Impfung (Covid19) bei gem. Sorgerecht

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    • Hallo Tanja,

      es ist für den Arzt sicherlich einfacher, noch irgendjemanden unterschreiben zu lassen. Meine Identität wurde aber beim Termin schon gar nicht erst geprüft, nur mein Kind musste sich ausweisen.

      Wäre ja tatsächlich mal interessant, was passieren würde, wenn man darauf besteht, dass das begleitete Kind einwilligungsfähig ist und die Unterschrift des Kindes ausreicht. Schwer vorherzusagen.

      Baden-Württemberg schreibt: baden-wuerttemberg.de/de/servi…m-corona/faq-impfzentren/

      www.baden-wuerttemberg.de wrote:

      In der Regel ist eine Einwilligungsfähigkeit in einen medizinischen Eingriff – im speziellen Fall beispielsweise eine Impfung – ab einem Alter von 16 Jahren gegeben. Das heißt, dass Jugendliche ab einem Alter von 16 Jahren in der Regel hinsichtlich einer Impfung selbst entscheiden und in diese einwilligen können. Voraussetzung ist eine Aufklärung über die Behandlung und ihre Risiken.
      Eine Impfung ist eine Routinemaßnahme des medizinischen Alltags, sodass eine Einwilligungsfähigkeit im speziellen Einzelfall auch schon früher als mit 16 Jahren, in der Regel aber nicht vor Vollendung des 14. Lebensjahres, vorliegen kann. Die Frage der Einwilligungsfähigkeit unterliegt einer individuellen Prüfung durch den Arzt.
      Für den Fall, dass keine Einwilligungsfähigkeit vorliegt, ist eine Einwilligung der bzw. des Personensorgeberechtigten notwendig.
    • Hallo Jon,

      bei "uns" musste sich das Kind und der Erwachsene legitimieren. Wenn das Kind noch keinen eigenen Ausweis hat, werden auch andere "Belege" anerkannt.
      Mir persönlich fehlt die Fantasie/Zeit, irgendwelche Dinge zu versuchen, um ggf. meine (höchstpersönliche) Ansicht gegen die Ansicht des anderen Elternteils zwangsweise über die Hintertür durchzusetzen.
      Zum Glück muss(te) ich sowas auch nicht.

      Und im Impfzentrum bei uns nimmt auch nicht der Arzt direkt die Unterschrift ab. Das passiert alles durchgetaktet (wie die Identitätsprüfung auch) vorher ;) .

      Ist halt - auch hier - Ländersache.

      Gruß Tanja
      Mir reicht's, komm Einhorn, wir geh'n schaukeln!
    • Hallo zusammen,

      Jon wrote:

      da war gar nicht groß was zu unterschreiben. 2x was auf 2 Formularen.
      In den Standardbögen, die man unterschreibet, steht unter der Unterschrift sinngemäß: bei Kindern ein sorgeberechtigter Elternteil, der versichert, dass er die Einwilligung des anderen Elternteils eingeholt hat. Aber wahrscheinlich gibt es keine Sanktionsmöglichkeiten, wenn das nicht unternommen wurde. Von daher steht diese Falschbekundung auch dem Umgangselternteil frei, wenn er will.

      TanjaW9 wrote:

      Max, die HPV-Impfung schützt sowieso nur gegen bestimmte (wenige) Typen. Und einige Arten können durch das Immunsystem erfolgreich bekämpft werden - ggf. mit Unterstützung durch konventionelle Medizin.
      Ich weiß, aber eins der Vakazine schützt gegen relativ viele Typen und insb. auch gegen Typ 16, den sie nun hat. Klar hat sie noch jede Menge konventionelle Möglichkeiten (von Beobachten bis zur Entnahme der Gebärmutter), ärgerlich ist es trotzdem und insb. sie hat nun verständlicherweise Angst aufgrund von Krebs-Vorgeschichte in der Familie.

      TanjaW9 wrote:

      Dass man Jungs impfen lässt, hat meist auch eher was mit der sozialen Verantwortung für die Gemeinschaft zu tun.
      Nein, eigentlich nicht nur das. Peniskrebs, Krebs im Mundraum und Analkrebs können auch durch HPV hervorgerufen werden. Der Zungenbodenkrebs des Vaters meiner Partnerin, der auch HPV-positiv mit Risikotyp ist, wurde bspw. dadurch hervorgerufen (lässt sich später durch Biopsie des Tumors mit großer Sicherheit klären). Bei Jungs gibt es bisher nur leider keine verlässlichen Abstriche. Von daher will ich in erster Linie die Jungs selbst schützen. Aber klar, die Impfung ist gut erforscht, da ist der soziale Gedanke nicht irrelevant, wenn man dadurch keine Nachteile hat.
    • Jon wrote:

      ...
      Muss bei der Zweitimpfung mal drauf achten was da sonst noch steht.
      ...
      Na, das war nix, und so wird's wohl im Dunkeln bleiben. Heute war Zweitimpfung im Impfzentrum, und da wurde überhaupt nichts mehr kontrolliert oder unterschrieben. Nur Impfpass vorgelegt, das war alles. Keine Ausweiskontrolle, keine Krankenkassenkarte. Aber die Daten waren noch im PC vom erstem Mal.
    • Hallo Jon,

      erstaunlich.
      Bei uns muss beim 2. Mal alles noch mal ausgefüllt, auch die Ausweise/Legitimation vorgelegt werden. Die Versichertenkarte wird nicht verlangt.
      Aber natürlich sind die Daten "im System".

