Er sagt er will nichts.

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    • Er sagt er will nichts.

      Hallo!
      Ich brauche Rat! Mein Mann hat seit 4 Monaten ein Verhältniss mit einer jungen Arbeitskollegin. Er meint er empfindet nichts mehr für mich. Haben eine gemeinsame Tochter 7 Jahre. Haben bei meinen Eltern vor 10 Jahren dazugebaut. Im november 2015 wurde uns das gesamte haus von unseren eltern übergeben. Wir sind jetztndort angekommen das er jetzt eine Wohnung sucht, denn ich habe alleine gekämpft um ihn und er kann in seiner krise nichts mehr finden an mir. Er sagt er verzichtet auf alles, er will nichts von mir. Ich verdiene 690 Euro im monat, habe mir mal so ca. Ausgerechnet was ich fixkosten habe im Monat...650 Euro. Wie bitte soll ich das schaffen?
      Soll ich ihm eine Verzichtserklärung unterschreiben lassen? Muss die beglaubigt sein? Meine Hoffnung ist ja, wenn er jetzt mal geht das er sieht was er aufgibt, denn ich spür noch eine Verbindung zwischen uns. Wenn wir wieder zum Notar gehn und das alles ändern kostet das wieder soviel. Jetzt haben wir erst 5000 Euro bezahlt für das alles.
      Es ist zum verzweifeln. Ich weiss nicht wie ich das alles bewältigen soll geschweige wie ich unsere Tochter trösten kann wenn der Papa geht.
      Danke
    • Hallo Lichtengel 31,

      Wenn er nichts will ist es doch gut für dich.

      Was du nicht tun solltest, dass ihr beide gegenseitig auf Ansprüche verzichtet.

      Du solltest Kindesunterhalt (wenn Tochter bei dir bleibt) von ihm verlangen.Ebenso solltest du Trennungsunterhalt

      von ihm fordern.

      Einen Verzicht von Zugewinnausgleich würde ich aber dennoch beim Notar/RA formulieren lassen.

      lg
      edy
      edy is back again
    • Hallo Lichtengel,
      herzlich willkommen im ISUV-Forum.
      Zunächst ist es wichtig zu wissen, wer von euch für das Haus im Grundbuch zu welchen Anteilen als Eigentümer eingetragen ist. Das ist in deinem Beitrag nicht genau herauszulesen.
      Aufgrund deiner Schilderung schlage ich folgende Reihenfolge bei der Regelung eurer wichtigsten Angelegenheiten vor:
      - Anspruch auf Kindesunterhalt vom Jugendamt berechnen lassen (kostet dich nichts)
      - notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung
      - mit Regelung zum Zugewinnausgleich, falls dein Mann während der Ehezeit mehr Vermögen gebildet hat als du
      - mit Regelung zur Höhe des dir ggf. zustehenden Trennungsunterhalts

      Wie hoch ist das Nettoeinkommen deines Mannes?
      Gibt es (gemeinsame) Schulden? Wofür?

      Vereinbarungen zum Zugewinnausgleich und zum Trennungsunterhalt haben nur dann rechtlichen Bestand und bieten dir Sicherheit, wenn sie notariell beurkundet sind.
      Ich glaube, du wirst noch viele Fragen haben. Scheu dich nicht, sie hier einzustellen. Wir helfen gern.

      Gruß
      Villa
      Leben und leben lassen
    • Hallo Lichtengel,

      ich kann auch nicht genau herauslesen welchen Anteil am gemeinsamen Haus dein Exmann geleistet hat durch Eigenleistung oder Geldleistung. Aber es scheint so zu sein, dass er finanziell einen weit größeren Anteil getragen hat als du.

      Nun möchte er gehen und überläst dir alles. Aus dieser groben Sicht ist das ein gutes Verhalten deines Ex.

      Nun hast du Probleme weil du eine geringe Entlohnung hast; € 650.-. Warum machst du deinem Ex nicht den Vorschlag, dass er eure Tochter zu euch nimmt? Andererseits könntest du dich um eine andere Anstellung mit besserer Entlohnung bemühen. Du kannst auch überlegen dein Haus zu verkaufen.

      Ähnliche unbequeme Gedanken bürdest du deinem Ex auf wenn du Ratgebern folgst, die dir anraten Verzichtserklärungen deines Ex anzunehmen aber selbst keinen Verzicht zu leisten.

      Was sind das für Ratgeber?

      Liebe Grüße in der Hoffnung auf einen selbstständigen und eigenverantwortlichen Lichtengel

      Dogmane