Meine Gefühle in Lebenskrisen - Umgang mit Trennungsstress

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    • Auch normal

      Dass die Gegenseite immer Märchen schreibt, die einen auf die Palme treiben, ist auch nicht ungewöhnlich. Das heißt nur, dass der gegnerische Anwalt mit Hilfe deines Mannes DEINE KNÖPFE drücken kann und weiß wo die Schwachstelle ist. Funktioniert ja auch prächtig. Es gehört auch zur üblichen Strategie, kurz vorm finalen Termin nochmal so richtig auf die Kacke zu hauen, wenn keine Zeit mehr ist, darauf zu reagieren. Sollten die Richter kennen :rolleyes: .
      Schau bei dir, wieso er schafft, deine Knöpfe zu drücken. Den Rest überlässt du den Anwälten. Man kann auch damit üben. Ich hatte nach einigen Jahren Scheidungstheater auf wilde Anschuldigungen nur noch ein Lachen übrig, frei dem Motto: Oh du armes Sch...., ist das alles, womit du noch um dich werfen kannst? Wie armselig. Aufgehört hat alles erst mit einem Anwalt, der null-nicht auf den Blödsinn eingegangen ist und so hart in der Sache selbst verhandelt hat, dass es der Gegenseite irgendwann mal keinen Spaß mehr gemacht hat mit Anschuldigungen um sich zu werfen. Es hat zu nichts geführt. Es hat keiner hingehört, es ist keiner drauf eingegangen. Und ich habe darauf geachtet, dass ich sehr genau beobachte, wo meine Schwachstellen sind und dass die eliminiert werden. Dann wird es sogar in gewisser Weise lustig, wenn der andere deine innere Veränderung nicht mitbekommt und nur noch ein müdes Lächeln hervorlocken kann, wo er glaubt, voll in die Wunde gegriffen zu haben.
      Er kann dich nur verletzen, weil er weiß, dass du an der Stelle verletzlich bist. Wenn du da im Detail daran arbeitest und er keine Angriffsfläche mehr hat, wird es ihm keinen Spaß mehr machen. Und wenn er damit weiter macht? So what? Er kann dir nichts. Nur du allein bestimmst, wer dich wie verletzen kann. Spricht doch schon für seine Armseligkeit, dass er zu solchen Mitteln greift. Du bist stärker als solche peinliche Methoden! Du kannst ihn nicht ändern, ab du kannst ändern, was es mit dir macht und ob du ihm diese Macht zugestehen willst. Nur du kannst das, nicht der Anwalt. Der soll sich um die Sache kümmern, um´s Verletztsein kümmerst du dich alleine!
    • Liebe Frau Stark,
      oh ja es hört sich leider nach einer etwas länger werdende Sache an.
      Dieses Gefühl kenne ich zu gut, man knabbert erst einmal an diesen blöden Terminen, die nicht stattfinden und an Sachen, die auf einmal für einem selbst vollkommen "neu" sind ... also ja die berühmten Lügen.
      Meine Methode bisher war, und damit war ich auch (fast) immer erfolgreich, mich auf mein neues Leben zu konzentrieren, Dinge zu machen, die ich früher nicht machen konnte und jetzt endlich doch, neue Perspektiven, Hobby, Sport usw. suchen. Und dann, ganz wichtig: Ich habe mich angewöhnt diesen "Scheidungsstress" als eine Art "Projekt" zu sehen, an dem man sich dran setzt, wenn es erforderlich ist. Konkret habe ich folgende Strategie dann entwickelt:
      -Unterlagen, Briefe, Mails usw. schön säuberlich in einem Schrank abschließen, wo man nicht ständig die Dinge zwischen den Fingern bekommt. Am besten Schrank im Keller oder in der Garage. Ansonsten wälzt du ständig die Sachen und das wird nicht besser. Man muss sich irgendwie auch selber schützen. Die Dinge nur rausholen, wenn man was nachschauen muß oder seinem Anwalt eine Stellungnahme geben muss. Jeder hat hier seine Art. Und wenn alles vorbei ist, weg damit, alles archivieren bzw. wegwerfen - es sei denn du musst notarielle Sachen behalten. Klar. Ansonsten ist das nur Ballast für die Zukunft und den kannst du nicht gebrauchen!
      -Mit Freunden und Fachleuten (Anwalt, Psychologen, Selbsthilfegruppe, Foren wie dieser usw.) drüber sprechen. Da kann man sich ausheulen und den ganzen Stress loswerden. Und diese Hilfen muss man unterschiedlich lang in Anspruch nehmen. Das muss man selber abschätzen.

