Kindesunterhalt zu hoch oder zu niedrig ?

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    • Kindesunterhalt zu hoch oder zu niedrig ?

      Hallo,

      Zum Thema Kindesunterhalt gibt es durchaus verschiedene Meinungen?

      Dem "Zahler" ist der Betrag oft zu hoch,also aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar.

      Dem Empfänger ist der Betrag oft zu niedrig, er argumentiert:" Damit kann ich gerade dass "nötigste" an Kosten

      für das Kind decken ".

      Eure Meinung dazu?

      KM
    • Hallo,
      Das kann man nicht so pauschal sagen da die Zalbeträge von 254 bis 640 € gehen.
      Dazu noch das Kindergeld von mindestens 204€.

      Also für das eine Kind stehen 254+204 zur Verfügung und für ein anderes 640+204.


      Und dann denke ich, es kommt auf die Lebenssituation an. Wohnung/Haus in einer günstigen oder teuren Gegend.
      Hat jedes Kind ein grosses/kleines Zimmer.
      Wie sieht es mit Hobbies aus, etc.

      Sophie
      Niemals aufgeben, es gibt immer einen Weg, auch wenn er nicht zu dem Ziel führt, öffnet er meist neue Möglichkeiten!
    • Hallo Anna Sophie,


      In FB-Gruppen liest man oft, dass auch wenn das Kind beim Umgangselternteil viel Zeit

      verbringt(z.B. 70:30 ), auch dieser zusätzliche Kosten hat.

      Natürlich kostet ein Kind Geld, und der Unterhalt ist oft nur auf ALGII-Niveau.

      Aber der Umgangselternteil muss dann noch zusätzlich (oft hohe) Umgangskosten übernehmen,wenn die Entfernung Vater-Mutter größer ist.

      KM
    • KarlMarcks wrote:

      Aber der Umgangselternteil muss dann noch zusätzlich (oft hohe) Umgangskosten übernehmen,wenn die Entfernung Vater-Mutter größer ist.
      Hallo,

      wie der Unterhaltszahler weiß, kann bei entsprechenden Einkommensverhältnissen des Betreuenden und/oder eigenmächtigen Umzug des Betreuenden der Unterhalt wertend verändert werden.
      Im günstigsten Fall passiert das gleich bei der erstmaligen Unterhaltsberechnung. Ansonsten wird es leider kompliziert.
      Emotionale Debatten ändern aber nichts an den gesetzlichen Gegebenheiten.
      Ich weise immer gern darauf hin, dass sich Eltern abweichend von irgendwelchen Tabellen und ohne Gericht, Jugendamt und wen sonst noch so, auf individuelle Beträge einigen können, so lange dadurch keiner sozial bedürftig wird.

      Für eine Änderung des Unterhaltsrechts unter Berücksichtigung der tatsächlichen Betreuungsverhältnisse setzt sich auch der ISUV schon länger ein.

      Gruß Tanja
    • Hallo,
      Deswegen hab ich ja geschrieben, dass man das so pauschal nicht sagen kann.

      Ich habe meist einmal jährlich ausgerechnet, was die Kids kosteten (anteilige wohnungskosten der Kinderzimmer, anteilige Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Hobbies, die Ausstattung dafür, trainings- und Ferienlager, Handys, Klassenfahrten, kosten für Schule etc.).

      Nun ja, im Zweifelsfall war das mehr als Unterhalt und Kindergeld hergaben.

      Aber ich wollte halt auch nicht, dass sie durch die Trennung zurückstecken mussten. Und dadurch gab es Jahre wo die Beiträge für die Hobbies (leistungsturnen, Leichtathletik, handball, voltigieten, moderner fünfkampf, reiten, Musikschule, ballett - nicht alles gleichzeitig) allein schon 100 € im Monat betrugen.

      Und klar, man kann da auch anderer Meinung sein. Aber sie haben dadurch viel gelernt, viel gesehen und erlebt. Und auch das hat sie geprägt und zu den Menschen gemacht, die sie heute sind. Und natürlich haben gewisse Erfahrungen dafür gesorgt, dass sie ziemlich genau wissen, was sie wollen und wie sie das erreichen können.

      Sophie
      Niemals aufgeben, es gibt immer einen Weg, auch wenn er nicht zu dem Ziel führt, öffnet er meist neue Möglichkeiten!