Elternunterhalt

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    • Elternunterhalt

      Hallo zusammen,

      mein Mann hat auf Grund seiner Scheidung zu seiner Mutter und Schwester keinerlei Kontakt mehr. Beide haben sich im damaligen Scheidungsverfahren zur Exfrau gehalten und sich so schädigend verhalten, dass ein weiterer Kontakt unmöglich wurde.

      Gestern hat er über einen anderen Verwandten erfahren, dass seine Mutter Alzheimer in einem Stadium hat, wo sie in absehberer Zeit nicht mehr allein leben kann. Einen Mann hat die Mutter nicht.
      Da die Mutter weit entfernt wohnt, kann und will sich auch die Tochter nicht kümmern, so dass die Unterbringung in einem Heim geplant wird.
      Allerdings haben weder die Schwester meines Mannes noch die Mutter irgendwelches Vermögen, die Schwester / Tochter nur einen Halbtagsjob als Helferin und die Mutter ist Rentnerin mit kleiner Rente.

      Kann mir jemand sagen wer entscheidet ob jemand in ein Heim kommt oder Hilfe benötigt und hat man als derjenige der das Ganze zahlen werden muss irgendwelche Möglichkeiten Einfluss zu nehmen? Also z.B. erstmal eine Hilfe im Haushalt als gleich eine Einweisung ins Heim ?
      So wie wir es gestern erfahren haben sieht es so aus, dass die Mutter schnellstmöglich in ein Heim soll damit sich keiner kümmern muss und alle wissen, dass mein Mann so gut verdient, dass er wohlmöglich sehr viel zahlen muss.
      Wir haben in den letzten 10 Jahren grade einen sechstellingen Betrag für die Exfrau abbezahlt, nun geht es weiter...ich könnte echt...

      Danke für hilfreiche Tipps und viele Grüße
      ´stueck
      Nachahmung ist die höchste Form der Verehrung !
    • Hallo süssstück,

      die Freibeträge für Ehepartner und Kind(er) sowie fürs Wohnen (je nach Größe auch für eigengenutzte Immobilien) kannst du auf einigen Webseiten nachlesen, da hat es gerade zum 1. Jan. Änderungen zugunsten des Unterhaltspflichtigen gegeben.

      Jedoch, wenn Dein Mann soviel und gut verdient, wird er einen Teilbetrag zahlen müssen. Die Schwester kann dazu nicht herangezogen werden, wenn sie nur Teilzeit arbeitet.

      Vermögen, das der Mutter gehört, würde jedoch zuerst verwendet.

      Wenn die Schwester ebenso wie ihr nicht bereit oder räumlich in der Lage seid, die Mutter zu pflegen, wird ein Arzt bescheinigen, dann sie in ein Pflegeheim kommt. Und dann geht alles seinen Gang. Dein Mann wird angeschrieben und muss Auskunft über Einkommen und Vermögen geben.

      Ich kann Dich/Euch sehr gut verstehen, doch so traurig das ist, dass ihr bereits sechsstellig an die Ex gezahlt habt, er wird auch hier zahlen müssen, wenn er über den Grenzen liegt.

      Viel Glück von Frau Glück
    • Hallo ,

      @ Frau Glückvielen Dank für die Antwort.

      Was mich aber besonders interessiert ist, ob man als derjenige der das Heim dann zahlen muss auch irgendein Mitspracherecht hat ?
      Meine Nachbarn hatten z.B. eine Pflegekraft die im Haus gewohnt hat und weniger als die zu erwartenden Heimkosten gekostet hat.

      Kann die nicht leistungsfähige Tochter die Mutter in "irgendein" Heim geben, egal was es kostet und wir zahlen ?
      Oder hat mein Mann auch eine Möglichkeit sich zumindest einzubringen, um wenigstens einen geringen Einfluß auf die Kosten zu haben ?

      Weiß das jemand ?

      Viele Grüße
      ´stueck
      Nachahmung ist die höchste Form der Verehrung !
    • Hallo Suessstueck,

      um ein Mitspracherecht zu haben, müsste Dein Mann wohl wieder Kontakt aufnehmen oder sich selbst um ein Heim kümmern.

      Wenn er dies nicht tun möchte, wird die Mutter in ein überproportional teures Heim nicht kommen, da die Schwester die Kosten nicht übernehmen kann.

      Die Frage ist, ob eine Pflegekraft, offiziell angemeldet und zusätzlich Kost und Logis räumlich in der Wohnung möglich ist und ob die Kosten dann wesentlich geringer werden. Denn dann ist auch der Pflegesatz, der gezahlt wird, geringer.

      24 Std. Pflegekräfte sind in Deutschland für eine 1:1 Pflege nicht bezahlbar und die osteuropäischen Pflegekräfte wechseln oftmals spätestens nach drei Monaten wieder zurück in die Heimat. Man kann letztere zwar mittlerweile legal beschäftigen und anmelden, ist die Frage, ob dies ausreicht.

      Viel Glück von Frau Glück