MeIne Tochter möchte zu mir ziehen

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    • MeIne Tochter möchte zu mir ziehen

      Liebes Forum,

      meine Tochter äußert seit zwei Jahren, dass er zu mir ziehen möchte. Nach mehreren Gesprächen mit ihr, bin ich Anfang des Jahres auf die Mutter zugegangen und habe der KM von ihrem Wunsch erzählt.
      Daraufhin meinte sie, dass meine Tochter zunächst den Alltag bei mir kennenlernen sollte. Daraufhin habe ich die örtliche Schule kontaktiert und die Zusage bekommen, dass meine Tochter am Unterricht für ein paar Tage probehalber teilnehmen kann. Die KM hat mittlerweile allerdings ihre Meinung geändert und möchte nicht mehr, dass meine Tochter die örtliche Schule probehalber besucht.

      Darf ich meine Tochter trotzdem ohne Zustimmung der Mutter auf ihren Wunsch hin zwei Tage während seiner Schulferien (andere Bundesländer) in die Schule schicken?

      Meine Tochter wird dieses Jahr 13 Jahre und ich habe gemeinsames Sorgerecht mit der Mutter.

      Über eine Einschätzung von Eurer Seite würde ich mich freuen.

      Vielen Dank und viele Grüße

      Michael
    • Hallo Michael,

      mich wundert ein wenig, dass Du in der Beschreibung Deines Kindes schwankst zwischen einer weiblichen Schilderung (Tochter) und dann wiederum männliche Artikel einfließen lässt ("seiner"). Verwirrend.

      Nun zu Deiner Frage: hier ist meiner Meinung nach noch nicht mal das gemeinsame Sorgerecht betroffen, da hier (noch) keine Entscheidung über irgendwas Dauerhaftes getroffen wird.
      Ich sehe es - als Wahrnehmung Deines Umgangsrechtes (der Umgangsberechtigte entscheidet über den Ort des Umgangs) - durchaus im Rahmen des Möglichen, das Kind für ein oder zwei Tage in die Schule zu schicken.
      Dennoch habe ich kein gutes Gefühl dabei, es sei denn, Du hast Dich mit dem für Dein Kind zuständigen Jugendamt in Verbindung gesetzt und zumindest deren okay bekommen.
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Umgehen des "Verbots" der Mutter durch Dich und Dein Kind dem Kindeswohl entspricht.
      Da sind doch Loyalitätskonflikte vorhersehbar.
      Ich würde vermutlich erst das Jugendamt mit ins Boot holen. Die Tochter müsste ihren Wunsch auch dort vortragen und ggf. in gemeinsamen Gesprächen mit der Mutter "verteidigen".
      In der Pubertät entwickeln die Kinder ja durchaus neue Ideen. Manchmal sind das aber auch kurze Strohfeuer, weil es Konflikte gibt oder etwas Neues lockt.
      Wenn Dein Kind stabil auch gegenüber anderen den Wunsch äußert, kann man ja eine Änderung anstreben.

      Gruß Tanja
      Jeder Mensch kann irren,
      aber Dummköpfe verharren im Irrtum.
      Marcus Tullius Cicero