      Du bist nicht allein!
      und: "Auch ein Scheidungsverfahren ist endlich"
      In der Tat, irgendwann ist das auch vorbei! Je früher desto besser natürlich.

      lg und viel Kraft!
      Caro
    • Ha, das haben wir auch erlebt... als mein Freund sich scheiden ließ, hat die Anwältin seiner Exfrau eineinhalb Tage vor dem Scheidungstermin eine Klage auf Kindesunterhalt und Trennungsunterhalt/nachehelichen Unterhalt erhoben. Sie hat den Kindesunterhalt dabei absichtlich falsch berechnet (es ging um einen Fahrtkostenzuschuss des Arbeitgebers - den hat sie korrekterweise zum Einkommen dazu gerechnet, aber dann die nachgewiesenen Fahrtkosten nicht vom Einkommen abgezogen...). Dadurch hat sich die Scheidung um ein volles Jahr verzögert.
    • Hallo liebe Forumsmitglieder,

      ja, auch uns ist das passiert.

      Die Exfrau meines Freundes hat sich, obwohl sie meinen Partner betrogen hatte und bei der Trennung bereits schon schwanger von ihrem jetzigen Freund ist, enorm gegen das Trennungsjahr gewährt. Sie wollte mindestens drei Jahre Trennungszeit mit den Worten zu meinem Partner "damit Du die nächsten drei Jahre nicht wieder heiraten kannst". Als dies gescheitert war und feststand, dass es ein Jahr Trennungszeit gibt und nicht mehr, dann hat sie die Unterlagen zum Versorgungsausgleich nicht eingereicht. Es wurden mehrere Ordnungsgelder verhängt, die jedoch nicht vollstreckt wurden. Gott sei Dank hatten wir eine Richterin, die dann den Versorgungsausgleich vom Scheidungsverfahren abgetrennt hat.

      Mein Partner war vor dem Scheidungstermin sehr aufgeregt. Es ist nunmal irgendwie ein "finaler" Schlussstrich. Nachdem die Exfrau eine viertel Stunde zu spät erschien, schrie sie mir im Gang entgegen, dass mein Partner ihr Mann sei und es auch immer bleiben wird und ging mich danach auch noch körperlich an. Es war das absolute Grauen! Aber auch das hat ein Ende. Der Scheidungstermin an sich dauert nur eine viertel Stunde. Bei uns war es eine dreiviertel Stunde, da die Exfrau immer wieder den Saal verlassen hat, um mich anzugreifen.

      Aber wie gesagt, alles geht einmal zu Ende. Wir haben die Ordner mit den Dokumenten ganz weit weggeräumt und die Scheidung abends quasi begossen, um diesen Teil hinter uns zu lassen. Und ich glaube, dies ist emotional auch sehr wichtig. Was mir auch bei vielen geschiedenen Freunden aufgefallen ist, dass diese dann enorme Schwierigkeiten haben, sich wieder an eine Menschen zu binden und Vertrauen zu fassen. So geht es meinen Partner oft auch. Ich weiß, dass man es als Außenstehender immer einfacher sieht, ABER .. es lohnt sich. Glaubt an Euch und fasst wieder Vertrauen!