      @Max, man muss nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten!
      Eine HPV-Infektion besagt erstmal noch gar nichts über eine künftige Krebserkrankung. Deine LG muss regelmäßig zur Vorsorge. Ggf. nicht mehr nur jährlich, sondern je nach PAP-Wert dreiviertel- oder halbjährig.
      Und selbst, wenn sich eine Krebsvorstufe entwickeln sollte, wird nicht (mehr) sofort eine Hysterektomie vorgenommen.
      Blöd ist eher, dass die KK die HPV-Tests nicht standardmäßig übernimmt.
      Ansonsten kann es nach einer Konisation sogar wieder dazu kommen, dass die HPV-Infektion ausheilt.

      Was "Falschbekundungen" von Elternteilen bei gemeinsamen Sorgerecht angeht: das ist nichts Neues und wird nicht sanktioniert, da es ja zum Nachteil der Kinder wäre.
      Die Ex meines Mannes glänzte auch ständig mit Alleingängen. Dem Kind gibt man so vor allem eines mit: Gleichberechtigung gibt es nicht, der Zweck heiligt die Mittel und der Staat schaut nicht nur zu, er unterstützt die schädlichen Alleingänge noch.
      (Ich habe letztens ein Urteil gelesen, da hat das JA gedrängt, dass die Mutter das alleinige Sorgerecht beantragt, weil es der Meinung war, Hilfe nach SGB 8 sei zwingend von beiden Elternteilen zu beantragen und es würde nicht reichen, wenn der Vater der Mutter eine Sorgevollmacht erteile....das Gericht hat mal deutliche Worte für die Haltung und Handlung des JA gefunden - vielleicht finde ich das Urteil noch mal: leider nicht als Freiversion zu finden).

      Und zur HPV-Impfung: habt ihr Euch informiert, ob es nicht dennoch Sinn macht, dass sich Deine LG impfen lässt oder spricht die Erkrankung dagegen?
      Ich weiß, dass meine Ärztin die Impfung empfiehlt, bevor man sexuell aktiv wird.
      Und die KK sie bei Älteren nicht mehr übernahm. Inzwischen gilt das ?

      Die vielfältigen Auswirkungen bei Jungs kannte ich tatsächlich nicht. Das ändert dennoch nichts an meiner Meinung zur HPV-Impfung.

      Gruß Tanja
      Mir reicht's, komm Einhorn, wir geh'n schaukeln!
    • Hallo jbsince99,

      Nochmal zurück zur Covid Impfung bei Kindern. Ich finde das interessant.

      Bei mir ist es tatsächlich umgekehrt. Die KM möchte unseren Sohn gegen Covid impfen, aber ich möchte das nicht.

      Ich absolut kein Impfgegner, bin selbst bereits gegen Covid-19 geimpft, und befürworte auch alle klassischen Impfungen der Kinder.

      Ich folge der ursprünglichen Empfehlung der STIKO, dass alle verfügbaren Impfstoffe nach sehr neuen Wirkprinzipien entworfen wurden, die weiterhin nur per Notfallzulassung zugelassen sind, und für die es keine Mittel- und Langzeitdaten gibt. Das hat sich aus meiner Sicht auch nicht dadurch geändert, das es jetzt mehr positive Kurzzeitdaten aus den USA und Israel gibt.

      Alle Bezugspersonen im Umfeld der Kinder die ein höheres Risiko haben sind bei uns bereits geimpft. Unsere Kinder sind selbst keine Risikopatienten.
      Und ich habe selbst ziemlich deutlich mitverfolgt, dass der Umschwenk der STIKO auf erheblichen politischen Druck hin erfolgt ist, und ein Art politischen Kompromis darstellt.

      Da viele (auch im Gerichtssaal) immer nur die Headlines lesen, STIKO-Empfehlung für Richter in Sorgerechtsverfahren oft ausschlaggebend für Entscheidung sind, dort somit nicht alles so freiwillig ist, wie anderswo, finde ich den nun erfolgten Kompromiss der STIKO mit der Politik im Sommerloch persönlich bedauerlich.

      Ich akzeptiere aber auch eine gegenteilige Ansicht. Ich will - genau wie Max - damit nur ausdrücken, dass man nicht automatisch ein Verschwörungtheoretiker sein muss, um der Covid-Kinderimpfung zum gegenwärtigen Zeitpunkt vorsichtig gegenüber zu stehen.

      Überhaupt wird das Wort Verschwörungtheoretiker gerade eher inflationär gegen Andersdenkende missbraucht, und verschärft latent vorhandenen Polarisierung erheblich.

      Am Ende wird es, wie Herr Spahn letztes Jahr treffend gesagt hat, vieles geben, was wir uns gegenseitig verzeihen müssen. In unserem deutschen Familienrecht ist das für alle Beteiligten natürlich besonders schwierig.

      jbsince99 wrote:

      ... Ein Restrisiko gibt es immer im Leben. ...
      Eine tolle Aussage von Dir, die Anhänger beider Sichtweisen vermutlich gleich gut als Argument dienen kann ^^

      Gruß,

      The post was edited 2 times, last by lesspolitics ().

