Umfrage: Wie erstellt ihr eure Vermögensaufstellung? (8 Min, anonym)

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    • Umfrage: Wie erstellt ihr eure Vermögensaufstellung? (8 Min, anonym)

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      Hallo zusammen,
      ich entwickle gerade ein digitales Tool, das bei der Vermögensaufstellung in der Scheidung helfen soll – also beim Zusammentragen und Strukturieren von Konten, Versicherungen, Immobilien etc. für die drei Stichtage.

      Der Hintergrund: Ich habe selber und im Bekanntenkreis mitbekommen, wie chaotisch und stressig dieser Prozess sein kann. Excel-Listen, die niemand versteht. Banken, die nicht richtig antworten (da ggf falsch beauftragt). Anwälte, die Unterlagen spät anfordern und in einem Format wollen, das nirgends erklärt wird.

      Bevor ich jetzt in die falsche Richtung baue, würde ich gerne von Leuten hören, die das tatsächlich durchmachen oder durchgemacht haben:

      Hinweis: umfragelink gelöscht. Bitte vorher mit den Moderatoren abstimmen.

      Es geht um Fragen wie:
      - Welche Hilfsmittel nutzt ihr (Excel, Papier, gar nichts)?
      - Wo hakt es konkret?
      - Welche Funktionen wären euch wirklich wichtig?
      - Was wäre euch so ein Tool wert?

      Keine E-Mail-Adresse nötig, keine Anmeldung, die Antworten sind anonym. Am Ende könnt ihr optional eure E-Mail hinterlassen, wenn ihr über den Launch informiert werden wollt – das ist aber völlig freiwillig.

      Ich freue mich über jede Antwort – auch und gerade, wenn eure Erfahrung ist: "Brauche ich nicht, mein Anwalt macht das." Das ist genauso wertvoll.

      Danke & viele Grüße
      Moritz

      The post was edited 2 times, last by AnnaSophie: Umfragelink gelöscht. Bitte vorher mit den Moderatoren abstimmen. ().

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      Guten Morgen,
      die Idee finde ich gut.
      Grundsätzlich gehört die Erstellung des Zugewinns in die Hand der Anwälte! Für was werden sie denn bezahlt und das nicht schlecht!
      Aber viele Anwälte arbeiten "gefühlt" nicht gewissenhaft und ordentlich. In meinem Fall, kam auf Seiten der Anwälte keine Software/Tool zum Einsatz, was mich verwunderte. Bei meinem Zugewinnverfahren war der gegnerische Anwalt so faul und hat die Aufstellung und Berechnung, die durch meine Ex selbst erstellt wurde 1:1 übernommen und ungeprüft eingestellt. Mit einem verheerenden Ergebnis für sie, sie wollte ein sehr hohe Summe als Zugewinnausgleich und musste entgegen ihrer Forderung einen hohen Betrag an mich ausgleichen + alle Gerichts und Anwaltskosten (abgetrenntes Verfahren nach Scheidung).Warum? Weil der Anwalt die Forderungen nicht auf Rechtmäßigkeit und Durchsetzbarkeit geprüft hat oder es ihm scheißegal war oder er gehofft hatte es geht einfach durch. Es wäre sogar teilweise durchgegangen!!!Hätte ich nicht die entsprechenden Unterlagen zum Termin dabei gehat! Mein Anwalt in dieser Situation- Stillschweigen-Ich habe es vorgetragen belegt und anerkannt bekommen. Ich habe keine gute Meinung zu Anwälten.

      Ich habe mir Exeltabellen gemacht, online Tools benutzt, Freewaretools benutzt, nur für mich! Am Ende bin ich alle Belege mit dem Anwalt zusammen durchgegangen und er hat die Aufstellung mit dem PC abgetippt und die Belege sortiert, klassisch ausgedruckt in einen Ordner.

      Ich hätte dein geplantes Tool benutzt, allerdings müsste es richtig gut sein wenn ich dafür Geld ausgeben sollte. Es müssten alle Eingabefelder mit Hinweisen und Infos versehen werden ähnlich wie bei dem ISUV Unterhaltsrechner.Trotzdem setzt es ein gewisses Maß an Interesse und Vorkenntnissen des Nutzers voraus.Sollte das Tool zuviel oder zu Unrecht ein hohen Zugewinnausgleich berechnen, kann der Schuss (wie beschrieben) auch nach hinten los gehen. Als Tool,zum einscannen, archivieren, sortieren, automatischen Erstellen von Aktiva und Passiva aus den Daten und um überschlagsmäßig den Zugewinn zu berechnen, top! Das kann ich mir es gut vorstellen. Man darf aber auch nicht die Aufstellung des "Gegners" vergesssen, ohne die kann man den Zugewinnausgleich ja gar nicht abschließen überschlagen werden.

