Zum Thema Wechselmodell

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    • Moin KarlMarcks,

      mir ist gar nicht in Erinnerung, dass das in dem Beitrag so fiel.
      Aus meiner Erfahrung raus ist es so: Eltern, die ein Wechselmodell wollen, können sich auch - ggf. unter Inanspruchnahme von unabhängiger Beratung/Mediation - über den finanziellen Aspekt einvernehmlich austauschen und einigen.
      Wenn ein Elternteil das Wechselmodell nicht will, stecken mitunter auch finanzielle Interessen dahinter.

      Im Wechselmodell fließt nicht zwingend Geld von einem zum anderen Elternteil.
      Unterhaltszahlungen sind nur nötig, wenn die Einkommens- und/oder Vermögensverhältnisse sehr unterschiedlich sind.
      Bei geringen Differenzen im Einkommen und trotzdem Streit der Eltern stecken ganz andere Ursachen hinter dem Streit als der Bedarf des Kindes.
      Lösungen können und sollten dann in einer Mediation gefunden werden.

      Ich sehe hier den Gesetzgeber in der Verantwortung. So lange es keine gesetzlichen Regelungen für ein Wechselmodell gibt (Finanzen, Steuern, Familienrecht, Sozialrecht), wird es nicht - wie in anderen Ländern - wirksam etabliert werden können.
      Dazu muss aber in meinen Augen auch zwingend eine Neutralität des Jugendamtes als originär zuständige Behörde für die Familie (!) durchgesetzt werden.
      Wenn ein JA-Bearbeiter aus persönlichen Gründen ein Wechselmodell ablehnt, dann können die Eltern schon keine gute Beratung erfahren.
      Auch ist das Jugendamt generell (gesetzlich) nicht verpflichtet, Eltern, die ein Wechselmodell leben, zu unterstützen und beraten (siehe 18 Sgb 8). Das JA weigert sich schlicht, wenn man entsprechende Fragen (auch finanzieller Art) an es heranträgt.

      Wenn Probleme im Wechselmodell auftreten (die ihre Ursache nicht zwingend im Wechselmodell haben), versucht der (das WM ablehnende) Bearbeiter mitunter sogar eine Eskalation.
      Es braucht also (auch) Schulungen/Fortbildungen der JA-Mitarbeiter.

      Gruß Tanja (die vermutlich ein Buch über Vor- und Nachteile des WM schreiben könnte und die anregen würde, dass man viel mehr erwachsene Kinder nach ihren Erfahrungen mit dem Wechselmodell - auch die negativen - in Studien befragen sollte)
      Jeder Mensch kann irren,
      aber Dummköpfe verharren im Irrtum.
      Marcus Tullius Cicero
    • Hallo,



      aus dem Bericht wrote:

      Im Fall eines paritätischen Wechselmodells hätte er keinen Unterhalt zahlen müssen


      Ja es muss ein Umdenken, und "neu organisieren" auf ganzer Linie passieren.

      Es ist noch bei vielen das alte Gedankengut in den Köpfen: " Kinder gehören zur Mutter".

      Das WM als Leitbild wäre aber ein Schritt in die richtige Richtung.

      Ein Gericht/JA sollte erst einmal vom WM ausgehen und dann sehen ob dies möglich ist.

      Ich bin der Meinung derjenige der meint , das Residenzmodell kann nur das richtige sein,der sollte die Kinder dem Partner überlassen.

      KM
    • Hallo zusammen,

      ich denke auch, dass die gesetzliche Verankerung mit klaren Regeln für ein Wechselmodell wichtig ist, denn dann kann man sich daran orientieren und muss nichts mehr "verhandeln". Denn nicht bei jedem Paar klappt es gut die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einvernehmlich zu gestalten.

      Beim Jugendamt müsste man wahrscheinlich erstmal einen Großteil der Mitarbeiter austauschen. Vor allem die, welche selbst geschieden sind, denn die sind zu häufig befangen.

      Gruß
      Max