Patchwork - Finanzen - Kindesunterhalt

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    • Patchwork - Finanzen - Kindesunterhalt

      Guten Abend zusammen,

      da wir als Patchwork-Familie allmählich an unseren Finanzproblemen scheitern, würde mich eure Meinung interessieren.

      Wir, das heißt, mein Mann, unsere 2 gemeinsamen Kindern, ich und meine 3 Kinder aus 1. Ehe.

      Konten haben wir 3, ein gemeinsames für Lebensmittel, Hausnebenkosten, und jeder ein eigenes.

      Auf sein Konto geht sein Gehalt, ca. 2600 Euro.'Davon zahlt er 1450 Euro auf das gemeinsame Konto. Davon werden Lebensmittel, Strom, Wasser, Heizung, Kabeltv, Gez etc. bezahlt.

      Auf mein Konto kommen 988 Euro Kindergeld sowie 1000 Euro Kindesunterhalt. Davon zahle ich 900 Euro Kreditrate für das gemeinsame Haus, sowie alle Kosten für alle Kinder. Auch an gemeinsamen Versicherungen der Familie, Urlaub etc beteilige ich mich ....
    • Teil 2:

      Nun ist mein Mann der Meinung, dass er zu viel bezahlt. Wie seht ihr das?

      Ich habe im Prinzip so gerechnet, dass in unserer Familie jeder ca. 300 Euro Fixkosten hat. D.h. ich zahle für die 3 Kinder, und er für uns restlichen 4 plus etwas mehr für uns Erwachsene. Liege ich da völlig falsch?

      Danke für Eure Meinungen

      Gruß
      Arlette
    • Guten Morgen edy,

      nein, das Geld reicht, aber mein Mann ist der Meinung, dass er von seinem Gehalt zu viel bezahlen muss - d.h. er will, dass ich mehr Geld in die Familie ein bringe, z. B. bei Auto Reparaturen. Dabei bezahle ich ja auch 1/3 der gesamten Versicherungen mit oder steuere etwas zum Urlaubsgeld bei.

      Angeblich hat eine Anwältin, die ihn beraten hat, gemeint, dass ich ihn abzocke!

      Ich dagegen bin der Meinung, dass unsere Finanzverteilung ausgeglichen ist. Schließlich bleiben ihm ja über 1000 Euro im Monat übrig, und bei mir vielleicht 100-200 Euro. Denn 5 Kinder mit Kleid ung, Vereine, Schullandheim etc sind ja auch nicht ohne.

      Gruß

      Arlette

      P.S. Ich hoffe, Dein Zusatz wegen Begrüßung galt nicht mir, ich hatte mein Anliegen auf 2 mal schreiben müssen, deshalb waren Begrüßung und Verabschiedung getrennt....
    • Hallo,

      Arlette wrote:


      P.S. Ich hoffe, Dein Zusatz wegen Begrüßung galt nicht mir, ich hatte mein Anliegen auf 2 mal schreiben müssen, deshalb waren Begrüßung und Verabschiedung getrennt....
      Nein den Zusatz habe ich fest eingestellt. Ich denke halt, es ist freundlicher, als einfach los zu schreiben.

      Wie Einkommen in einem Privat-Haushalt zu verwenden ist, dafür gibt's keine gesetzliche Regelung.

      Ich persönlich bin auch eher ein "Sammler für schlechte Zeiten", wurde halt so erzogen.

      Ich denke von Abzocke kann hier keine Rede sein. Das mag seine Anwältin so sehen, andere sehen dies anders.

      lg
      edy
    • Hallo ARlette,

      ich kann ihn schon verstehen. Deine Verpflichtungen sind: 3 Kinder aus erster Ehe, Du und 1/2 anteilig eure Kinder.
      Seine Verpflichtungen sind: er und 1/2 anteilig eure Kinder.
      Wenn er also 1.450,- + Kosten für seine persönliche Kleidung/Hobby zahlt und du 1.800,- inkl. der Kosten für deine Kleidung/Hobby, dann zahlt er zuviel für seinen Anteil. Denn er muss für deine Kinder nicht aufkommen - tut es aber indirekt. Immerhin benötigen sie Wohnraum (glaube kaum, dass die 3 in einem Zimmer wohnen) und Essen für drei.

      Dass da dann das Gefühl von Abzocke aufkommt ist klar. Denn wenn er dann auch noch übergroße Anteile an Urlauben finanzieren muss, für die du eigentlich den größeren Anteil zu leisten hast, dann wird es richtig ungerecht - aus seiner Sicht.

      Selbst wenn andere dies anders sehen, rein objektiv betrachtet haben seine RA und er Recht.

      Beste Grüße von Frau Glück
    • Guten Abend!

