Gruppenkurs für Trennungs- und Scheidungskinder

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    • Gruppenkurs für Trennungs- und Scheidungskinder

      Hallo zusammen,

      bei uns im Landkreis gibt es Gruppenkurse für Kinder aus Trennungs- und Scheidungskinder, im Rahmen der psychologischen Beratungsstelle. Das ist so eine Art Selbsthilfegruppe mit einigermaßen gleichaltrigen Kindern und Betreuung durch Sozial- oder Heilpädagogen, die Kinder helfen soll, das Erlebte besser zu verarbeiten und auch über Dinge zu reden.

      Ein befreundeter Sozialpädagoge hatte mir sehr zu diesem Kurs geraden, für meinen damals 8-jährigen Sohn, der u.a. - wie in dieser Altersgruppe in einer Scheidungssituation häufig - unter Schuldgefühlen litt.

      Nun stellte sich beim Vorgespräch heraus, dass Teilnahmevoraussetzung ist, dass das Kind selber gerne an dem Kurs teilnehmen möchte, also von sich aus motiviert ist. Ich fand das überraschend. Er war natürlich nicht selbst motiviert. Ich hätte es vermutlich schaffen können, ihn mit viel gutem Zureden dazu zu bringen, daran teilzunehmen, von sich aus hätte er aber nie gewollt. Jetzt - 1,5 Jahre später - findet wieder ein Kurs statt, aber die Situation ist eigentlich unverändert, selbst-motiviert ist er nicht. Zudem heilt die Zeit viele Wunden und ich habe den Eindruck, es ist sowieso schon besser geworden.

      Hat jemand Erfahrung mit solchen Kursen? Gibt es Kinder in dem Alter, die von sich aus sagen "Da will ich hin - das hilft mir bestimmt"? Ich finde das immer noch illusorisch.
      Was bringt so ein Kurs längere Zeit nach Trennung/Scheidung? Ich hatte den Eindruck dass gerade die Anfangszeit am Schwersten ist.

      Gruß
      Jon
    • Hallo Jon,

      Ich denke du solltest diesen Gruppenkurs deinem Sohn "schmackhaft" machen, und abwarten ob er nach dem ersten oder

      zweiten Treffen, dann freiwillig weitermachen will.

      Mein Sohn war zwar in keiner Gruppe, sondern in einem Einzelgespräch mit einem Therapeuten.

      Er war damals 16 Jahre alt, hatte Probleme mit der Schule (besonders mit den Lehrern).

      Nach einigen Treffen in der Beratungsstelle war er dann wie "ausgewechselt". Von da an ging's wieder bergauf.

      Wie er mir dann erzählte, bekam er keine "Gehirnwäsche" (das dachte er vorher).

      Er konnte sich auch mal richtig über Mama + Papa auskotzen.

      Ihm wurden viele Zusammenhänge erklärt.(warum eine Scheidung, auch eine friedliche, oft der beste Weg ist).Das er

      nicht Schuld an der Scheidung trägt.




      lg
      edy
    • Hallo edy,

      ja so ähnlich ist das hier auch.

      Im Prinzip ne Klasse Sache, aus meiner Einschätzung. Mein Kernproblem war eben nur, dass die Leiterin nur "selbstmotivierte" Kinder möchte, ihr reichte es nicht, wenn ich ihn nur dazu bringe, mitzumachen, er soll es von sich aus wollen.

      Und das kann ich mir beim meinem Sohn gerade gar nicht vorstellen. Andere Kinder sind da vielleicht anders.

      Gruss,
      Jon