Pinned Der Arbeitskreis Kinderrechte stellt sich im Forum vor.

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    • Der Arbeitskreis Kinderrechte stellt sich im Forum vor.

      Der Arbeitskreis Kinderrechte stellt sich im Forum vor.

      Mit Sabine Rupp Tel.: 09174 / 999770 von 8:00 bis 11:00 und ab 20:00 Uhr.
      eMail : Kinderrechte@isuv.de

      [img]http://up.picr.de/28248761oo.jpg[/img][img]https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/none/path/s5bf6ac1a753e31c5/image/i8202564d8e407149/version/1493740333/image.jpg[/img]

      Trennungen und Scheidungen bedeuten, dass sich eine Lebensgemeinschaft, die bisher allesmiteinander geteilt hat, auflöst. Je länger und intensiver diese Lebensgemeinschaft gewirkt hat,desto schwieriger wird das Auseinanderdividieren.
      Wir alle kennen das: Wem gehört die Waschmaschine, wem das Auto, wie teilen wir dasgemeinsame Haus auf?
      Das alles sind wichtige Fragen, die der Klärung bedürfen.Die wichtigste Frage bei einer Trennung ist aber, wie werden wir trotz Trennung unsererLebensgemeinschaft weiterhin unseren gemeinsamen Pflichten als Eltern gerecht.Das Grundgesetzt gibt uns hier die ganz klare und unabänderbare Vorgabe:

      Grundgesetz für die Bundesrepublik DeutschlandArt 6
      (1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
      (2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderstihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
      (3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzesvon der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn dieKinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.
      (4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
      (5) Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihreleibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie denehelichen Kindern.
      Wir müssen uns also auch nach der Trennung vollkommen gleichberechtigt und mit dervollkommen gleichen Pflicht, also 50 : 50 um unsere Kinder kümmern. Interessant ist derAbsatz 3, der meiner Meinung nach sehr oft überlesen wird: Gegen den Willen derErziehungsberechtigten dürfen Kinder nur von der Familie getrennt werden wenn.....Das heißt ganz klar, dass Kinder weder von einem Elternteil getrennt werden dürfen, noch vonder Restfamilie, bestehend aus Großeltern, Onkeln, Tanten, Cousinen, etc.

      Damit ist die Vorgabe, die der Staat und die Gesellschaft uns geben klar: Wir haben dafürSorge zu tragen, dass unsere Kinder trotz unserer Trennung als Paar, weiterhin an ihremangestammten Platz umgeben von der Fürsorge der Familie leben können.

      Was heißt das konkret?
      Kinder bleiben in der Familienwohnung! Eltern einigen sich, wer dort wie betreut. Es kann einElternteil dort mit den Kindern wohnen bleiben und dem anderen Elternteil zu dessenBetreuungszeiten die Wohnung überlassen. Es kann der Hauptwohnsitz der Kinder bleiben, indem sich die Eltern mit der Betreuung abwechseln.
      Was darf nicht passieren?
      Keiner der beiden Eltern darf dem anderen den Zugang zur Wohnung der Kinder verwehren.Keiner der beiden Eltern darf die Kinder aus ihrem gewohnten Umfeld reißen. Keiner derbeiden Eltern darf den anderen Elternteil vor den Kindern verleumden, schlecht machen.Keiner der beiden Eltern darf Gut, das den Kindern gehört, für sich allein beanspruchen.