      Liebe Frau Glück,

      interessante Aufstellung, ich habe mal darüber nachgedacht. Wenn ich da etwas falsch verstehe, dann berichtigt mich bitte.
      Wenn in einer Ehe nur ein Verdiener ist, dann "unterstehe" ich als Ehefrau und Mutter seinem Verdienst. Folglich muss er finaziell doch für mich aufkommen, denn weder der Kindesunterhalt für die Kinder aus erster Ehe noch das Kindergeld sind für mich bestimmt. Ich erbringe dagegen die Haushaltsführung, Kindererziehung etc. So, deshalb habe ich ja alle Fix kosten wie Lebensmittel, Strom, Wasser, Heizung, Telefon und Fernsehen sowie die Kreditrate zusammen gezählt. Macht insgesamt 2.350 Euro aus. Abzüglich einem Erwachsenenmehranteil von 250 Euro dann get:eilt durch 7 ergibt das 300 Euro pro Person. Und die zahle ich ja für die 3 Kinder in Höhe von 900 Euro. Vielleicht sehe ich das falsch, bisher dachte ich immer diese Rechnung wäre okay.

      Gruß Arlette
    • Hallo,

      Frau Glück wrote:

      Dass da dann das Gefühl von Abzocke aufkommt ist klar. Denn wenn er dann auch noch übergroße Anteile an Urlauben finanzieren muss, für die du eigentlich den größeren Anteil zu leisten hast, dann wird es richtig ungerecht - aus seiner Sicht.



      Die drei Kinder aus erster Ehe bekommen Unterhalt, und 1000€ davon werden allgemein verwendet.

      Der Mann hat keine Kinder aus z.B. erster Ehe, wem soll also das Geld zu Gute kommen?

      Den gemeinsamen Kindern? Zweiklassengesellschaft in einem Haushalt? Gute Voraussetzung für eine Ehe!

      Ich denke der Mann will einfach nur sparen, für was auch immer?

      lg
      edy
    • Hallo,
      wenn ich Arlette richtig verstehe, dann befindet sich ihre Ehe in einer sehr kritischen Situation, wobei der Streit über die Verteilung der zur Verfügung stehenden Finanzen ausgetragen wird. Also eine so problematische wie typische Situation in Patchworkfamilien. wenn Arlette sich hier vergewissern will, ob ihre Sichtweise der Dinge richtig oder zumindest vertretbar ist, dann ist das erstmal ein erster und auch richtiger Schritt. Konstruktiver jedenfalls als die Verhaltensweise des Ehemanns, der sich sein Argumentationsfutter schonmal beim Anwalt besorgt.
      Was die Aufteilung der Finanzen betrifft, sehe ich es wie die TS und Edy.
      Sehr wichtig aber wäre in der offenbar schon ziemlich kritischen Auseinandersetzung der gemeinsame Gang zu einer Ehe- bzw. Familienberatung, bei der es nicht nur um die Finanzen gehen dürfte, sondern um Grundsätzlicheres, was die Paarbeziehung anbelangt.
      Gruß
      Kurt
    • Hallöchen,

      also, ich versuche noch immer die Berechnung von Arlette zu verstehen....

      Das Kindergeld ist für alle 5 Kinder (vermute ich mal) auf Deinem Konto.
      Kindesunterhalt ist aber nur für 3 Kinder auf Deinem Konto, von dem Ex-Partner (verstehe ich das richtig?)

      Dann sind die 1000 Euro KU ja wohl (eigentlich) auch nur für die 3 Kinder aus der Erstehe zu
      verwenden.
      Wie war das noch mit der Faustformel? 20 % für Wohnbedarf? Ich meine, das so gelesen zu haben...!
      Bin da aber nicht sicher!
      Macht also Eur 200,-... Rest für die Kids aus erster Ehe Eur 800,-
      Dann kommt noch das Kindergeld für jedes Kind... heißt also, dass eure gemeinsamen Kinder nach
      Zahlung all Deiner Verpflichtungen gar kein Geld mehr habe?!
      Hm.... ich finde diese Art der Rechnung echt bedenklich!

      Wenn ich Du wäre, würde ich dem Mann mal vorrechnen, was er alles zahlen müsste, wenn er sich von
      Dir trennt... ich will ja nicht fies sein, aber dann hat er m.E. etwas mehr als den Selbstbehalt für sich und muss davon
      seine Miete, Versicherung etc. selbst bezahlen.

      Bei einem Einkommen von Eur 2600,- zahlt er je nach alter der Kids Eur 546,- KU und pi mal Auge Eur 900,00 für Dich!

      Ich persönlich finde, er kommt momentan sehr gut weg... besser als Du in jedem Fall!

      Ach so, wir sind auch eine Patchworkfamilie und ich kann überhaupt nicht verstehen, wie man als Familie so
      leben kann... wir zahlen alles zusammen und sparen auch alles zusammen!

