade ein längeres Gespräch mit meiner Frau; sie beharrt darauf mit den Kindern 350KM wegzuziehen. Sie glaubt für die Kinder ist es dort an einer Ganztagsschule besser. Ich bin mehr oder weniger an allem Schuld. An unserer schlechten Stimmung die auf die Kinder übergeht, nur Vorwürfe was ich alles falsch gemacht habe. Dass Sie bei Ihrem Gesundheitszustand viel weniger fähig ist Vollzeit zu arbeiten und in einer fremden Stadt mit 2 Kindern alleine klarzukommen das sieht sie nicht so, obwohl Sie hier schon nicht klar kam. Ich bin daran Schuld.

      Ich habe Ihr klargemacht dass ich es nicht akzeptieren werde Ihre vorgefertigte Entscheidung so zu akzeptieren, koste es was es wolle. Sie solle nicht glauben dass Ich es so einfach hinnehme und dass ich am leben der Kinder umfangreich teilhaben möchte.
      Mein Kompromiss ist, dass wir im Wechselmodell die Kinder haben, sie auf Ihren Schulen, Verein, Freunden lassen und Sie versucht Ihren alten Traumjob ( lt. Ihrer Aussage ) wieder zu bekommen. Auch das findet sie nicht gut. Ich kann sie nur mal abholen oder am WE sehen, aber das akzeptiere ich so nicht.
      Ich habe versucht Ihr den Vorteil vom Wechselmodell auch für Sie persönlich klarzulegen, z.B. unter der Woche einfach Zeit für sich zu haben und runterzukommen oder die Wenigerarbeitszeit der Betreuungswoche wieder reinzuholen. Aber das braucht Sie angeblich nicht.

      Und dass Sie wg. Magersucht, Bullemie, Erschöpfung selbst dringend eine Behandlung nötig hat sieht sie nicht, das sei nur wegen mir.
      Aber das hatte Sie ja vor unserer Ehe auch schon.

      Wir haben vereinbart am Wochenende nochmals zu reden, sie muß es sacken lassen. Ich habe aber nicht viel Hoffnung.
      Sie glaubt auch dass der Termin beim JA nichts bringen wird.

      Was denkt Ihr darüber ?
      Danke und Gruß,

      Mao71
    • Hallo Mao71,

      Meine Meinung (!) ist, dass sie eventuell gut daran täte, auch in Bezug auf Ihre Gesundheit, zu ihren Eltern zu ziehen, wenn es ihr schlecht geht. Vielleicht ist das nämlich die Ursache, die Entfernung. Sie hat ja jetzt ne ganze Weile in Deinem "Territorium" gelebt. Und natürlich denke ich, dass in diesem Fall die Kinder ein Mitspracherecht hätten, aber im Prinzip finde ich es richtig, dass sie die Kinder mitnehmen möchte -- für eine ganze Weile zumindest? Du könntest mit ihr gehen. Vielleicht könnt ihr vereinbaren, nach einer gewissen Zeit wieder zurückzuziehen? Oder in die Mitte dann? Vielleicht folgen ja Deine Eltern oder Ihre Eltern dann nach? Sorry, hab die Texte teilweise nur überflogen.

      Lg Popkultur
    • Hallo !

      Also ich hatte tatsächlich heute noch mal ein Gespräch mit meiner Frau; sie besteht weiterhin auf den Umzug, alle meine Argumente bzgl. der gewohnten Umgebung, Freunde, Verein, wichtige Schuljahre für Beide bzgl Schulwechsel ( Realschule oder... bzw M-Zug auf Mittelschule ), Betreuungsmöglichkeit durch Großeltern und Bekannte führten ins Nichts.
      In der fremden Umgebung würden Sie auch neue Freunde finden, die Schule in der Großstadt ist besser ( wir leben auf dem Land ); Oma ist doof, die Freunde hier sind nicht die Richtigen, etc waren Ihre Gegenargumente und einem Wechselmodel hier vor Ort war sie natürlich auch nicht zugänglich da an allem ich Schuld sei. Und beim WM hätte ich ja noch genug Einfluss auf die Kinder dass sich nichts ändert. Sie hat also die Weisheit dass nur Ihr Weg der Richtige ist und ich an allem Schuld bin.

