Kindeswohl

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    • Hallo,

      Zuerst möchte ich mich mal vorstellen.

      Ich bin der Michael aus dem schönen Allgäu/Kaufbeuren.

      Vor etwa acht Jahren, macht ich den Fehler zu heiraten :cursing:

      Ich erkannte leider viel zu spät (Liebe macht halt doch Blind), dass die Frau massive, psychische Probleme hat.

      Nun, ja, nachdem die gemeinsame Tochter im Oktober 2008 geboren wurde, verschlimmerte sich die Situation immer mehr.

      Ich kümmerte mich von A.uto bis Z.ahnarzt um alles.

      Mit Mühe und Not konnte ich genügend Geld verdienen, um uns über Wasser zu halten, ich verzichtete auf alles, weil sie das Geld nur so beim Fenster rausgeworfen hat und trotz eigenem Nebenjob immer wieder Schulden machte.

      Und ständig gab es Streit, wegen dem Geld, weil ihr die Wohnung nicht passte, nach dem Umzug passte dann die neue Wohnung auch nicht, sie wollte mehr und mehr, gleichzeitig bepöbelte sie mich, weil ich zuviel arbeiten würde und sie dann auf das Kind aufpassen müsse, sie hätte kein Leben mehr, uvm.

      Es war wie im Märchen vom Fischer und seiner Frau.

      Klar, alles psychisch bedingt und sie war auch in Therapie, bis die Kasse nicht mehr bereit war, zu zahlen. Wegen "Aussichtslosigkeit"!

      Unsere Tochter erkannte schon als Baby, wer der stabilere Elternteil ist und hängte sich sehr an mich. Das ist bis heute so geblieben und tatsächlich kommt die Mutter mit dem Kind nicht klar und es gibt ständig Stress mit den beiden, so dass auch schon mal die Nachbarn dastanden, weil sie glaubten, dem Kind passiert was, als ich nicht da war.

      Als sie sich einen "Freund" anlachte, war ich ganz froh :whistling:

      Endlich hatte ich meine Ruhe und auch meine Tochte blühte auf. Die Kindsmutter und Noch-Ehefrau, verbrachte nämlich die Nächte und Tage, bei ihrem Lover und kam nur noch in der Früh nach Hause, um sich umzuziehen, eventuell die Kleine anzuschnauzen und dann war sie wieder weg.

      Nur wenn ich nicht da war (Dienstreise) blieb sie in der Ehewohnung, um sich um die Kleine zu kümmern. Sobald ich zurückkam machte Sie sich auf, um zu Ihrem "Seelenverwandte" zu verschwinden :love:

      Schon damals hatten mich verschiedene Leute, inklusive dem Jugendamt, das ich zu dem Zeitpunkt schon um Hilfe gebeten hatte, da meine Tochter sich einfach zu sehr an mich gehängt hatte und auch im KiGa mehrmals Vorfälle mit der Mutter waren, die den Erzieherinnen Sorgen machten, gedrängt endlich "Klar Schiff" zu machen.

      Ich war allerdings zu weich und dachte, ich würde dem Kind schaden, wenn ich die Mutter "entsorge".

      Als die Kleine dann letztes Jahr in die Schule kam, wurde es allerdings extrem. Sie war auffällig und hatte Probleme mit dem Sozialverhalten. Ich schaltete eine Jugendpsychologin ein und diese stellte massive Beschwerden, verursacht durch die fehlende Mutter/Kind Bindung fest.

      Sie forderte mich auf, schnellstmöglich für klare Verhältnisse, sprich Trennung, zu sorgen. Das JA wurde darüber auch informiert und auch die machten Druck.

      In der Zwischenzeit arbeitete die Psychologin viel mit ihr und ich erhielt "Regeln", was ich zu tun hatte, um das zu unterstützen. Das lief gut. Die Kleine wurde sehr gut in der Schule, das Sozialverhalten war super, keine Probleme mehr. Und ich sagte meiner Frau, dass ich die Scheidung einreichen würde.