      Empörte Grüße
      Die Triene
      LG
      Triene


      ____________________________
      Es bereitet doppeltes Vergnügen, einen Betrüger zu betrügen...! (Jean de la Fontaine)
    • Hallo Arlette,

      ich habe etwas Probleme damit, die Haltung deines Mannes nachzuvollziehen. Die 1000 € Unterhalt sind für deine drei Kinder aus erster Ehe, das Kindergeld für alle 5 Kinder. Eigenes Erwerbseinkommen hast du nicht. Durch den Unterhalt und das Kindergeld für die drei "Stiefkinder" sind diese finanziell "versorgt" und "belasten" ihn folglich nicht.
      Er muss also für vier Personen aufkommen, solange du nicht arbeitest. Wenn du 900 € an Kreditraten zahlst, verwendest du damit Geld, das eigentlich z.T. den Stiefkindern "zusteht", von denen er damit indirekt "profitiert". Inwiefern solltest du ihn also "abzocken"?

      Gruß,
      HT
    • Guten Abend zusammen,

      herzlichen Dank für Eure Antworten.

      Ehrlich gesagt, tut es mir richtig gut zu lesen, dass ich doch nicht total daneben bin und das Thema 'Abzocke' keine Grundlage hat.

      Edy, Du hast völlig recht, hier ist Beratungsbedarf angesagt, leider mit einem total unbelehrbaren Mann. Triene und HT, ihr habt es auch auf den Punkt getroffen...Für die 3 aus erster Ehe verbleibt lediglich das Kindergeld für Kleidung, Schullandheim, Vereine etc....aber mit geschickter Regelung reicht auch das. Mein Exmann regt sich auch schon total über meinen jetzigen Ehemann auf, aber erst will sich nicht einmischen.

      Triene, ich habe meinem Mann schon vor gerechnet, was er alles zahlen müsste, wenn die 3 Großen ausziehen würden, aber leider will er das nicht verstehen. Er tobt hier rum, dass er so viel zahlen muss und auf seinem Girokonto häuft sich immer mehr an, während ich ständig bei 0,0 Euro stehe. Inzwischen bin ich kurz davor die Scheidung einzureichen....nun hoffe ich aber, dass uns eine Paarberatung weiterhelfen kann.

      Aber eure Meinungen zu lesen, war sehr interessant....vielen Dank.

      Herzliche Grüße

      Arlette
    • Hallo Arlette,

      mir scheint, es ist wirklich recht kritisch bei euch, wenn auf der Ebene diskutiert wird.

      Rechnet doch mal ohne die 3 Kinder aus erster Ehe: dann blieben als Haushaltseinkommen 2600 Euro Gehalt plus 2 x 184 Kindergeld, also knapp 3000 Euro für euch 4. Bei mind. 30% Mietkosten plus Nebenkosten plus plus plus behaupte ich, dass deinem Mann nicht mehr blieben. Die 1500 Euro Unterhalt und KG der 3 Kinder Stiefkinder tun eurer Haushaltskasse ganz gut...oder?

      Ist das Problem vielleicht ein ganz anderes? Ist die Großfamilie vielleicht too much für ihn?
      Geld ist aus meiner Sicht ein Hygienefaktor - das muss geregelt sein in einer Beziehung.

      Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Regelung der Finanzen wichtig ist, weil sonst damit ein echter Nebenkriegsschauplatz entsteht, der gern mal bespielt wird, wenn sonst was nicht stimmt.

      Und 3 Kinder aus einer früheren Beziehung plus 2 gemeinsame - das ist schon ein dickes Brett, das es zu bohren gilt, finde ich. Fehlt es vielleicht an gemeinsamer Zeit für die neue Familie? Nehmen die Großen (zu) viel Raum ein?

      Ich drücke euch die Daumen, dass Ihr einen Weg findet und die Beziehung nicht an materiellen Anteilen messt, sondern euch auf die wirklich wichtigen Apekte besinnt.

      Herzliche Grüße
      Die Rheingauerin

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    • Hallo Arlette,
      kurtkurt und nun auch Rheingauerin - übrigens: Herzlich willkommen in diesem Forum, Rheingauerin - haben die Vermutung geäußert, dass die Forderung deines Mannes an dich, sich finanziell mehr bei den Familienausgaben zu beteiligen, auf tiefgreifendere Dissonanzen in eurer Ehe deuten könnten. Diese Vermutung hatte ich ebenfalls, als ich deinen Startbeitrag las. Ich gehe sogar noch weiter: Ich halte es für möglich, dass dein Mann deine höhere finanzielle Beteiligung fordert, damit er dann eigenes Geld für einen Neubeginn ohne dich zur Seite bringen kann. Es wäre nicht das erste Mal, dass diese Handlungsweise der Anfang vom Ende einer Ehe ist. Ich hoffe sehr, ich täusche mich.

      Viele Grüße

      heute