Unterhaltsberechnung Jugendamt Beistandschaft

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    • Sorry, war zu langsam zu antworten. Und danke Tanja und Maccie für die Erklärung.

      Ich finde das mit der sekundären Altersvorsorge auch wichtig und nur fair. Leider hat mich nach der Trennung erst mein dritter Anwalt darauf aufmerksam gemacht. Mich nervt sowieso, dass man den Anwälten eigentlich alles aus der Nase ziehen muss. Oder am besten man weiß vorher schon im Wesentlichen Bescheid und formuliert die Fragen dann so, dass sie nur noch mit ja oder nein antworten müssen… so jedenfalls meine Erfahrung.
    • Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Das "Nicht darauf Hinweisen" meiner ersten Anwältin habe ich als Grund genommen, ihr das Mandat zu entziehen. Tja, Geld hat sie trotzdem noch genügend bekommen.
      Auch meine Meinung: das sind Fachanwälte für Familienrecht. Die beschäftigen sich tagtäglich damit. Da ist eine Unterhaltsoptimierung doch das einfachste von der Welt.
    • Hi, woher weiß ich eigentlich, ob die Frist zur Forderung einer neuen Einkommensauskunft zu laufen begonnen hat? Ich habe auf meine eingereichten Unterlagen vom Jugendamt einen Brief bekommen, in dem es u.a. heißt, die Berechnung werde einige Zeit dauern und ich werde auch die Nachweise der Kindsmutter erhalten.
    • Hallo fafner,

      wenn Du die 2-Jahresfrist nach 1605 BGB meinst: gar nicht.
      Über den Zeitpunkt, an wann die Sperrwirkung eintritt (bei vollständiger Auskunft gem. Aufforderung- siehe dazu auch das von mir vorher in dem Beitrag Geschriebene) streiten sich ja sogar oft die Kommentatoren des BGB (also die RA und Richter ;) ).
      Grundsätzlich kannst Du davon ausgehen, dass mit Datum Deiner Auskunft die Sperrwirkung beginnt.
      Strengt der Auskunftsberechtigte ein Auskunftsverfahren an, soll nach einigen Meinungen in der Literatur Sperrwirkung erst mit Schluss der mündlichen Verhandlung eintreten. Ich meine aber auch gelesen zu haben, dass erst mit Beschlussdatum über einen Auskunftsantrag Sperrwirkung eintritt (wegen der umfassenden Wahrheits - und Aktualisierungspflicht).
      Letzteres führt aber insbesondere bei lang andauernden Stufenverfahren wohl zu Verzerrungen.

      Ansonsten mach Dich vom Gedanken frei, dass Du tatsächlich 2 Jahre Ruhe hast nach Neuberechnung.
      Das JA kennt Deinen AG durch die Gehaltsnachweise.
      Tritt innerhalb von 2 Jahren eine außergewöhnliche Gehaltssteigerung (10%) ein oder erfährt das JA von einer Beförderung oder Jobwechsel, können sie Dich auch vorher auffordern...

      Gruß Tanja

      P.S. Mein Mann hat alle 9 Monate Post vom JA bekommen...Wir haben lediglich das erste Mal geantwortet. Danach haben wir das JA auf den gerichtlichen Vergleich verwiesen und weitere Auskünfte verweigert.
    • Danke, Tanja. Ich habe kaum etwas anderes erwartet, aber ich dachte, ich frage mal… Natürlich alles wieder schwammig und Auslegungssache… und im Zweifel wahrscheinlich wieder eher zu Ungunsten des Unterhaltspflichtigen, da dieser ja unter Generalverdacht steht…

      Aber was meinst du denn mit „das JA kennt deinen Arbeitgeber“… Mein AG wird dem JA doch nicht sagen, was sich mit meinem Gehalt so tut oder ob ich befördert wurde… das glaube ich nicht.
    • Hallo fafner,

      nein, natürlich fragt das JA nicht bei Deinem AG einfach so nach.
      Aber bei bekannten/großen Firmen kennt man mitunter die Tarifverträge bzw. bekommt die Erhöhungen mit.
      Und, wenn man sich so manchen JA-Vordruck anschaut, kann man schon den Eindruck gewinnen, dass das JA beim AG nachfragt....(manche Treugläubige unterschreiben eine Zustimmung zur Einholung von Auskünften beim AG!).

      Gruß Tanja