Schlüssel für 12jährige

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    • Schlüssel für 12jährige

      Hallo an alle Forenteilnehmer

      Auch von mir eine Frage an die Allgemeinheit.
      Mein Partner hat eine Tochter aus der vorangegangenen Beziehung.
      Sie wohnt bei Ihrer Mutter, ist jede Woche einmal bei uns und jedes zweite Wochenende.
      Mein Partner gab seiner Tochter bereits als sie 10 Jahre alt war einen Schlüssel für das Haus, in dem wir wohnen, damit sie jederzeit reinkönne.

      Mir war das so nie recht, da ich gern wissen möchte, wann jemand im Haus ist und auch nicht möchte, dass das Kind allein da ist.
      Oder vielleicht noch mit Freundinnen.

      Dazu kommt noch, dass die Mutter des Kindes eine ziemlich schmerzfreie Dame ist, der ich durchaus zutrauen würde, mit dem Schlüssel des Kindes bei uns in der Wohnung aufzutauchen und sich umzusehen.
      Oder mit dem Kind zusammen hineingehen.
      Was ich schon gar nicht möchte.

      Wenn das Kind 2 Wochen in den Ferien weg ist, befindet,sich der Schlüssel im Haus ihrer Mutter.
      Ebenso, wenn wir mal einige Zeit nicht hier sind.

      Jetzt ist ihr Vater -mein Partner - einige Wochen nicht da.
      Ich habe darum gebeten, dass sie nicht allein ohne mich ins Haus gehen und mich vorher bitte informieren möge.
      Das,hat einmal,geklappt. Dann - einfach im Haus stehen und da sein......... Ohne eine Info zu geben.
      Wenn ich mich darauf schon nicht verlassen kann ????
      Mit 12 sollte man sich an Absprachen halten können ?

      Es kommt leider noch hinzu, dass das Kind extrem neugierig ist, uns belauscht, wenn wir uns unterhalten und sich die Schränke anschaut, wenn wir nicht da sind.

      Mag sein, ich komme als Kontrollfreak herüber, der ich aber so nicht bin.

      Vielleicht versteht Ihr auch meine Ängste und könnt mir Eure Meinung pro und kontra Schlüssel sagen ?!
      Ich wäre Euch sehr dankbar.

      Vielen Dank !

      Franbarde
    • Hallo Franbarde,

      da musst Du zuallererst mal Deinen Partner überzeugen.
      Ich kann mir gut vorstellen, wie Du Dich fühlst.
      Wir haben damals das Problem anders gelöst. Wir haben dafür gesorgt, dass keines der Kinder den Schlüssel mitnehmen brauchte.
      Du wirst vermutlich für Dein mangelndes Vertrauen in das Kind Deines Partners noch ordentlich Schelte bekommen. Leg Dir da bloß ein dickes Fell zu.
      Das wird sicher in der Pubertät nicht besser. Und Trennungs- oder Scheidungskindern spielen gern die Elternteile gegen einander aus oder schlagen sich im Loyalitätskonflikt auf die Seite eines Elternteils.
      Du wirst das Problem nur im Einvernehmen (und vielen Gesprächen) mit Deinem Partner lösen können.

      Viel Erfolg (für einen Kompromiss)
      Gruß Tanja
      Das Recht auf Dummheit wird von der Verfassung geschützt. Es gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit.
      Mark Twain
    • Hallo,

      Gibt es Evtl. Eine zwischenTür, die du abschließen kannst, so das das Kind nur bis im dem Flur kommt oder besteht die Möglichkeit die relevanten Räume abzuschliessen?
      Ansonsten würde ich das nicht zwingend erklären mit: ich habe kein Vertrauen ins Kind sondern was passiert Versicherungtechnisch wenn Kind vergisst abzuschliessen, die Tür Evtl. offen lässt und dann bei einem Evtl. Einbruch die Versicherung Probleme macht.