    • Hallo lesspolitics,

      mich würde interessieren, wie Du (bzw. ihr) das "Problem" der unterschiedlichen Wünsche/Meinungen gelöst habt.
      Vermutlich - wenn sich das Verhalten der KM seit Deinen letzten Beiträgen nicht geändert hat (was ich für unwahrscheinlich erachte) - werden Deine Kinder bereits die 1. Impfung erhalten haben? Die KM wird bestimmt die Zettel einfach unterschreiben und Dich nicht mal informieren?
      Allerdings: woher weißt Du, dass die KM impfen lassen will?
      Ich möchte - trotz all der berechtigten Bedenken - noch darauf hinweisen, dass manche Kinder auch nicht länger ausgeschlossen sein möchten. Oder die ständigen Selbsttests sie nerven.
      Und manche Kinder haben auch noch keine guten Strategien bei Gruppendynamik.
      Rede mit Deinen Jungs und frag sie, was sie generell davon halten und wieso.
      Ich war echt erstaunt, was manch Kind sich schon so für Gedanken macht.

      "Restrisiko" finde ich übrigens nicht wirklich treffend. Kommt auch eher aus der Versicherungsbranche und dem Drang der Leute, sich gegen jedes Risiko absichern zu wollen.
      Illusorisch: das Leben ist riskant und endet zu 100% tödlich. ;)

      Gruß Tanja
      Mir reicht's, komm Einhorn, wir geh'n schaukeln!
    • Hallo Tanja,

      gelöst haben wir es noch nicht, sie - bzw. der Stiefvater, nur er redet wirklich mit mir - hat mich um eine Unterschrift für die Impfung gebeten. Auf seine wenig wertschätzende Art zwar. Aber dass sie mich vorab gefragt haben, werte ich trotzdem erstmal als vorsichtig positives Zeichen.

      TanjaW9 wrote:

      Ich möchte - trotz all der berechtigten Bedenken - noch darauf hinweisen, dass manche Kinder auch nicht länger ausgeschlossen sein möchten. Oder die ständigen Selbsttests sie nerven.
      Das Argument kann ich von allen Argumenten am ehesten nachvollziehen. Es ist sehr ehrlich. Nur habe ich es seitens der Politik und anderen Vertretern dieser Meinung in der Debatte bisher nur wenig bzw. gar nicht gehört. Höchsten vielleicht maskiert, als Sorge vor Long Covid.

      Man findet aktuell oft nur dieses ständige schnelle Durchdrücken der eigenen Meinung, mit egal welchem Argument - das da gerade vorbeischwimmt - auch immer. Das stört mich gerade extrem an der aktuellen Debattenkultur.

      Das gegenseitig Zuhören scheint ziemlich aus der Mode gekommen zu sein. Man hört nur den Leuten zu, die die eigenen Meinung bestätigen, und diese findet man in sozialen Medien und dem weiten Internet zu Hauf. An dem Umgang des Stiefvaters und der KM mit mir stören mich da ganz ähnliche Dinge.

      TanjaW9 wrote:

      Rede mit Deinen Jungs und frag sie, was sie generell davon halten und wieso. Ich war echt erstaunt, was manch Kind sich schon so für Gedanken macht.
      Ja, klar werde ich machen. Hab da nächste Woche auch Gelegenheit zu.

      TanjaW9 wrote:

      Illusorisch: das Leben ist riskant und endet zu 100% tödlich. ;)
      Hm, damit hast Du jetzt irgendwie auch dasselbe gesagt, nur mit anderen Worten. :)

      Ist für mich eigentlich auch ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Unterschied - gerade in dieser Frage - mal überwindbar wäre.
      Und da das am Ende des Tages auch nicht wirklich die wichtigste Frage der Pandemie ist, wäre es eigentlich eine der seltenen Gelegenheiten für beide Seiten, sich mal von der versöhnlichen Seite zu zeigen. D.h. wenn nur der verflixte Machtkampf nicht wäre.

      Gruß,

      P.S.: Die Debattenkultur in diesem Forum finde ich hingegen sehr positiv. Und die Art wie JB seine gegenteilige Meinung zum Ausdruck gebracht hat auch.
    • Hallo zusammen,

      TanjaW9 wrote:

      Ich möchte - trotz all der berechtigten Bedenken - noch darauf hinweisen, dass manche Kinder auch nicht länger ausgeschlossen sein möchten. Oder die ständigen Selbsttests sie nerven.
      ich habe mir die Veröffentlichung der STIKO durchgelesen. Leider ist das einer der Punkte, warum die Empfehlung geändert wurde, steht irgendwo auf den 60 Seiten. Die Psyche der Kinder auf die immer mehr Druck ausgeübt wird. Eigentlich eine traurige Feststellung.
    • Hallo Max und die anderen hier,

      Ja, ganz genau genommen, auf Seite 25/26 etwa eine halbe von insgesamt 46 Seiten (Der Rest bis Seite 56 beschäftigt sich mit anderen Themen). Aber im Prinzip hab ichs genauso gelesen wie Du.