      Viele Grüße
      Zweitfrau
    • Hallo Susanne,

      ich war bei dem Termin anwesend, da zum Einen mein Partner zu dem Zeitpunkt aufgrund einer Wadenverletzung nicht Auto fahren konnte und ich der Chauffeur war und am Abend vor der Scheidung der Lebensgefährte der Exfrau meinen Partner bezüglich des Scheidungstermins bedroht hat. Auf Anraten unseres Anwalts sollte insofern eine weitere Person anwesend sein, um etwaige Übergriffe zu verhindern bzw. aussagen zu können.

      Nein, die Eskalation war nicht absehbar, weil ich davon ausgehe, dass eine normal denkende Person sich an allgemein gültige Verhaltensregeln halten kann. D.h. im Zweifel ignorieren und erhobenen Hauptes in die Verhandlung gehen. Auch ohne meine Anwesenheit wäre es zu dieser Reaktion gekommen. Ich finde es sehr bemerkenswert, dass Du solch ein Verhalten wohl schützen willst :thumbsup:

      PS: Natürlich war ich bei diesem Termin nicht in der Verhandlung, sondern habe draußen abseits am Gang gewartet. Die Exfrau hingegen hat einen Eilantrag gestellt, dass ihr Lebensgefährte mit in den Scheidungstermin darf. Dies nur am Rande!

      Viele Grüße

      Zweitfrau80
    • Hallo Zweitfrau,

      dann hätte es doch gereicht, du hättest deinen Mann dorthin gefahren , hättest ihn abgesetzt und wärst wieder gegangen. Das ist ja ein Termin der nur die beiden betrifft und dass da verletzte Gefühle hochkommen ist wohl vorauszusehen. Dass du als Frau Übergriffe vom Partner der Exfrau auf deinen Mann verhindern wolltest ist ja wohl ein Witz , oder? Und als Zeugen sind ja wohl genug Leute dort gewesen, Anwälte , Richter...

      Ich glaube eine normal denkende Person würde, als neue Partnerin ,zu so einem Termin nicht mitgehen, egal was der Partner der Exfrau beantragt hat. Das hat auch was mit Respekt zu tun.

      Durfte er denn dann mit rein? Kann ich mir gar nicht vorstellen.

      Sämsi
    • Hallo Sämsi,

      würde ich Zweitfrau antworten, wäre das sinngemäß deine Antwort.

      Gruß
      Susanne

      @ all
      Nach dieser Antwort von der betroffenen Userin - ich denke, jeder erkennt die ensprechende Textstelle - werde ich nicht mehr antworten. Wir kennen hier einiges im Forum, sind auch mit der Zeit unzimperlich geworden, aber soo unzimperlich nun auch wieder nicht.

      Sie hat schon in ihren anderen threads das eine oder andere rausgehauen, was zu einem dicken Hals, manchmal auch zu einem gewissen Würgereiz führte. Nö, das muss ich nicht haben. Ich bin im Laufe der Jahre seeehr geduldig geworden, aber jede Geduld hat irgendwann ein Ende. So kann sie meinetwegen mit ihrem Haustier reden - mit mir nicht.
    • Scheidung nach 16 Jahren getrennt lebend

      Dieses Gefühl kann ich gut nachvollziehen.Nachdem ich verlassen wurde 31.Juli 1999fiel ich 2 Jahre in ein tiefes Loch.
      Jetzt hat meine Frau die Scheidung eingereicht.Und es geht wieder los.Leider.Aber dann ist Schluss.Ich bin 72 und kann das nicht fassen. :)
    • Oh man, erstmal mein herzliches Beileid. Habe mir diesen Thread mal durchgelesen und das klingt nach einer Menge Frust.
      Ich habe etwas ähnliches bei einem mir bekannten Paar miterlebt, die ihre Trennung inzwischen hinter sich habe.

      Bei ihnen hat sich das ganze auch monatelang hinausgezogen und es ging hin und her.

      Wie ist der aktuelle Stand eigentlich?