      Wenn du das alles nicht willst würde ich vermutlich einfach für diese Zeit das Schloss austauschen.

      Sophie
      Niemals aufgeben, es gibt immer einen Weg, auch wenn er nicht zu dem Ziel führt, öffnet er meist neue Möglichkeiten!
    • Hallo

      Versicherungstechnisch. ... Von der Seite habe iCh das noch gar nicht beleuchtet.
      Eigentlich nur von der Seite - ist das Kind allein im Haus und es passiert was , dann ist niemand da zur Hilfe.
      Sie ist ziemlich ungeschickt und wächst sehr schnell.
      Dadurch kam es in letzter Zeit zu vielen Verrenkungen, Umknicken, Armbruch. ........
      Arzt sagte, das passiert häufig, wenn ein Kind zu schnell wächst und die Muskeln und Sehnen nicht so,schnell hinterher kommen.

      Wir haben nur ein kleines Haus.
      Nein, eine Zwischentür gibt es nicht.
      Die Schlösser in den Zimmern sind ganz einfache, bringt also,auch nichts.
      Ich kann mit meinem Partner über alles reden.
      Nur will er halt, dass das Kind jederzeit hier herein kann.
      Wobei ich mich frage, wozu das sein muss ?
      Sie kann jederzeit zur betreuenden Mutter oder auch zur Oma um die Ecke. Von der sie übrigens keinen Schlüssel hat.

      Liebe Grüße
      Franbarde
    • Hi,

      google mal Nuki Smart Home Türschloss. Vielleicht ist das ja ein Kompromiss. Hat den Vorteil, dass du auch weißt, wenn sie da ist ;)

      Würdest du ihr auch keinen Schlüssel geben, wenn sie bei euch wohnen würde?

      Versicherungstechnisch ist ein vorgeschobenes Argument. Wenn du einen Schlüssel verlierst, hast du Pech gehabt, wenn jemand damit rein kommt, bei deinem Partner ebenso. Bei seiner Tochter hast du, je nach Police, noch den Vorteil, dass ggf. ihre Haftpflichtpolice für den Schaden (Zeitwert) aufkommt, von daher wohl eher ein Vorteil als ein Nachteil.

      Wahrscheinlich würde reden helfen: erklär ihr, dass du es nicht magst, wenn du nach Hause kommst und überrascht wirst. Frag sie, ob sie dir nicht einfach eine Nachricht schreiben kann, wenn sie rein geht, das würde viele Probleme lösen. Wenn es dann noch um seine Ex geht, dann hilft wirklich nur ein Smart Home Schloss, dass man mit dem Handy öffnet, denn kein 12-jähriges Mädchen fährt ohne ihr Handy weg ;)

      Gruß
    • Hallo Max ,

      Sehr gute Denkanstöße
      Das mit dem Schloß werde ich wirklich mal in Google suchen. Gute Idee.

      Wenn sie komplett bei uns wohnen würde ?
      Also,ganz ehrlich hätte ich ihr den auch nicht mit 10 schon gegeben.
      Allein schon um sicher zu gehen, dass sie nach der Schule wirklich auch zur Oma um die Ecke geht und damit auch betreut ist, bis wir Feierabend haben und sie dort abholen.
      So wie wir das auch an den Tagen gehalten haben, als sie bisher zu uns kam.

      Ich staune immer wieder, auf welche Ideen eine mittlerweile fast 12jährige kommt.
      Da wäre ich in dem Alter nie drauf gekommen.
      Manchmal wirklich bösartiger Unsinn anderen gegenüber - und man findet es witzig.....

      Ausserdem findet man es normal, ohne zu fragen mit Freundin (immer häufig wechselnd und uns teilweise zunächst unbekannt)
      zu erscheinen und ohne zu fragen einfach mit ihr rein zu gehen.