      Nun eskalierte die Sache! X(

      Der "Seelenverwandte" beendete sofort die Beziehung mit ihr. Ob das wohl damit zu tun hatte, dass er ein 58 Jähriger Berufshartzer ist und er Angst hatte, dass sie bei ihm einzieht.... :?: (Sie ist 43!)

      Und so war sie ab Ende März wieder bei uns! Es dauerte nur wenige Wochen und der Scheixxxhaufen explodierte.

      Da sie sich weigert, Vollzeit arbeiten zu gehen, kriegt sie keine Wohnung. Ein Vergleichsangebot meinerseits hat sie abgelehnt. Dazu muss gesagt werden, es gibt keinerlei ehebedingen Nachteil, gemeinsames Vermögen gibt es keines, da sie ja immer alles Geld sofort ausgegeben hat und es existieren nur Ersparnisse, die ich nachweislich VOR der Ehe hatte und sogar die sind geschrumpft. :S

      Also sitzt sie jetzt hier bei uns und macht uns das Leben zur Hölle. Und das meine ich wörtlich.

      Als Folge davon hatte die Kleine einen massiven, psychischen Absturz. Die Schule hatte mich, als ich auf Dienstreise war informiert, das sie seit einigen tagen unbeschulbar, hysterisch und gewaltätig sei. 8o

      Ich informierte die Psychologin und nach einigem Zögern das Jugendamt. Am nächsten Tag erfuhr ich vom Jugendamt, dass auch die Psychologin und die Schule Alarm geschlagen hatten.

      Es wurde eine massive Kindeswohlgefährdung, in psychischer Hinsicht, festgestellt. Ich habe daraufhin einer Inobhutnahme durch das JA zugestimmt und dadurch konnte ich innerhalb einer Woche einen Platz in einer REHA Klinik für Kinder u. Jugendliche ganz in der Nähe kriegen. Ganz tolle Einrichtung mit eigener Schule, Pferden, Sport-, und Schwimmtherapie, usw. Sie hat sich sogar gefreut und ich glaube ich war trauriger als sie, als ich sie hingebracht habe. ;(

      Die Kindsmutter hat erst zugestimmt, nachdem das JA ihr klargemacht hat, das sie sonst, vorläufig, kein Mitspracherecht mehr haben wird.

      Nun ist das Kind für sechs bis acht Wochen aus dem Haus und die Vorgabe des JA und der Psychologin ist, dass bis dahin meine Frau "weg" sein muss.

      Jetzt kommt der Juristische Teil.

      Ich hatte ihr Ende März angeboten, dass sie einen Teil meiner Ersparnisse, aus der Zeit vor der Ehe, haben könnte und das Auto. So könnte sie in Ruhe eine Wohnung suchen und damals hieß es von ihrer Seite auch noch, sie könne dann Vollzeit arbeiten gehen, ihr Chef habe sie eh schon ein paarmal gefragt. Allerdings lehnte sie das ab, weil ich sie ja eh nur betrügen wolle.

      Meine Anwältin hatte zu diesem Zeitpunkt schon festgestellt, dass keinerlei ehelichen Nachteile bestehen, die Ehe mit acht Jahren auch nicht als "lang" im Sinne von Unterhalt, nach der Trennung zu sehen ist. Ja, sie geht sogar davon aus, dass u.U. meine Noch-Frau, durch die zweieinhalb Jährige Beziehung, inkl Übernachtung, Tageweisen Fernbleiben und gemeinsamer Ausflüge, mit ihrem Freund, den Trennungsunterhalt verwirkt hat. Das hängt wohl vom Richter ab ?(

      Die Forderung der gegnerischen Anwältin finde ich unverschämt hoch, zumal sich die Berechnung von allem unterscheidet, was ich im Netz gefunden habe. Tatsächlich hat meine Anwältin mich nicht einmal gefragt, ob ich diese Forderung annehmen will, sie hat sofort gesagt:" Die Kollegin will wohl den Streitwert hochtreiben, das geht gar nicht, ich werde der jetzt erst mal schreiben, dass sie so riskiert, gar nichts zu kriegen!" :?: :?:

      Worum geht es mir?

