Zu Presseerklärung: ISUV fordert von der künftigen Regierung: Kinderbonus für alle Kinder und ihre Eltern

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    • Zu Presseerklärung: ISUV fordert von der künftigen Regierung: Kinderbonus für alle Kinder und ihre Eltern

      Liebe ISUV,

      ich folge Euch schon ein bisschen und bin begeistert dass es eine Organisation wie Eure gibt, die sich für die Belange von Getrenntlebenden und Geschiedenen mit Kindern einsetzt und dort auch politisch etwas voranbringt.

      Als ich Eure aktuelle Presseerklärung zum Thema Kinderbonus (isuv.de/isuv-fordert-von-der-k…e-kinder-und-ihre-eltern/) gelesen habe, haben sich mir allerdings ein paar Nackenhaare aufgestellt.

      Wenngleich ich den Ansatz Geschiedenen und Getrenntlebende nicht mehr wie Ledige zu behandeln, ja durchaus begrüße, so ist doch zu befürchten, dass ein Kinderbonus, der vom Betreuungsanteil abhängig ist, ein starker finanzieller Anreiz dafür ist, für einen noch geringeren Umgang einer Seite zu sorgen.

      Nicht immer beteiligt sich ja ein Elternteil weniger, weil er an einer Erziehungsbeteiligung prinzipiell kein Interesse hat, sondern, weil das Modell "Alle zwei Wochen das Wochenende" in Deutschland leider immer noch der von den meisten (allen?) Jugendämter, Rechtanwälten und Richtern getragene und umgesetzte Leitgedanke ist, an dem man selbst mit extrem viel Einsatz und gutem Willen doch immer wieder scheitert. Daran ändert auch das prominente BGH Urteil zum Thema "Wechselmodell" leider noch lange Zeit nicht wirklich etwas.

      Ein Kinderbonus der abhängig vom Betreuungsanteil gerechnet ist, entlastet sicher Alleinerziehende, was zu begrüßen ist, aber für Elternteile, die mehr oder minder absichtlich aus dem Alltag ihrer Kinder ausgeschlossen werden, ist das eine schlechte Nachricht, da es damit einen Grund mehr gibt, sie aus dem Alltag ihrer Kinder heraus zu halten.

      Herzliche Grüße,
      Nils