      Wir hatten es auch schon, dass sie von der Mama kam, bei der sie gerade die Wohnung geputzt hatte.
      Bei uns dann gleich geduscht, alle Klamotten im Bad auf dem Boden verteilt, halbe Überschwemmung verursacht ohne zu beseitigen - und sofort wieder Abflug.
      Brauch ich nicht wirklich so ...... Deshalb auch der Wunsch nach ein wenig Kontrolle


      Liebe Grüße
      Franbarde
    • Hallo Franbarde,

      vielleicht ist dein Problem gar nicht, dass sie nicht kommen soll, sondern, dass du anderes Verhalten von ihr erwartest. Klamotten nach dem Duschen wegräumen könntest du ansprechen. Wenn du erwartest, dass sie ihre Freunde vorstellt, könntest du sie auch darum bitten. Aber mal ehrlich: du einem Gefühl von heimisch sein gehört auch, dass man sich nicht anmelden und alle vorstellen muss. Und das ist doch das, was dein Partner seiner Tochter mitgegeben hat, wenn ich dich richtig verstehe.
      Mein Sohn ist bspw. 7. Wenn er jemanden draußen trifft, passiert es auch, dass er seinen neuen "Freund" mit rein nimmt. Da bei uns im Sommer die Haustür meistens aufsteht, kriegen meine Partnerin und ich das nicht unbedingt mit. Ich bin schon öfters Kindern im Haus begegnet, die ich nicht zuordnen konnte. Aber solange sie draußen sie Schuhe ausziehen und sich vernünftig verhalten nehme ich es hin. Jeder handhabt es anders, ich will dir nur mitgeben, dass das Verhalten deines Partners nicht außergewöhnliches ist. Ich habe auch den Schlüssel der Wohnung meiner Eltern. Und wenn die nicht da sind, gehe ich auch mal rein (schreib ihnen aber ne Nachricht, dass ich da bin). Sie haben aber auch meinen Schlüssel und können das gleiche tun, wenn sie wollen.
    • Hallo Max,

      ich vermute, dass der Umgang mit den von Franbarde geschilderten Situationen, nicht nur charakter- sondern auch ortsabhängig ist (und auch vom jeweiligen Kind).
      Ich würde hier (wo ich wohne) niemals die (Garten)türe offen stehen lassen.
      Aber auch charakterlich bin ich eher bei Franbarde. Mein Heim ist "meine sichere Burg". Wer zu mir eingeladen wird, wird (oft unwissentlich) geehrt. Auch wenn ich sehr gastfreundlich bin, würde ich nicht Hinz und Kunz im mein Castle lassen.

      Meine Kinder können selbstverständlich ihre Freunde mitbringen. Je jünger die Kinder, umso eher möchte ich den Freund oder die Freundin wenigsten beim ersten "Heimathafenbesuch" kennenlernen.
      Oftmals habe ich die Freunde aber schon außerhalb der eigenen vier Wände in sozialen Zusammenhängen getroffen. (Und ich rede mit meinen Kindern auch offen, wenn ich Bedenken hinsichtlich eines Freundes habe - ohne ihnen den Freund auszureden)

      Was Franbardes Ängste bezüglich der 12 Jährigen anbelangt: auch das kann ich nachvollziehen. Mein Stiefkind hat sogar mal während meines Aufenthaltes in einem anderen Raum richtig Mist mit/bei ihrer Freundin angestellt. - Nicht auszudenken, wenn ich nicht hätte eingreifen können :huh:

      Warscheinlich wird man eben auch aus diesen Erfahrungen, die hier sogar noch recht glimpflich ausging "klug".
      Wenn der Partner ähnlich tickt, ist das ja auch kein Problem. Problematisch wird es, wenn im Fall von Franbarde der Partner da eher locker sein kann als sie.

      Eine Lösung für das Dilemma habe ich auch nicht, das muss Franbarde nun - nach ein paar Inputs - mit ihrem Partner selbst aushandeln.

      Gruß Tanja
      Das Recht auf Dummheit wird von der Verfassung geschützt. Es gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit.
      Mark Twain
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