Unterhalt Student

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    • Unterhalt Student

      HALLO FORUM,

      bin neu hier und brauche Hilfe, wer kann mir einen Rat geben:

      Ich habe einen 21 jährigen Sohn (unehelich) der mit der KM in Berlin lebt. Ich lebe in München, die finanzielle Lage aufgrund der Jahre langen Unterhaltszahlungen (bis März 2017 noch Unterhalt für studierende Tochter), Miete, Lebenshaltungskosten etc. ist nicht gerade rosig. Mein bereinigtes Nettoeinkommen liegt bei 2100,00 EUR, die KM ist nicht leistungsfähig, da sie noch einen Sohn (im Nov. 2017 - 18 Jahre) hat, für den sie vom leiblichen Vater (warum auch immer) keinen Unterhalt erhält.

      Die letzten Jahre hatte ich nur sporadisch Kontakt zu meinen Sohn (immer dann, wenn er von mir etwas brauchte) und seit September 2015 (letzter Anruf zu seinem Geburtstag) herrscht Funkstille.
      Bis zur Erlangung der Hochschulreife (Abitur Juni 2015) und weitere Monate (Dezember 2015) habe ich Unterhalt gezahlt.

      Mein Sohn ist, nach dem er sich zum 1.10.21015 bei der Humboldt Universität Berlin eingeschrieben hat, ohne dort zielstrebig sein Studium zu beginnen, erst einmal im Dezember 2015 nach Australien aufgebrochen.
      Nach seiner Rückkehr im Juli 2016 bat ich ihn, mir mitzuteilen, wie er sich seinen weiteren Werdegang vorstellt. Bis auf eine kurze Whatsapp, in der er mir mitteilte, dass er ein Praktikum absolviert, mehr könne er nicht sagen, bekam ich keinerlei Auskunft.

      Ende September 2017 erhielt ich ein Schreiben seiner Anwältin, die mir mitteilte, dass mein Sohn zum WS 2017/18 sein Studium im Fach Sportmanagement an der Universität Potsdam beginnt. Er ist zum 1.10.2017 immatrikuliert (Bescheinigung wurde vorgelegt). Aktuell wohnt er noch bei der KM, geht jedoch davon aus, zum Vorlesungsbeginn eine Unterkunft im Studentenwohnheim zu haben. Nach den aktuellen Unterhaltsleitlinien fordert sie mich auf, Unterhalt in Höhe von 735,00 € zzgl. 46,84 (281,01 €/ 6 Semestergebühren) abzüglich Kindergeld = 590,00 € zu zahlen. Ebenso fordert sie mich auf, meine Einkommensverhältnisse bis zum 13.10.2017 offen zu legen und setzt mich gleichzeitig mit der ergebenden Unterhaltshöhe bereits jetzt in Verzug.

      Mein Sohn weiß aufgrund der Berechnung des Unterhalts für meine Tochter, dass ich leistungsfähig bin.
      Fragen:

      1. Kann und muss ich auf die Beantragung von Bafög bestehen, oder muss ich sofort den geforderten Unterhalt leisten?

      2. Bin ich zur Zahlung von Semestergebühren verpflichtet? - Studiengebühren gibt es an der Uni Potsdam nicht

      3. Kann ich auf die Vorlage eines Mietvertrages und einer Ummeldebescheinigung des EMA bestehen?

      4. Muss ich das „Bummeln von 2 1/2 Jahren“ bis zur Aufnahme des Studiums billigend in Kauf nehmen? Eine Zielstrebigkeit kann ich hier nicht sehen, andere Studierende sind da fast fertig mit dem Studium.

      Vielleicht könnt ihr mir raten, wie ich mich zum Schreiben der Anwältin äussern soll.
      Besten Dank

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Iri ()

    • Hallo Iri,

      BAFöG ist immer vorrangig zu beantragen ( google mal nach einem BAFöG-Rechner)

      und du bist sicher dass dein Netto bereinigt ist?



      "2. Bin ich zur Zahlung von Semestergebühren verpflichtet?"

      nein Semestergebühren müssen vom Regelunterhalt gezahlt werden.



      lg
      edy
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      (dies ist ein Laienforum,die Antworten sind nicht rechtverbindlich)

    • Hallo edy,

      vielen Dank für Deine Antwort.

      Also Antrag auf Bafög auch wenn ich leistungsfähig bin - habe schon mal gerechnet; Ergebnis war, dass mein Sohn kein Bafög erhält.

      Ja, es ist bereits errechnetes bereinigtes Netto.

      Kann ich die Anwältin anschreiben und ihr sagen, mein Sohn solle zuerst mal Bafög beantragen. Des weiteren, dass ich keine Semestergebühren zahlen werden und die Vorlage des Mietvertrages verlangen.

      LG Iri
    • Hallo Iri,

      einen Überblick erhälst du nach einem Blick in die "Unterhaltsleitlinien" deines zuständigen OLG

      z.B. google " Unterhaltsleitlinien OLG Frankfurt "

      siehe Punkt 13.1.2

      lg
      edy
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    • Hallo,

      ich gehe davon aus, dass du die letzten 2 1/2 Jahr keinen Unterhalt gezahlt hast.
      Und Eltern sind verpflichtet ihrem Kind die erste Ausbildung/Studium zu finanzieren.

      Was den Unterhalt angeht, ja, aber er muss dir auch die Unterlagen der KM vorlegen, selbst wenn sie nicht leistungsfähig sein sollte.

      Und ich vermute mal, dass er keinen Platz im Studierendenwohnheim bekommt, da dies überwiegend nach Prioritäten wie Entfernung vom Elternhaus etc. vergeben wird und er gut von Berlin nach Potsdam pendeln kann.

      Und er muss Bafög beantragen, auch wenn es abgelehnt wird. Evtl. wird es ja nicht abgelehnt, wenn die KM für ihn nicht leistungsfähig ist, da noch ein anderes Kind vorhanden ist.

      Und wenn er im Studentenwohnheim wohnen sollte, dann kann er einen Mietvertrag vorlegen und/oder die Ummeldebestätigung. Diese ist Voraussetzung, dass er die 735 € von beiden Elternteilen fordern kann. Allerdings musst du nicht mehr zahlen als du allein zahlen müsstest und dein Selbstbehalt im gegenüber beträgt 1.300 € .

      Bei 2.100 € wären das 580 - komplettes Kindergeld 192 = 388 €. Wenn die KM nicht leistungsfähig ist. Und wenn Sohnemann mehr haben will, dann muss er sich das woanders besorgen.
      Wenn ich das mal in den Bafög-Rechner eingebe, dann komme ich bei meiner Eingabe (du 45.000 €, die KM 15.000 € brutto) auf einen Bafög-Betrag in Höhe von knapp 370 € Bafög-Leistung.

      Sophie
      Niemals aufgeben, es gibt immer einen Weg, auch wenn er nicht zu dem Ziel führt, öffnet er meist neue Möglichkeiten!
    • Hallo,

      AnnaSophie schrieb:



      Wenn ich das mal in den Bafög-Rechner eingebe, dann komme ich bei meiner Eingabe (du 45.000 €, die KM 15.000 € brutto) auf einen Bafög-Betrag in Höhe von knapp 370 € Bafög-Leistung.
      ?????

      edy
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    • Hallo, ich habe mal grob gerechnet bei einem bereinigten Einkommen von 2100 plus Bereinigung plus Steuern etc. mit 45.000 jahreseinkommen brutto. Und bei der km 15.000 jahreseinkommen brutto. Und das wäre dann bei einem auswärtig wohnenden Studi die leistung. Vermutlich bekommt er nichts so lange er zu Hause wohnt.

      Sophie
      Niemals aufgeben, es gibt immer einen Weg, auch wenn er nicht zu dem Ziel führt, öffnet er meist neue Möglichkeiten!
    • Danke an alle für eure Hilfestellung.

      Ich habe heute einen Brief an die Anwältin meines Sohnes mit meinen Einkommensnachweisen geschickt und gleichzeitig mitgeteilt,
      dass
      1. mein Sohn vorrangig BAföG beantragen muss
      2. keine Semestergebühren von mir gezahlt werden, da diese - im Gegensatz zu den Studiengebühren - im Unterhalt bereits berücksichtigt sind
      3. ich bis zur Klärung - Ablehnungsbescheid über BAföG-Leistungen; Vorlage Mietvertrag,
      einen Unterhalt von 607 € abzügl. Kindergeld 192 €, ergibt für mich einen Betrag von 415 € gem. der DDT (Gruppe 4) bereit bin, zu leisten.

      Nun bin ich mal auf die Stellungnahme gespannt. Ich werde berichten.

      LG Iri