      Was passiert wenn Eltern sich nicht auf eine weiterhin gemeinsam ausgeübteElternschaft einigen?
      Eltern die sich trennen, tun dies meist, weil es zwischen ihnen Probleme gibt. In fast allenFällen liegt da auch eine „Kommunikationsstörung“ vor. Für alles haben wir heute Therapien,Beratungen, Hilfen, die entweder der Staat zur Verfügung stellt oder die Krankenkasse, dieKirchen, die Wohlfahrtsverbände oder auch kommerzielle Hilfeanbieter. Für alles, nur nicht fürdie elterliche „Kommunikationsstörung“.Dabei hat diese Störung weitreichendere Folgen, als zum Beispiel ein Burn Out.Wenn Eltern nicht miteinander kommunizieren können, nachdem sie sich getrennt haben,können sie sich auch nicht weiterhin um das Wohl ihrer Kinder kümmern. So hat das der Staatbisher gesehen und daher meist eine Entscheidung gefällt, welcher Elternteil denn nach derScheidung betreuender Elternteil bleibt und welcher Elternteil seiner Betreuungspflichtentbunden und dafür zum Zahlvater oder zur Zahlmutter zu werden hat.Die Folge davon erleben wir tagtäglich: Scheidungskinder, die als Erwachsene dann plötzlichunter dem posttraumatischen Belastungssyndrom zusammenbrechen, Scheidungskinder, diewieder nur neue Scheidungskinder erzeugen. Scheidungskinder, die ihren Schmerz in Alkoholund Drogen ertränken bzw. damit benebeln. Scheidungskinder, die ihr Leben als Singleverbringen, weil sie sich selbst als beziehungsunfähig erleben. Scheidungskinder, die sich inirgend einer Weise pervertieren …., das will ich nicht näher ausführen. Scheidungskinder, diezum Arbeitsmessie werden, bis sie zusammenbrechen. Scheidungskinder, die ihreMenschlichkeit, ihre sozialen Fähigkeiten abgelegt haben zugunsten einer absolutenEllbogenmentalität und Egozentrik.Außer den Dingen, die mit den Kindern passieren, hat ein Nichteinigen der Eltern zur Folge,dass sich die Eltern immer in einer Art Belagerungszustand befinden, ständig in Erwartungvon neuen Angriffen des anderen Elternteils. Also Gerichtsverfahren in Sachen Umgang,Sorgerecht, Unterhalt etc. Ich kenne Paare, die es geschafft haben, innerhalb von zwei Jahrennach der Trennung über 20 Verfahren gegeneinander zu führen. Das führt bei den Eltern zuähnlichen Störungen wie bei den Kindern. Betreuungsmütter, die nach 10 Jahren Betreuungvollkommen ausgebrannt sind, keinen Job mehr haben, keine Möglichkeit sehen sich ihrenLebensunterhalt zu verdienen. Und Eltern, die reduziert sind auf das Zahlen von Unterhalt, wiesollen die denn ein gutes Eltern-Kind-Verhältnis entwicklen, wenn sie sich nur in der Rolle alsGoldesel sehen.

      Wie sollen Eltern nach der Trennung diese schweren Hürden meistern können?
      Eltern sollten sich in dem Moment, wo klar ist, dass sie sich trennen werden, zu einerTrennungsberatung gehen. Mein Ziel ist es, hier in Deutschland zu etablieren, dass es inunseren allerorten vorhandenen Familienzentren kostenlose Beratungen für Eltern und Kindergibt, die sich in Trennung befinden. Für alle trennungswilligen Eltern sollte ein Kurs wie„Kinder in Blick“ Pflicht sein. Die Helfenden und Beratenden sollten untereinander verknüpftsein, um eventuelle auftretende Probleme ganzheitlich gemeinsam lösen zu können. In denLösungsprozess gehören Kinder, Eltern, Schule, Therapeuten, Jugendamt, Mediatoren an denrunden Tisch, um hier gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Ich habe viele solcher runderTische initiiert. Anfangs bin ich zu diesen „runden Tischen“ immer mitgegangen. Inzwischenlenke ich sie nur noch von außen. Aktuell betreue ich hier im Großraum Nürnberg etwa 15Trennungspaare. Da wäre das zeitlich gar nicht mehr machbar, da ich das alles ehrenamtlichund nebenbei leiste. Aber hier können die Aktiven im ISUV unglaublich viel helfen. Deshalbsidn Elternverbände heute wichtiger denn je. Und es sollte keinen Elternverband mehr geben,der sich ausschließlich um die Rechte des Vaters oder der Mutter kümmert. AlleElternverbände sollten Trennungsfamilien als solche betrachten. Meine Slogans sind:Elternwohl = Kindeswohl – Gemeinwohl

      Alleinerziehend gibt es nicht, solange der andere Elternteil noch lebt und verfügbar ist.Nach der Trennung gilt: Getrennt gemeinsam erziehen.Das Zauberwort heißt Co-Parenting oder in deutsch: Gemeinsam Eltern bleiben!Kinder brauchen beide Eltern, Kinder haben ein Recht auf beide Eltern, Beide Eltern habenimmer gleichberechtigte Pflichten und Rechte gegenüber ihren Kindern. Elternschaft istnatürlich gegeben und kann nicht einem Elternteil durch den anderen genommen oderverwehrt werden.
      Kindern darf ihr gewohntes Umfeld nicht genommen werden, nur weil die Eltern sich trennen.Eine Trennung will genauso gut vorbereitet werden, wie eine Heirat!Sich trennen, heißt nicht sich entpflichten!Bevor es zu Gericht geht, um dort die Scheidung einzureichen ist ein Jahr lang Zeit. Diese Zeitmuss intensiv genutzt werden, um alle scheidungsrelevanten Fragen friedlich und hinreichendzu klären.
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