      SIE MUSS ENDLICH RAUS! :cursing: :cursing: :cursing:

      Mir ist das Kindeswohl am Wichtigsten. Beim gemeinsamen Termin beim JA, bei dem auch die Lehrerin, die Schulsozialarbeiterin und die Psychologin anwesend waren, hat meine Frau gesagt, dass die Kleine nach der Trennung bei mir bleiben soll. Ich habe ab Mitte August eine Kinderbetreuung organisiert, so dass ich Beruf und Kind unter einen Hut kriege. Nur der Kinderbetreuung (AuPair) kann ich nicht zumuten, mit dieser Furie zusammenzuleben, die jetzt schon verkündet hat, dass "keine Schlampe" ins Haus kommt solange sie da ist! 8|

      Das JA und die Ärztin sagen klar, dass, solange die Kindsmutter da ist, eine Rückkehr des Kindes nicht ratsam ist.

      Meine Frau sucht sich keine Wohnung, stellt keinen Wohngeldantrag, macht also gar nichts! Auch kann sie jetzt angeblich doch nicht Vollzeit arbeiten. X( Und somit spielt sie mir den schwarzen Peter zu. Ich solle endlich das Geld überweisen, das ihre Anwältin fordert, dann wäre sie weg. (Auf meine Frage, ob ein Vermieter ihr ohne Job eine Wohnung gibt, nur weil sie ein Jahr TU bekommt, reagiert sie gar nicht.)

      Meine Anwältin rät mir, eine Frist bis Mitte/Ende August zu setzen, aber was, wenn diese Frist verstreicht? Sie hat auch gesagt, wenn meine Frau nicht arbeiten gehen will, besteht auch im Trennungsjahr die Möglichkeit, eine fiktives Einkommen festzulegen. Ja Sie rät mir sogar, jeden Anspruch auf TU abzuwehren, da sie der Meinung ist, das Verhalten meiner Frau könnte zumindest zu einer Minderung, wenn nicht sogar einem kompletten Verlust des TU führen.

      Weiß jemand, wie die Chancen stehen, einen "unwilligen" Noch-Ehepartner unter solchen Umständen innerhalb von 4-8 Wochen aus dem Haus zu kriegen?

      Ich weiß, das sollte ich meine Anwältin fragen, aber ich habe es schlicht vergessen und jetzt ist ja schon Wochenende und mir brennt es doch ganz schön auf der Seele. Ich möchte die Kleine wieder im Haus haben, auch wenn ich froh bin, dass sie jetzt sicher und versorgt ist und wahrscheinlich mehr Spaß hat, als im ganzen letzten halben Jahr. ;(

      LG

      Michael
    • edy wrote:

      Hallo Michael,

      Gegenfrage:

      Warum suchst du dir keine andere Wohnung? Wäre es machbar/finanzierbar?

      lg
      edy

      Hallo, Edy.

      Das habe ich mir auch schon durch den Kopf gehen lassen.

      Leider ist das finanziell nicht machbar, da ich ja trotzdem die komplette Miete für die jetzige Wohnung UND zusätzlich eine Wohnung für mich und die Kleine zahlen müsste. Wir stehen gemeinsam im Mietvertrag und da ist die Rechtsprechung ja ziemlich eindeutig.