      Ich stelle mir gerade vor, ich sitze bei meinem Anwalt und teile Ihm mit, das ich den Zugewinn bereits mit einer App/Tool ausgearbeitet habe und er die Arbeit gespart hat..... So eine Software wäre für Anwälte viel wichtiger, weil sie mit ihren rechtlichen Kentnissen die besser/richtig füttern können.Diese Software gibt es bestimmt auch. Ich habe viele Anwälte kennen gelernt eine Anwältin hatte diese Software für Unterhaltsberechnung im Einsatz, mit anschließendem Ausdruck wo alle relevanten Daten drauf waren, top. Die anderen machten alles noch zu Fuß...

      Das Problem ist auch, das vor Gericht trotz bestehender Gesetzte unterschiedlich geurteilt wird, es gibt z.B. unterschiedliche Richtlinien nach Bezirk und die Richter haben auch Spielräume und Auslegungsmöglichkeiten. In der App müsste zum Beispiel festgelegt werden, ob ein Beleg die Kriterien (Stichtagsprinzip) standhält, abgescannt mit K? warum nicht?
      Zum Schluss soll ja das Ergebnis des Tools möglichst unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung, ein Ergebnis erzielen was der dem der kommenden gerichtlichen Entscheidung Nahe kommt. Es gibt auch strategische Gesichtspunkte, die ein guter Anwalt beherrschen sollte (Beweislast), kann das eine App leisten.
      Je mehr ich drüber nachdenke, auch vor dem Hintergrund der Möglichkeiten durch KI und "leistungsschwachen oder bequemen" Anwälten könnte das eine gute Alternative sein, vor allem um den eigenen Anwalt zu überprüfen und abzuschätzen ob sich eine Klage überhaupt lohnt.
      Ich denke aber das ich vom Typ her eine Ausnahme bin und alles genau wissen will. Vermutlich wollen viele gar nicht so tief in die Materie einsteigen und alles nur schnell geregelt haben, oder sind überfordert.
      LG
      Theo
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      Hallo Theo,

      vielen Dank für die ausführliche Antwort – genau solche Erfahrungsberichte sind Gold wert.

      Was du beschreibst, kenne ich aus eigener Erfahrung. Bei mir war es so: Nach über einem Jahr Zusammenarbeit sagte meine Anwältin beiläufig "Ach ja, bringen Sie nächste Woche bitte die
      Vermögensaufstellung mit. Die Tabelle hatte ich Ihnen noch gar nicht gegeben? Na dann hier." Dann saß ich wochenlang dran – bei Themen wie betrieblicher Altersvorsorge oder
      Lebensversicherungen, die noch nicht in der Auszahlungsphase sind, war mir lange unklar, was davon überhaupt relevant ist und in welche Spalte das gehört. Alles korrekt benennen,
      richtig zuordnen, Stichtage verstehen – das hat mich als jemand, der eigentlich auch genau hinschaut und Dinge (frühzeitig) verstehen will, überfordert.

      Und genau da setzt die Idee an: Nicht den Anwalt ersetzen, sondern die Vorarbeit strukturieren. Damit man nicht mit einem leeren Excel und null Orientierung dasteht, sondern mit einer
      sauberen Aufstellung zum Termin kommt. Was du beschreibst – einscannen, sortieren, Aktiva/Passiva aufbauen, wissen was fehlt – das ist ziemlich genau der Kern.

      Den Punkt mit der Berechnung nehme ich ernst. Das Tool soll strukturieren, nicht bewerten. Sobald es in Richtung "deine Forderung wäre X Euro" geht, ist man in der Rechtsberatung – das
      darf und will ich nicht. Aber einen Überblick geben, wo man steht und was noch fehlt: das schon.

      Deine Beobachtung zu den zwei Nutzertypen trifft es gut. Es gibt die, die wie du und ich alles verstehen wollen – und die, die einfach nur geführt werden wollen, damit es irgendwie
      erledigt ist. Das Tool muss beides können.

      Danke nochmal, das hilft wirklich weiter.

      Viele Grüße
      Moritz
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