      Ihr Stakkato von Vorwürfen habe ich nur entgegengesetzt dass ich für jedes Argument ein Gegenargument hätte und dass Sie wohl die Deutungshoheit darüber hätte was ich falsch gemacht habe. Mein Versuch Ihr klarzumachen dass wir wohl Beide daran Schuld sind und es nicht dem anderen in die Schuhe schieben können hat Sie mit neuen Vorwürfen gekontert. Ich habe dann gesagt dass es mir um das Wohl der Kinder geht und ich glaube dass es besser ist Sie hier in der Umgebung zu lassen. Aber wie gesagt, da bin ich, der alles falsch macht und an allem Schuld trägt und deshalb wäre das nicht gut.

      Wie soll ich da nun weitermachen ? Was kann ich vom JA Termin erwarten ?
      Gruß,

      Mao71
    • Hallo,

      es geht beim Jugendamt vermutlich um die Betreuungskontinuität und den Kindeswillen.
      Und genau den solltest du vorher wissen. Wenn die Kids beide mit Mama mitwollen (weil Stadt zumindest für den älteren cooler ist als das Dorf) könnte es schwierig werden.

      Insofern solltest du dann versuchen auf eine Umgangsregelung zu bestehen, in der festgehalten wird, dass die KM mutwillig ihren Job aufgegeben hat und die Entfernung schafft und deswegen auch verpflichtet wird den größten Teil der Umgangskosten zu tragen (indem sie beispielsweise immer die Kinder zu dir bringt). Und das die hälftigen Ferien, sowie alle Brückentage bei dir verbracht werden. Und einmal im Monat Umgang am alten Wohnort ist und du einmal im Monat das Recht hast die Kinder am neuen Wohnort zu besuchen und das Wochenende mit ihnen zu verbringen.

      Sophie
      Niemals aufgeben, es gibt immer einen Weg, auch wenn er nicht zu dem Ziel führt, öffnet er meist neue Möglichkeiten!
    • Hallo !

      Wir waren heute beim JA in ruhiger Atmosphere, es hat statt 45 über 100 min gedauert.
      Ich denke durch die Überlegungen des JA ist die Mutter etwas nachdenklich geworden bzgl so weit wegzuziehen.
      Aber ein Wechselmodell lehnt sie nach wie vor ab, auch den Verbleib der Kinder bei mir, selbst falls sie doch in die nähere
      Umgebung ziehen sollte. Da lt. Ihr alle Probleme von mir verschuldet sind und ich mit den Kindern nicht richtig umgehe ist
      sie dafür nicht zugänglich.

      Falls Sie in der Nähe bleibt, wie kann eine für mich passende Umgangsregelung aussehen ? Ich möchte nicht der Vater sein
      der seine Kinder nur am Wochenende bespaßt und dabei eine Menge Geld ausgeben darf für die zahlreichen Aktivitäten sondern ich
      will auch am Alltag der Kinder irgendwie teilnehmen.

      Was gibt es da für Möglichkeiten ? Welche Modelle praktiziert Ihr ?
      Danke,

      Mao71
    • Hallo Mao71,

      bzgl "Umgangsmodellen" gibt's wohl das Residenzmodell bei Mutter bzw Vater und vermutlich alle Mischformen dazwischen, inklusive 50/50-Wechselmodell. Ich denke nicht, dass es da feste Vorgaben gibt, aus denen du was auswählen kannst. Meine Kinder wohnen bei mir im Residenzmodell in ihrer seit Kindheit gewohnten Umgebung, die Mutter wohnt (inzwischen wieder) in der Nähe, und die Kinder können im Prinzip hingehen wann sie wollen wenn nicht gerade ein anderer Termin ansteht.

      Ich würde das so angehen: zunächst mal für dich rausfinden, was du möchtest und was auch realistisch ist (z.B. bzgl Betreuungszeiten wenn du arbeitest), Deine Vorstellungen wenn möglich mit den Kindern besprechen bzw vorfühlen, wie die Kinder zu Deinen Vorstellungen stehen würden, und dann konkret einen fundierten Vorschlag für den Umgang an die Gegenseite machen.

      Ich finde es in einer Trennungssituation ziemlich normal, dass beide Elternteile erstmal unterschiedliche Vorstellungen haben (nicht nur in Bezug auf Umgang). Das heisst ja nicht, dass man alles einfach so hinnehmen muss. Irgendwo muss man dann auf Basis der unterschiedlichen Vorstellungen einen Kompromiss finden, notfalls per Gericht.

      Kann aber gut sein, dass du als Vater mehr für Deine Rechte kämpfen musst als die Mutter, und dass es ein langes Durchhaltevermögen erfordert.

      Gruss,
      Jon