      Bei ihr ist ja nichts zu holen, also würd der Vermieter sich an mich halten......
    • Ok, habe gerade einen Brief von meiner Anwältin bekommen.
      Sie hat jetzt die Berechnung für TU gemacht und die weicht erheblich von dem ab, was die gegnerische Anwältin fordert.
      Sieht so aus, als müsste ich laud dieser Rechnung sogar viel weniger zahlen, als ich freiwillig angeboten hatte.
      Außerdem hat sie der gegnerischen Anwältin ziemlich "kraß" mitgeteilt, dass sie eine Gerichtsentscheidung anstreben wird, wenn meine Frau sich nicht endlich eine Wohnung sucht und das auch nachweist.
      Sollte bis Ende Juli nichts passiert sein, wird u.U. mit Hilfe des "Gewaltschutzes" eine Entscheidung angestrebt, das bedeutet, das JA und die Psychologin werden ebenfalls vor Gericht Stellung beziehen müssen.
      Wenn ich daran denke, dass ich das friedlich regeln wollte......
      Geht es nur mir so, dass ich Anwaltsschreiben so derb finde, oder liegt das einfach an der Natur der Sache.
    • Hallo Papadonkey,

      Papadonkey wrote:

      Wenn ich daran denke, dass ich das friedlich regeln wollte......
      Geht es nur mir so, dass ich Anwaltsschreiben so derb finde, oder liegt das einfach an der Natur der Sache.


      So wie du deine Situation schilderst, ist das der einzige Weg. Anders ist solchen "Borderlinerinnen" nicht beizukommen. Auch wenn deine Ex dringenst professionelle Hilfe benötigen würde, ist es nicht mehr deine Aufgabe, ihr zu helfen bzw. die Konsequenzen ihrer Persönlichkeitsstörung abzufedern. Es geht in erster Linie um das Kind und es geht auch um dich und deine Gesundheit, die du als verlässliche Bezugsperson auch dringend nötig hast. Hast du Unterstützung?
      Gruß
      Kurt
    • kurtkurt wrote:

      So wie du deine Situation schilderst, ist das der einzige Weg. Anders ist solchen "Borderlinerinnen" nicht beizukommen. Auch wenn deine Ex dringenst professionelle Hilfe benötigen würde, ist es nicht mehr deine Aufgabe, ihr zu helfen bzw. die Konsequenzen ihrer Persönlichkeitsstörung abzufedern. Es geht in erster Linie um das Kind und es geht auch um dich und deine Gesundheit, die du als verlässliche Bezugsperson auch dringend nötig hast. Hast du Unterstützung?
      Gruß
      Kurt

      HI Kurt,

      Das ist witzig. Ich hatte das böse Wort "Borderline" gar nicht erwähnt ;)

      Aber Du hast Recht, es ist Borderline! Zwar versucht jeder "Profi" diese Diagnose zu vermeiden und es wurde immer von "multipler Persönlichkeitsstörung" geredet, aber ich hatte mich mal bei einem Hilfeforum für Angehörige angemeldet und die Beschreibungen passten genau.

      Naja, Unterstützung nicht direkt im klassischen Sinne.

      Die Kinderpsychologin hat nebenbei auch mit mir mal ein paar Gespräche geführt, die ganz gut geholfen haben. Sie konnte das wohl in der Therapie für die Kleine als "Beratung" mit unterbringen.

      Dann natürlich meine Schwester, aber die wohnt ziemlich weit weg, mit der kann ich ganz gut reden und die würde im schlimmsten Fall auch kommen und helfen, soweit es möglich wäre.

      Für mich war es eine echte Erleichterung, als das JA und die Psychologin die Aufnahme angeordnet haben, denn jetzt ist die Sorge um das Kind erst einmal weg. Und es geht ihr dort richtig gut. Sie ist die Jüngste im Moment und wurde schon von älteren Mädchen "adoptiert". Da sind fünf Mädchen zwischen 16 und 18 und die schleppen sie überall mit hin. Und die machen das komplette Programm, die gehen Reiten, Schwimmen, eine eigene Schule in der sie unterrichtet wird, Sport, Ernährungserziehung.......(Die machen dort alles von Essstörungen bis Pubertätsproblemen) :D Das ist echt eine große Unterstützung, nur was mich der Spaß an Zuzahlung kostet, steht noch nicht fest, aber egal, das ist es wert.

      Jetzt kann ich durchschnaufen und das ursächliche Problem angehen.

      VG

      Michael