Kindesunterhalt / Mieteinnahmen

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    • Kindesunterhalt / Mieteinnahmen

      Hallo,

      meine Mutter ist letztes Jahr verstorben und hat mir eine kleine Wohnung vererbt.
      Kurz nach dem Todesfall hat meine Ex das Jugendamt darüber informiert, das mich daraufhin aufforderte, meine Einkommensverhältnisse offenzulegen.

      Ich habe wie bisher mein Einkommen in den letzten 12 Monaten angegeben (Januar bis Dezember 2018).
      Da die Übertragung der Wohnung erst im Januar 2019 erfolgte, wurden die Mieteinnahmen der Wohnung nicht berücksichtigt.
      Ist das aus Eurer Sicht korrekt?
      "Wer einen Fehler macht und nichts daraus lernt, der macht einen zweiten Fehler"
    • Hallo,

      kann man so machen. Wenn sie das aber nachfordert, dann musst du das angeben.
      Wann hast du die Auskunft erteilt? Anfang Januar 2019 oder im Dezember 2018. Und wann wurdest du aufgefordert?

      Aber, die Kosten für Wohnung etc. können natürlich von den Mieteinnahmen der Kaltmiete abgezogen werden.

      Sophie
      Niemals aufgeben, es gibt immer einen Weg, auch wenn er nicht zu dem Ziel führt, öffnet er meist neue Möglichkeiten!
    • Hallo,

      ich wurde vom JA im Januar 2019 aufgefordert und habe die Auskunft im gleichen Monat erteilt.

      Beim nächsten Auskunftsersuchen des JAs (in zwei Jahren) würde ich die Mieteinnahmen dann natürlich angeben.

      Gruß
      Integra
      "Wer einen Fehler macht und nichts daraus lernt, der macht einen zweiten Fehler"
    • Hallo,

      das JA schreibt nun, dass die Mieteinnahmen „zukunftsrelevant“ wären und in voller Höhe anzurechnen sind, auch wenn sie im betrachteteten 12-Monatszeitraum nicht angefallen sind.

      Ist das richtig?

      Gruß
      Integra
      "Wer einen Fehler macht und nichts daraus lernt, der macht einen zweiten Fehler"
    • Hallo,

      ja, das geht schon. Einfach vergleichbar mit du bist arbeitslos gewesen bis Dezember und hast ab Januar eien Job. Dann wird auch das Einkommen ab Januar genommen.

      Insofern musst du die Einnahmen (Kaltmiete) den Kosten (Hausverwaltung, Grundsteuer - sofern sie nicht zu 100 % auf den Mieter umgelegt wird), alle anderen Kosten, die nicht auf den Mieter umlegbar sind sowie Instandhaltungs- und Modernisierungskosten und Kredite in Abzug bringen.

      Sophie
      Niemals aufgeben, es gibt immer einen Weg, auch wenn er nicht zu dem Ziel führt, öffnet er meist neue Möglichkeiten!
    • Hallo,

      lies mal vom BGH folgendes Urteil: XII ZR 75/02

      Bestimmte Sachen dürfen - da zum Vermögensaufbau gehörend nicht in Abzug gebracht werden. Aber, wenn sie zum Vermögensaufbau gehören müssten sie dann im Bereich zus. Altersvorosrge (4 % vom Brutto) angerechnet werden können.

      Aber, alles was du an Nebenkosten nicht auf den Mieter umlegst, z.B. Gebäudeversicherung oder Grundsteuer etc., Hausverwaltungskosten etc. sind hier bei Vermietung und Verpachtung abzuziehen. Bei Instandhaltungskosten und Rücklagen bzw. dem Hausgeld müsste man schauen.

      Aber: ich kenne mich mit Eigentumswohnungen, die vermietet sind nicht aus.

      Gibt es noch Kredite, die auf die Wohnung laufen?

      Sophie

      Niemals aufgeben, es gibt immer einen Weg, auch wenn er nicht zu dem Ziel führt, öffnet er meist neue Möglichkeiten!