      Die medizinische Einschätzung, dass 12-17 Jährige kaum gefährdet sind, und eine Impfung von Kindern - ganz im Gegensatz zu der von Erwachsene - nur marginal zur Bevölkerungsimmunität beiträgt hat sich nicht geändert.

      Neu hinzugekommen ist nur der Punkt psychosoziale Folgen (S. 25/26), zu dem im Gegensatz zu den medizinischen Teil nur sehr wenig Studien aufgeführt sind. Der Fairness halber muss man sagen, dass dieses Thema auch nicht die Kernkompentenz der STIKO ist.

      Das scheint aber für die meisten - auch hier im Thread - die wohl gefürchtetste Konsequenz für Kinder in einer vierten (oder fünften) Welle im Herbst. Ähnliches schreibt dann auch die Stiko nochmal auf Seite 40 als vorliegende Angst, bzw. Erwartung der Eltern.

      Genau wie Max finde ich es kritisch, dass man, mit dem Nachgeben vor der - nicht medizinisch begründeten - Angst der Mehrheit, den Druck auf und damit auch die Stigmatisierung von Kinder, die weiterhin nicht geimpft werden, nun leider stark erhöht hat.

      Und in etwaigen Sorgegerichtsverfahren wird das einige Eltern, sogar zu einer Entscheidung für die Impfung ihrer Kinder zwingen.

      Deswegen hätte ich mir persönlich gewünscht, dass die Politik die Experten in Ruhe ihre Arbeit hätte machen lassen.

      Aber wie vorher schon geschrieben, am Ende der Pandemie wird das vermutlich nicht die wichtigste aller Fragen gewesen sein.

      Insofern definitv auch eine gute Gelegenheit für beide Seiten ein Thema mal in ganz ungewohnter gegenseitiger Wertschätzung zu besprechen, und ggfls. nachzugeben wenn die andere Seite partout nicht zu überzeugen ist. Auch aus JB's Kommentaren habe ich quergelesen, dass auch er eine gegenteilige Entscheidung hier leichter akzeptiert hätte, als bei anderen Sorgerechtsfragen. Bitte kommentier das gerne JB , falls dem nicht so ist.
    • Hallo lesspolitics,

      ich habe im Moment leider nicht die Möglichkeit, die einzelnen Textpassagen, auf die ich mich beziehen will, zu zitieren.
      Ich hoffe, es bleibt auch so nachvollziehbar.

      Als erstes: ich bin sicher nicht einverstanden mit allem, was unsere Politiker in der Zeit der Pandemie so entschieden haben.
      Es ist wie immer und die mündigen Wähler werden dies hoffentlich bei der Wahl berücksichtigen (und nicht dummerweise gar nicht wählen gehen) - messt sie an ihren Taten und nicht an den Worten.
      Schön ausgearbeitete (und vielleicht sogar professionell extra geschriebene) Reden kann ich auch schwingen.
      Dennoch bin ich froh, solch existenzielle Entscheidungen für eine große Anzahl von Menschen nicht treffen zu müssen. Und schon gar nicht unter dem Zeitdruck der Pandemie.
      Abwarten - wie ich es bei manchen Dingen aufgrund Lebenserfahrung sonst vorschlagen würde - kann man in solch Situationen sicherlich nicht so gut.

      Von daher finde ich es auch nicht zielführend, darauf zu verweisen, dass Kinder weniger erkranken und deswegen eine Impfung nicht nötig sei - oder zumindest abgewartet werden soll bis, ...
      Bis was?
      Ich habe letztens einen Artikel über die steigenden Infektionszahlen in den USA bei Kindern gelesen, worauf - ich glaube - Montgommery darauf verwies, dass die Kinder in den USA deutlich höhere Risikofaktoren (u.a. Adipositas) haben, als die in unserem Lande.
      Diese Vergleiche finde ich geradezu zynisch. "Wir" sind besser dran, weil unsere Kinder noch nicht in ähnlichem Maße fettleibig sind?
      Auch glaube ich, dass man noch gar nicht abschätzen kann, wie sich die Langzeitfolgen von einer Erkrankung auf die Kinder auswirken. Auch ohne schwere Verläufe kann man wohl Long-Covid bekommen.
      Ich werde niemanden versuchen, zu überzeugen (das ist auch nicht meine Aufgabe). Auf andere Aspekte werde ich jedoch immer verweisen.

      Hier mal ein anderer Artikel als der von mir erwähnte.
      Übrigens bin ich definitiv gegen eine Impfpflicht. Eines meiner minderjährigen Kinder ist strikt dafür - was uns Eltern schon verwundert. Aber so ist das mit der Meinungsfreiheit.

      Achso, noch was. Wenn wir über die Kinder reden, dann sollten wir vielleicht auch noch eine Altersgrenze definieren, denn das Kinder seltener und selten schwer erkranken stimmt nicht für die gesamte Altersspanne 0-18.

