Ist ein Kind durch Samen und/oder Eizellspende erbberechtigt ?

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    • Ist ein Kind durch Samen und/oder Eizellspende erbberechtigt ?

      Hallo liebe Forenmitglieder,

      Ich habe eine Frage zu einem Beispiel-Fall, der mich schon länger beschäftigt.

      Angenommen:

      eine verheiratete Frau bekommt ein Kind durch eine Eizellspende mit Ihrem Ehegatten. Das Ganze ist nicht thematisiert in der Familie, es bestehen keinerlei Aussagen darüber. Offiziell wird das Kind als leibliches Kind angesehen.

      Die Mutter der Frau, also die Oma, will im Falle ihres Todes, an das Enkelkind vor Ihren anderen eigenen Kindern vererben. Zum Beispiel ein Haus.

      Meine Frage ist nun, wie verhält sich hier das Erbrecht ? Denn das Kind könnte ja rein biologisch keine Verwandtschaft zur Familie der Mutter aufweisen ?

      Sind die Geschwister berechtigt, einen DNA Test zu fordern und das Testament anzufechten ? Was würde das ändern ? Die Oma kann ja vererben an wen sie will ? Welche Konsequenzen hätte das für die Mutter des Kindes ? Rein rechtlich ist eine Eizellspende in Deutschland verboten.

      Was passiert, wenn das Haus an das Kind vererbt wird und die Eltern sterben und dann das Kind. Hat die biologische Mutter einen Erbanspruch an das Erbe dieses Kindes ?

      Ganz schön kompliziert...

      Vielleicht kennt sich jemand hier aus, dass Thema Kinderwunschkliniken und Samen/Eizellspende spielt in der heutigen Zeit doch immer mehr eine bedeutende Rolle.

      Vielen Dank für Eure Antworten

      Euch allen ein gutes neues 2014

      Frau Free
    • Hallo Frau Free,

      Frau Free wrote:


      Die Oma kann ja vererben an wen sie will ?

      Die direkten Nachkommen haben i.d.R einen Anspruch auf den Pflichtteil.

      Was darüber hinausgeht kann m.E. die Oma durch Testament vermachen wem sie will.

      Besser wäre hier eine Schenkung zu Lebzeiten mit einem Nießbrauch-/Wohnrecht usw.

      lg
      edy
      edy is back again, but where is Clint eastwood ?
    • Hallo Frau Free,

      Frau Free wrote:

      eine verheiratete Frau bekommt ein Kind durch eine Eizellspende mit Ihrem Ehegatten. Das Ganze ist nicht thematisiert in der Familie, es bestehen keinerlei Aussagen darüber. Offiziell wird das Kind als leibliches Kind angesehen.

      Es wird nicht nur als leibliches Kind angesehen, es ist auch das leibliche Kind. Immerhin hat die Mutter es doch geboren, oder? Was aber hier eigentlich entscheidend ist: es ist juristisch gesehen das Kind dieser Eltern, ob es nun deren DNA vererbt bekommen hat oder nicht. Wo ist das Problem: Die Mutter hats geboren, der Vater ist unbestritten leiblicher Vater.

      Frau Free wrote:

      Sind die Geschwister berechtigt, einen DNA Test zu fordern und das Testament anzufechten

      Natürlich nicht! Weil die biologische Elternschaft hier doch überhaupt nicht relevant ist.
      Wie es juristisch für die Eizellenspenderin aussieht, keine Ahnung.
      Gruß
      Kurt