Entfremdung - was habt ihr erlebt? Wie seid ihr dem begegnet?

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    • Entfremdung - was habt ihr erlebt? Wie seid ihr dem begegnet?

      Hallo miteinander,

      heute Mittag habe ich die ersten Einträge einer Linksammlung zum Thema PAS/Eltern-Kind-Entfremdung gemacht.

      Nun würde mich aber sehr interessieren, ob ihr schon Erfahrungen mit sich entfremdenden Kindern und/oder Beeinflussung von Kindern gemacht habt.

      Was habt ihr erlebt?
      Wie hat sich das Kind verhalten?
      Wie seid ihr damit umgegangen und wie hat sich eure Reaktion ausgewirkt?




      Es würde mich sehr freuen, wenn wir ein paar Fälle sammeln und evtl. vergleichen könnten.

      LG
      Tin
      Nichts macht die Menschen so unverträglich wie das Bewußtsein, genug Geld für einen guten Rechtsanwalt zu haben.
    • Noch ein wichtiger Hinweis zu PAS in der Linksammlung

      Liebe Forumsteilnehmer

      PAS wird manchmal von Betroffenen falsch zugeordnet. Nicht alles ist PAS!


      Ich habe hier mal den link von einem internationalen PAS Experten Dr. Dum eingebracht.

      Er beschreibt PAS sehr eindeutig und jeder kann leichter sehen, ob sein Fall ein PAS Fall ist.

      Liebe Grüße

      Der Gerechte



      vaeterfuerkinder.de/vfk1098.htm


      Übersetzung von Family
      Wars -The Alienation of Children
      by Peggie Ward, Ph.D. and J. Campbell
      Harvey, J.D.*




      Familienkriege
      - die Entfremdung von Kindern


      Zusammenfassung durch den Übersetzer**

      Christian T. Dum, Ph.D.
    • Hallo zusammen, hallo Tin,

      ich möchte an dieser Stelle auf Folgendes verweisen: Kind verweigert Kontakt - Erfahrungsaustausch
      Hier gibt es schon ein paar Erfahrungen und Meinungen zum Thema.

      Um auf deine Fragen zu sprechen zu kommen:
      Mit der Mutter darüber zu sprechen, machte keinen Sinn. Weder unter vier Augen noch mit Hilfe des Jugendamtes oder im Rahmen einer Mediation. Sie war nicht bereit, von ihrem Schwarz-Weiß-Denken (ich bin der Böse, sie das Opfer) abzurücken, sich selbst kritisch zu hinterfragen und zu erkennen, was sie nicht in erster Linie mir, sondern ihrem Kind antut. Ein Urteil des Familiengerichts zum Umgang konnte diesen regelmäßig(er) ermöglichen, aber gegen die Manipulation im Alltag sind diese wenigen Besuchstage offenbar chancenlos. Später hatte sie jegliche Kommunikation mit mir verweigert, auch gemeinsame Gespräche mit der Therapeutin unseres Kindes lehnte sie kategorisch ab.

      Als mein Kind noch kleiner war, hatte ich zunächst gedacht, es sei vielleicht zu klein, um das Ganze zu verstehen, und deshalb habe ich es nie thematisiert. Ich wollte auch nie negativ über die Mutter reden, um den Konflikt für das Kind nicht zu verschärfen. Ich hatte immer gehofft, es würde irgendwann anfangen, von sich aus Fragen zu stellen, aber das passierte nicht, bis heute.
      Als es dann älter wurde, habe ich punktuell, wenn es einen konkreten Anlass gab, versucht, Dinge zu besprechen, hatte aber immer das Gefühl, nicht wirklich "durchdringen" zu können.
      Vielleicht hätte ich viel früher viel offener sein müssen. Das Nicht-Reden bedeutete ja letztlich, das unwiderlegt (und damit in den Augen des Kindes offenbar als "richtig") stehen zu lassen, was die Mutter erzählt. Es gab nie ein "Gegenbild".
      Meine Hoffnung, das Kind würde sich eines Tages eine eigene Meinung bilden und das, was die Mutter erzählt, mit dem vergleichen, was es selbst bei und mit mir erlebt, erfüllte sich nicht.

      Der Kontaktabbruch vor zwei Jahren kam für mich völlig überraschend, und im Zuge des immer noch laufenden Rechtsstreits zeigt sich, dass mein Kind alles, was die Mutter sagt, vorbehaltlos zu glauben scheint.
      Ich habe lange überlegt, ob ich nun auf jeden Einzelvorwurf eingehen und alles explizit widerlegen soll, auch mit entsprechen Belegen. Aber letztlich habe ich mich nach Gesprächen bei einer Beratungsstelle dagegen entschieden, weil ich denke, dass es keinen Sinn macht, sich zu "rechtfertigen", solange das Gegenüber gar nicht offen ist für die Wahrheit und gar nicht bereit, etwas anderes als das eigene Weltbild zu glauben.
      Ich habe mich daher nur sehr allgemein von den Vorwürfen und der Art ihrer Entstehung distanziert, wehre mich in sachlich-rechtlicher Hinsicht, habe aber auch signalisiert, dass mir mein Kind wichtig ist und dass ich für Kontaktwünsche seinerseits offen bin. Ob es irgendwann wieder zu einer Annäherung kommt, weiß ich nicht.

      Gruß, HT