      Gruß Tanja
      Mir reicht's, komm Einhorn, wir geh'n schaukeln!
    • Hallo Tanja,

      danke für Deine Antwort. Leider kommen die Kinder gleich, dann bin ich erstmal mit was anderem beschäftigt :)

      Mir ging es im wesentlichen darum, dass wir
      a) unserem Gegenüber nicht immer unterstellen er sei Verschwörungtheoretiker, Leugner, etc... nur weil er Bedenken hat und von der offiziellen Linie abweicht.
      b) sich mit den Evidenzen beschäftigt, die das Gegenüber anführt anstatt selber per Google welche zu suchen, die scheinbar die eigenen Argument belegen. (Einem meiner Kollegen in genau derselben Diskussion ist es passiert, dass er ein Dokument aus dem Internet quasi als Beweis vorgelegt hat, ich das aber dann tatsächlich gelesen habe, und es genau das Gegenteil von dem sagte, was er belegen wollte.
      c) Wissenschaft und Zahlen sind kein perfekter Umgang mit den Dingen, aber meistens um einiges richtiger als das intuitive Bauchgefühl.

      Abgesehen davon bin ich -abgesehen von der Familienpolitik - froh während der Pandemie in diesem Land gelebt zu haben und nicht in einem anderen. Die Politiker haben schon deutlich mehr auf die Wissenschaft gehört als anderswo. Und es hat uns recht gut durch die Pandemie gebracht. Deswegen streiten wir uns jetzt auch so über solche Nicklichkeiten und nicht über viel schlimmere Dinge.

      Sorry, das ich aus Zeitmangel jetzt nicht auf alle Deine Punkte eingehen konnte. Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte hätte ich es auf jeden Fall getan. Und auch das ist eine Art Wertschätzung. Meines Erachtens sogar eine höhere als jemand, der mir ständig rechtgibt und mich in allem bestätigt.

      Liebe Grüße,
    • Hallo lesspolitics,

      ich für meine Teil unterscheide bei Deinem Punkt a) nach Cornaleugnern (inkl. verharmlosern), Verschwörungstheoretikern, Impfskeptikern und Impfgegnern.
      Während man sich von insbesondere Verleugnern und Verschwörungstheoretikern das teilweise esotherische Geschwurbel irgendwann nicht mehr anhören kann, kann man mit Impfskeptikern ja noch sinnvoll diskutieren. Dennoch bin ich nicht in der Position, andere überzeugen zu wollen oder gar zu müssen. Ich habe - zum Glück - ähnlich wie ich tickende Elternteile zu meinen Kindern.

      Vielleicht habe ich auch nur Glück bei der Auswahl der Väter für meine Kinder gehabt (auch wenn ich mir natürlich gewünscht hätte, ich müsste nur in der Einzahl schreiben).
      Für mich ist in all den Jahren und bei all den Themen, die es - durchaus auch kontrovers unter uns - zu diskutieren gab und immer wieder gibt, eines ganz klar zum Vorschein gekommen:
      Wer in der Zeit der bestehenden (glücklichen?) Partnerschaft keine ordentliche Streitkultur gemeinsam entwickelt hat (wozu auch ein wertschätzender, zumindest aber ein "vergebender" Umgang miteinander gehört), der wird das auch nicht nach einer Trennung in Anspruch nehmen können.

      Für meine Empfindungen ist die Familienpolitik nur ansatzweise gut für zusammen lebende, im besten Fall sogar verheiratete Eltern. Sobald man sich trennt, treibt die deutsche Familienpolitik die Ehemaligen gegeneinander. Zumindest versuchen dies große Teile der sogenannten "Kindeswohlwächter".
      Das ist einer der Gründe, warum ich Mitglied im ISUV bin. Weil ich dies am eigenen Leib erfahren musste und nicht gewillt bin, wiederstandslos hinzunehmen.
      Allein hat man gegen JA und Gerichte einen schweren Stand. Wenn dann ggf. noch der ehemalige Partner sich der Vorgenannten für die eigenen Interessen bedient, bleibt das inflationär gebrauchte Kindeswohl auf der Strecke.
      Die Kinder lernen nicht, was partnerschaftliches Verhalten bedeutet. Sie nehmen sich das egoistische Verhalten des Elternteils, bei dem sie ggf. aufwachsen zum Vorbild. Und die nächste Generation der nicht-konfliktfähigen Eltern wächst heran....

      Vielleicht sehe ich das auch alles nur viel zu düster...

      Es war übrigens nicht Montgommery, sondern der Chef der ständigen Impfkommission (zufällig die gleiche Zeitung, aber wenn man mal ein wenig nach den aktuellen Berichten über die Erkrankungen der Kinder in den USA googelt, bekommt man ggf. auch seriösere Quellen). Und inzwischen warnt wohl auch der eine oder andere Kinderarzt in Deutschland vor der Gefahr für Kinder im nahenden Herbst.

      Da ich kein Virologe bin, muss ich mir aus diversen Infos nun mal eine eigene Meinung bilden. Sicher benutze ich dafür auch das Internet. Ich weiß um die Gefahr der "Filterblase" - dass man vielfach (nur noch) die ähnlichen Themen angezeigt bekommt, die man mal zum Lesen angeklickt hat. Auch wenn man Cookies nur bedingt zulässt.

      Dennoch bin ich mit meinen Bauchentscheidungen im Leben immer besser gefahren als wenn ich mich den Ratschlägen anderer gebeugt habe. Vielleicht, weil man intuitiv auf abgespeichertes Wissen aufsetzt und dabei auch gemachte Erfahrungen mit ein fließen. (ich halte es da schon lange mit Marilyn vos Savant: „If your head tells you one thing and your heart tells you another, before you do anything, you should first decide whether you have a better head or a better heart.“

      Jetzt noch die Evidenzen: meinst Du damit die pauschal-Aussage, Kinder erkranken seltener und selten schwer?

