Kind hat keinen Plan zur Ausbildung

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    • Kind hat keinen Plan zur Ausbildung

      Hallo zusammen,
      meine Tochter die im Oktober 18 und wiederholt noch mal 10 Klasse um ihre Noten zu verbessern.
      Was soweit erst mal ok ist. Die Bitte auf die letzten Zeugnisse wurde
      abgelehnt. Auf die Frage über den geplanten weiteren
      Ausbildungsverlauf bekam ich nur die Antwort, dass „sie darüber noch
      keinen Plan haben“.
      Kann ich von meiner Tochter verlangen dass sie sich zu einer Berufsberatung begibt?
      Auf diese Weise wird doch nur versucht die Verweildauer im Unterhalt künstlich zu verlängern.
      Wie kann ich darauf Einfluss nehmen. Kontakt zum Kind besteht aktuell nicht.
    • Hallo,

      ich würde die Tochter anschreiben, wenn ansonsten kein Kontakt besteht.
      Ich würde ihr in dem Brief mitteilen, dass ab 18 Jahren beide Elternteile barunterhaltspflichtig sind. Und das ab 18 eine Änderung eintritt, sie hat nur Anspruch auf Unterhalt, wenn sie bedürftig ist und ihre Bedürftigkeit nachweist.
      Deswegen bittest du um eine aktuelle Schulbescheinigung.
      Gerne würdest du dich mit ihr treffen, um zu hören, welche Pläne sie nach der 10. Klasse hat und ob du ihr dabei helfen könntest.

      Und ich würde sie daraufhinweisen, dass zur Berechnung des Unterhaltes die Unterlagen beider Elternteile komplett vorliegen müssen und das das Jugendamt sie im Regelfall bis zum 21. Lebensjahr kostenfrei zu diesem Thema berät.

      Nachdem sie dir die Schulbescheinigung hat zukommen lassen, würdest du ihr deine Unterlagen geben.
      Und nach der Berechnung des Jugendamtes benötigst du die Berechnung des Jugendamtes sowie die Unterlagen ihrer Mutter um die Berechnung nachvollziehen zu können.

      Und sie möge dir bitte schriftlich mitteilen, auf welches Konto der Unterhalt ab ihrem 18. Geburtstag zu überweisen ist.

      Die Berufsberatung kannst du nicht erzwingen. Es ist allerdings so, dass sie - sofern sie keinen Ausbildungsplatz oder Schulplatz für das Abi nach der 10. Klasse vorweisen kann, sie auch nicht mehr unterhaltsberechtigt ab der Beendigung der 10. Klasse ist. Diese Übergangszeit geht nur, wenn sie dann im August/September etwas anderes macht.

      Sie ist nur während einer Schul- oder Berufsausbildung oder während eines Studiums unterhaltsberechtigt. Wenn sie keine Nachweise bringt, dann ist sie auch nicht bedürftig.

      Sophie
      Niemals aufgeben, es gibt immer einen Weg, auch wenn er nicht zu dem Ziel führt, öffnet er meist neue Möglichkeiten!
    • Velocat schrieb:

      Die Bitte auf die letzten Zeugnisse wurde abgelehnt. Auf die Frage über den geplanten weiteren Ausbildungsverlauf bekam ich nur die Antwort, dass „sie darüber noch keinen Plan haben“.

      Hallo Velocat,

      in welcher Form hast du diese Antwort erhalten? Hattest du dich aufgrund der früheren Diskussionen schon direkt mit der Tochter in Verbindung gesetzt oder erneut mit der Mutter?

      Besteht hier eigentlich eine Beistandschaft beim Jugendamt? Das könnte die Sache jetzt evtl. vereinfachen... ;)
    • Hallo Clint,
      von meiner Tochter habe ich weder email noch eine Handynr. Sie hat auch nie auf Geburtstags- Weihnachtskerten mit Füllung geantwortet.
      Die Antwort mit dem "Ohne Plan " ist von Mutti per mail gekommen. Beistandschaft besteht glaube nicht. Ich haben nur einen alten befristeten Titel.
    • Hallo,

      der Titel ist auf den 18. Geburtstag befristet?
      Dann könntest du in Ruhe abwarten und einfach den Unterhalt einstellen. Sprich der KM den letzten Unterhalt für den Oktober überweisen und dann muss die Tochter ja ihre Bedürftigkeit nachweisen.

      Klar wäre es netter, wenn du ihr einen Brief, wie von mir oben vorgeschlagen schreiben würdest.
      Das hätte auch den Vorteil, dass du sagen kannst, du bist ja grundsätzlich bereit Unterhalt zu zahlen, aber dir liegen eben nicht die Voraussetzungen und die Berechnung vor, so dass du das nicht machen kannst.

      Sophie
      Niemals aufgeben, es gibt immer einen Weg, auch wenn er nicht zu dem Ziel führt, öffnet er meist neue Möglichkeiten!
    • Hallo AnnaSophie,

      mit den Anschreiben des Kindes hatte auch so geplant. Ja, der Titel ist befristet. Das ich Unterhalt zahlen muss ist mir klar. Mir geht es halt darum das Kind und Mutti nicht mal einen mittelfristigen Plan haben. Nach diesem Schuljahr wird sie wieder nichts haben.
      Die Berechnung des selbigen wird eh interessant. Da ich wegen eines berufsbedingten Jobwechsel doppelte Haushaltsführung mache willich diese ab Volljährigkeit mit einfließen lassen.
    • Velocat schrieb:

      mit den Anschreiben des Kindes hatte auch so geplant.
      Moin Velocat,

      bestell mal schnell ISUV-Merkblatt #22 und füge es nach Durchsicht dem Anschreiben an die Tochter bei, dann habt ihr beide den gleichen Kenntnisstand über den Volljährigenunterhalt. Im Merkblatt wird auch die Zielstrebigkeit thematisiert, einschl. der Kontrollmöglichkeiten der Eltern (z.B. Zeugnisse).

      Und informiere uns bitte über den weiteren Verlauf. :thumbup: