Zehn Regeln

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    • Zehn Regeln

      Zehn Gedanken für getrenntlebende Eltern mit Kindern

      1. Das Kind ist keine Geisel. Es können keine Bedingungen mit der Herausgabe verknüpft oder Entgegenkommen erpresst werden. Umgang wird nicht gegen Unterhalt getauscht und umgekehrt.
      2. Alles, was „beim anderen“ geschieht, geht mich nichts an, so lange das Kind nicht eindeutig und erheblich gefährdet ist. Ich habe kein Mitbestimmungsrecht über die Zeit des anderen mit dem Kind.
      3. Der ehemalige Partner war „gut“ genug, ein Kind mit ihm/ihr zu bekommen. Wenn ich nun plötzlich nicht glaube, ihn/sie auch nur eine Stunde mit dem Kind alleine lassen zu können, was sagt das über mich selbst aus?
      4. Was das Kind will und was das Kind braucht ist nicht zwingend dasselbe. Was ich will und was das Kind braucht erst recht nicht.
      5. Eltern sind Eltern, unabhängig davon, wer das Sorgerecht ganz oder teilweise innehat. Die Meinung, Haltung und Einschätzung des anderen Elternteils zu grundsätzlichen Belangen des Kindes verdient Achtung, schon als Bestandteil höflichen Umgangs unter Erwachsenen.
      6. Alle Konflikte, Dispute und Uneinigkeiten, die zwischen den Erwachsenen bestehen, gehen das Kind nichts an. Es muss davon nichts hören, nichts sehen und mitstreiten darf es erst recht nicht.
      7. Im Zimmer des Kindes hängt ein Foto des abwesenden Elternteils. Wenn nicht – was sagt das über mich aus?
      8. Vor dem Kind, gegenüber dem Kind und mit dem Kind wird niemals schlecht vom abwesenden Elternteil gesprochen.
      9. Wenn ich in Anbetracht einer neuen Partnerschaft des ehemaligen Partners/der ehemaligen Partnerin panisch werde aus Angst ersetzt zu werden, was sagt das über
      mein Vertrauen in die Bindung zu meinem Kind und dessen Liebe zu mir aus?

      10. Kinder in intakten Familien profitieren davon, dass Vater und Mutter unterschiedlich mit ihnen umgehen und unterschiedlich auf Situationen reagieren. Das ändert sich nach
      einer Trennung nur dann, wenn ich Unterschiede als Fehler oder Versäumnisse wahrnehme und Streit daraus entsteht. Der andere macht seine Sache gut. Auch und gerade
      dann, wenn er es anders macht als ich.

      Wenn du dein Kind mehr liebst, als du deinen Ehepartner hasst, dann benutze es auch nicht als Waffe gegen ihn!


      Gruß
      Villa
      Leben und leben lassen