      In dem Zusammenhang noch mal die Frage, von welcher Altersklasse der Kindheit (bei uns nun mal bis 18) sprechen wir denn dann?
      Und wie kommt es, dass inzwischen - nach Schulbeginn - die Zahlen wieder steigen, wo doch nun mehr als die Hälfte der Erwachsenen geimpft sind? Ich denke, es ist vermehrt auch die Altersklasse der Teenager betroffen.
      Ich habe mich nach Lesen dieses Artikels daran erinnert, was eine Kinderärztin mir damals, als ich mit meinem ersten Pubertier nach langer krankheitsfreier Zeit wieder ständig Gast im Wartezimmer war, erklärte: Das Immunsystem der Kids wird im Kindergarten ordentlich gefordert, auch im ersten Grundschuljahr. Da sind zwei drei Infekte im Halbjahr nichts Außergewöhnliches. Dann hat man eine Zeit lang Ruhe und wenn die Kids in die Pubertät kommen, finden so viele Veränderungen körperlicher, seelischer, geistiger und hormoneller Art statt, dass auch das Immunsystem wieder neu justiert werden muss. Da gibts dann auch wieder viele Infekte - leider dann aber keine "Kind-krank"-Tage mehr. Weil die Solidargemeinschaft nicht mittragen möchte, dass ein über 12 Jähriger sich im Krankheitsfall noch nicht wirklich selbst versorgen kann...

      Zum Schluss noch was zur psychischen Lage der Kids seit der Pandemie: ein bekannter KK-Mitarbeiter hat mir erzählt, dass sich die Anträge für Leistungen der Kinder für Psychotherepie vervielfacht haben. Es aber schon vorher nicht so viele Therapeuten gab und die Pandemie die Lage noch verschärft hat.
      Unsere Kinder tragen - ähnlich wie bei Trennungen - die Hauptlast.

      Das solls dann aber auch von mir zum Thema gewesen sein.

      Gruß Tanja
      Mir reicht's, komm Einhorn, wir geh'n schaukeln!
    • Hallo Tanja,

      da mich meine Kids im streitlustigen Alter noch ne Woche beschäftigen kann ich leider nicht so antworten, wie ichs gerne hätte.

      Nur kurz, mein Sohn, hat heute angegeben, ihm seie es eigentlich egal, ob er geimpft wird. Stiefvater gab an, er wolle das unbedingt, nun ja.

      Ansonsten, sorry jetzt auch ein Link von mir - da wiedersprech ich mir jetzt ein wenig selber :) . Aber sehr hilfreich, und auch nicht so kompliziert wissenschaftlich wie Herr Drosten finde ich den Podcast von Herrn Kekule im MDR, den ich sehr oft höre. Muss man jetzt nicht unbedingt den ganzen Podcast hören. Aber etwa 15 Minuten von Minute 28:25 an, reicht für dieses Thema auch. (mdr.de/nachrichten/podcast/kek…ungen-jugendliche100.html).
      Will mich nicht drücken, finde nur er kann es viel besser erklären als ich. Und entspannt beide Seiten der Medaille, versprochen. ;)

      Ansonsten werde ich mir Deine Links noch durchlesen, versprochen. Braucht man glaub ich auch nicht solange wie für den STIKO Bericht. Etwa in einer Woche hoffentlich, wenn meine Kids wieder weg sind. Wobei wen Du das Thema schliessen willst, wäre das für mich auch ok.

      Zum Bauchgefühl halte ich es mit Daniel Kahnemann, Nobelpreisträger und so etwas wie ein Professor für alle Arten wie man sich ganz normal intuitive Irren kann. Soll nicht heissen, dass Intuition schlecht ist, aber man irrt sich da doch recht häufig und wenn man dann aggregierten Internetartikel querliest bekommt das Irren leider oft eine fast wissenschaftlichen Anstrich und Hebel. Das machen leider auch die Coronaleugner und Verharmloser.

      Wollt auch nochmal sagen dass ich kein Impfleugner, oder gar -skeptiker bin. Wirklich nur in diesem speziellen Fall. Erwachsenen sollten sich meiner Meinung nach in jedem Fall impfen. Dann kann man es den Kindern eben auch ersparen.

      Herzliche Grüße,
    • Hallo Tanja,

      Nachtrag: Ein zwei Deiner Fragen kann ich vielleicht doch noch kurz beantworten:

      TanjaW9 wrote:



      In dem Zusammenhang noch mal die Frage, von welcher Altersklasse der Kindheit (bei uns nun mal bis 18) sprechen wir denn dann?
      Die Alterklasse 12-17J (bzw. eigentlich 0-17J, da gilt je jünger die Kinder sind desto weniger Probleme sind zu befürchten, also ausser Kinder die Risikopatienten sind, oder mit nicht impfpbaren Risikopatienten zusammenleben)

      TanjaW9 wrote:


      Und wie kommt es, dass inzwischen - nach Schulbeginn - die Zahlen wieder steigen, wo doch nun mehr als die Hälfte der Erwachsenen geimpft sind? Ich denke, es ist vermehrt auch die Altersklasse der Teenager betroffen.
      Einerseits daran das die Ältern i.d.R. bereits geimpft sind und die Jungen eben noch nicht. Dazu kommt Delta. Aber Delta ist für Kinder und andere von den Auswirkungen her nicht schlimmer als Alpha. Geimpfte brauchen i.d.R. auch nichts schlimmes zu befürchten, ausser das sie andere anstecken können. Sie tun das i.d.R aber in geringerem Ausmass als ungeimpfte. Aus irgendeinem unbekannten Grund gilt das auch für Kinder.

      Ich will Delta auch nicht verharmlosen. Bei Kinder die Risikopatienten sind, ist das sehr wohl alles sehr wichtig, und die sollten dann auch geimpft werden.

      Und noch ein Hinweis, ich bin natürlich auch kein Arzt - nur langer Podcasthörer - deswegen bitte auch selbst informieren. Und wenn das Bauchgefühl dann gewinnt ist das ja ok, das Risiko gehört wie Du richtig geschrieben hast, zum Leben eben auch dazu.

      Ich finde das nur problematisch gegenüber jemand der ggfls. ein anderes Bauchgefühl hat als man selbst, üblicherweise oft der oder die Ex. Dann ist das halt nur ein erstes Bauchgefühl und keine echten Fakten, und man kann sich damit eben leider doch auch irren.

      So mein Nachtrag Ende,
      gute Nacht :)
    • Hallo zusammen,
      Vermutlich noch nicht bekannt, da ganz frisch:
      Das OLG FFM hat sich der Sache angenommen und einen passenden Beschluß veröffentlicht: Dienstag, 24. August 2021, Beschluß (Az.: 6 UF 120/21).
      Gruß Kakadu59
      "Die Lüge fliegt, und die Wahrheit hinkt hinterher; so ist es dann, wenn die Menschen die Täuschung erkennen, schon zu spät - der Hieb hat gesessen und die Lüge ihre Wirkung getan." - Jonathan Swift
    • Kakadu59 wrote:

      Hallo zusammen,
      Vermutlich noch nicht bekannt, da ganz frisch:
      Das OLG FFM hat sich der Sache angenommen und einen passenden Beschluß veröffentlicht: Dienstag, 24. August 2021, Beschluß (Az.: 6 UF 120/21).
      Moin Kakadu,

      mir war so, als kannte ich schon den Tenor. Der Beschluss selbst ist nämlich schon vom 17.8.
      (Ich glaube allerdings nicht, dass es das Verwaltungsgericht - wie im Link angeführt - war, was im Wege der einstweiligen Anordnung grünes Licht gab...)

      Juris-Nachrichten wrote:

      Bei dem fast 16-Jährigen liegt gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch Institut (STIKO) aufgrund von Vorerkrankungen eine eindeutige medizinische Indikation für eine Impfung gegen das Corona Virus SARSCoV-2 mit einem mRNA-Impfstoff vor. Vater und Kind befürworten eine Impfung, die Mutter ist damit nicht einverstanden und bezeichnet die Impfung als „Gentherapie“.
      @lesspolitics darf ich die Mutter als Verschwörungstheoretiker und Impfgegner bezeichnen? ;)

      Vermutlich ist der Antrag auf Übertragung der Sorge in diesem Punkt sogar gestellt worden bevor die STIKO die generelle Impfempfehlung für die 12-16 Jährigen aussprach.

      Gruß Tanja
      Mir reicht's, komm Einhorn, wir geh'n schaukeln!
    • Hallo TanjaW9,

      TanjaW9 wrote:

      @lesspolitics darf ich die Mutter als Verschwörungstheoretiker und Impfgegner bezeichnen? [img]https://forum.isuv.de/wcf/images/smilies/wink.png[/img]

      Wenn Dir die im Artikel vorgenommenen Verkürzung der Aussage auf "Gentherapie" reicht, klar. Mir ist das aber ehrlich gesagt zu wenig Kontext.

      Die zweite Frage ist, was will man durch die Bezeichnung "Verschwörungstheoretiker" erreichen. Man ersetzt im Wesentlichen eine Unterstellung durch eine Andere. Einen konstruktiven Dialog erleichtert das sicher nicht.

      Generell finde ich es übrigens in Ordnung, wenn Richter sich in Sorgerechtsstreitfragen bezüglich Impfung auf STIKO Empfehlungen zurückziehen. Gerade deswegen finde ich den Druck den die Politik (und andere) in diesem Fall auf die STIKO ausgeübt hat, auch mehr als unglücklich.

      TanjaW9 wrote:

      Vermutlich ist der Antrag auf Übertragung der Sorge in diesem Punkt sogar gestellt worden bevor die STIKO die generelle Impfempfehlung für die 12-16 Jährigen aussprach.
      Wenn das war wäre, wäre es noch weniger nachvollziehbar, und eher entsprechend persönlicher Meinung des Richters. Die STIKO war dazu in ihrer vorangegangenen Empfehlung tatsächlich eindeutig negativ zu einer generellen Impfempfehlung für 12-17 Jährige eingestellt.

      Gruß,
    • So jetzt hatte ich auch Zeit Deinen Kommentar vollständig und genau zu lesen. Vor allem dem Abschnitt hier, kann ich vorbehaltlos zustimmen - aus denselben Gründen bin ich ISUV Mitglied geworden :thumbup: :

      TanjaW9 wrote:

      Für mich ist in all den Jahren und bei all den Themen, die es - durchaus auch kontrovers unter uns - zu diskutieren gab und immer wieder gibt, eines ganz klar zum Vorschein gekommen

      ... (bis)

      Die Kinder lernen nicht, was partnerschaftliches Verhalten bedeutet. Sie
      nehmen sich das egoistische Verhalten des Elternteils, bei dem sie ggf.
      aufwachsen zum Vorbild. Und die nächste Generation der
      nicht-konfliktfähigen Eltern wächst heran....


      Vielleicht sehe ich das auch alles nur viel zu düster...
      Ich seh es ähnlich düster, da ich seit einiger Zeit beobachte dass das, was wir schon im Familienrecht oft nicht hinbekommen - miteinander reden und Positionen angleichen - zunehmend in der ganzen Gesellschaft nicht mehr gut klappt. COVID hat eigentlich gut gezeigt wieviele unterschiedliche Meinungen es gibt, da jede einzelne Randmeinung vehement (und mit vielen scheinbar bestätigenden Internetlinks) verteidigt wird. In unserem Land zum Glück wesentlich mehr über Shitstorms und Hasskomentare als konkrete Hassaktionen, dafür kann man dem Internet schon fast wieder dankbar sein.

      Ich habe jetzt auch die Links die Du genannt hast (Also den im Spiegel und Tagesschau) mal durchgelesen. Im Wesentlichen bestätigen beide dass es, bzw. warum es für Kinder wesentlich weniger gefährlich ist Covid zu bekommen als für Erwachsenen.
      Und wenn es wesentlich weniger gefährlich ist, kann es Sinn ergeben eine Infektion natürlich durchzumachen, da eine natürlicher Impfschutz unsere etwa 3 Milliarden Jahre alten Immunsystems immer besser wirkt als von menschengemachte Immunisierung ( da kann ich Impfkritiker, bis zu einem gewissen Punkt verstehen ).

      Am Ende bleibt das eine persönliche Risikoabwägung - bzw. im Falle von Kindern, mehr die Risikoabwägung der Eltern. Deswegen ist die Ansicht der STIKO i.d.R. auch nur eine Empfehlung.

      Ausser im Familiengericht. Da gibt man die Entscheidung - anstatt sie gemeinsam zu fällen - ja eher an den Richter ab.

      Viele Grüße,
    • lesspolitics wrote:

      Wenn das war wäre, wäre es noch weniger nachvollziehbar, und eher entsprechend persönlicher Meinung des Richters. Die STIKO war dazu in ihrer vorangegangenen Empfehlung tatsächlich eindeutig negativ zu einer generellen Impfempfehlung für 12-17 Jährige eingestellt.
      Hallo lesspolitics,

      ich habe auch nicht vor, mit Verschwörungstheoretikern und Impfgegnern zu diskutieren.
      Das ist nicht meine Aufgabe und ehrlich gesagt ist mir meine rare Zeit dafür mehr als zu schade.
      Ich habe - wenn auch im entfernteren - Freundeskreis eine solchige oben Genannte, gottseidank im Familienkreis nicht.
      Insofern interessieren mich in meiner persönlichen Lage (oder schlicht gesagt, ich habe definitiv andere Probleme und Wichtigeres zu tun) solche Diskussionen überhaupt nicht.

      Und ja, das obige ist wahr.
      Wahr hingegen ist nicht, dass die Stiko für den Jungen (hatte ich nicht zitiert, dass er Vorerkrankung hatte?) keine Impfempfehlung ausgesprochen hat. Die Empfehlung für vorerkrankte Kinder von 12-16 kam am 10.6.2021. Und die Impfempfehlung bestand schon vorher für 16-18 Jährige.
      So weit sind wir uns doch (hoffentlich) einig?
      Eine persönliche Meinung des Richters kann ich da nicht erkennen, warum sollte der sich auch die Mühe machen, seine Meinung an die Stelle der der Eltern setzen. Er hat ja nicht die Impfung beschlossen, sondern schlicht dem Elternteil die Entscheidung übertragen, der ggf. die Gewähr bietet, dass er die (auch gesundheitlichen) Interessen des Kindes am besten gewähren könnte.
      Mein jüngstes Kind hätte ich schon vor dem 15 Lebensjahr nichts aufdrängen können, was es selbst nicht wollte. Da hätte ich mir noch so viele Fusseln an den Mund reden können - anders läuft es auch nicht beim "Ausreden" irgendwelcher "Ideen".

      Gerade auf ZDF gesehen: 30.000 Kinder Schüler derzeit in Quarantäne (nur NRW), weil einer in der Klasse Covid hat...(hier nur der Bericht vom WDR)

      14 Tage in Isolation, Freitesten nicht möglich.
      Mal sehen, wie das weiter geht - ich glaube immer noch, dass die Impfquoten (21,x% der Kinder von 12-18 in Deutschland sind inzwischen geimpft?) noch etwas steigen werden - spätestens wenn die Tests kostenpflichtig werden.

      Gruß Tanja
      Mir reicht's, komm Einhorn, wir geh'n schaukeln!