in den meisten Fällen keine Chance für einen Neuanfang

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    • Hallo der Neue,

      ich finde gut, dass Du Dir hier Deine Not von der Seele schreibst.
      Manchmal kann man als Leser darauf gar nichts antworten. Weil man entweder ähnliches erlebt hat und weiß, dass Worte von Fremden an der momentanen Lage nichts ändern.
      Oder auch, weil man selbst mit manchen Dingen anders umgehen würde/umgegangen ist.

      Wenn Du hier etwas Trost finden oder irgendwann wieder Zuversicht fassen kannst, finde ich, dass sich Dein Schreiben gelohnt hat.

      Aus meiner eigenen Trennungsgeschichte (die scheinbar nicht so häufig so anzutreffen ist), kann ich Dir sagen, dass es einige Zeit braucht, bis man aus der Lage irgendwie wieder raus kommt.
      Rückblickend betrachtet würde ich weniger Augenmerk auf das Finanzielle legen und viel mehr die Emotionen aller (!) Beteiligten in den Blick nehmen.
      Es hat viel Arbeit bedeutet, viele Tränen gekostet. Sicher würde ich manches anders machen mit dem Wissen von heute.
      Dennoch bin ich froh über den Weg, den mein Ex, die Kinder und ich so gegangen sind, dass wir - nach inzwischen so vielen Jahren - miteinander einen guten Umgang haben.
      Ja, ich weiß, dass es nicht reicht, wenn einer das will. Und vermutlich hat das auch nur geklappt, weil wir Anwälte, Richter und das - in meinen Augen häufig inkompetente - Jugendamt wo immer es ging, gemieden haben. Auch manch gut gemeinten Ratschläge aus dem Familienkreis musste man ignorieren.

      Ich würde Dir - auch weil so viele positive Emotionen daran hängen - auch vorschlagen, sich nach einer neuen Bleibe umzutun.
      Dein Sohn muss seinen eigenen Weg gehen dürfen, fernab von den Verletzungen, die er vielleicht durch das Verhalten seiner Mutter zugefügt bekam.
      Und Du wirst vermutlich in einer neuen Bleibe nicht stecken bleiben in Deiner Entwicklung.
      Ich habe auch ein Haus hinter mir gelassen in das ich viel Herzblut gesteckt hatte.
      Und auch das hat gedauert, bis es nicht mehr weh tat.

      Ich habe den Eindruck von Deiner Art des Schreibens, dass Dir ein Neuanfang auch gelingen wird.

      Gruß Tanja

      P.S. Lohnsteuerklasse 2 bekommen Alleinerziehende, wenn sie für das Kind auch Kindergeld bekommen.
      Für 2021 geht das noch, wenn Du noch keinen bestandskräftigen Steuerbescheid für das Jahr hast.
      Mir reicht's, komm Einhorn, wir geh'n schaukeln!
    • Hallo Neuer,
      Euklid und Tanja haben sicherlich recht mit dem loslassen.Dann geht es einem besser und man kann nach vorne schauen.Ich für mich, habe es nicht geschafft loszulassen und stecke nach fast 3,5 Jahren noch im Sumpf fest. Wenn ich etwas zum Thema Unterhalt zu berechnen hatte, habe ich immer im den Smart- Rechner Gegoogelt und benutzt. Hab ihn mal mit deinen Daten zum Trennungsunterhalt gefüttert. Das mit den 1100€ liegt in der Toleranz. Dein Sohn habe ich erst gar nicht berücksichtigt da er durch eigenes Einkommen und Kindergeld über 18 vermutlich nichts mehr bekommt.
      Beim nachehelichen Unterhalt sieht es anders aus.
      Das ist auch schwierig zu beurteilen, da musst du schauen was im Gerichtstermin kommt.
      Bei meinem Bruder wurde der nachehelicher Unterhalt in einem Gesamtpaket mit Zugewinn usw. in einer langen Verhandlung geregelt.So hatte er am Ende zumindest einen fixen Zahlbetrag und konnte damit in die Zukunft planen.Für eine eventuelle Kreditaufnahme zur Auszahlung des EX Partners ist das ja wichtig.
      Nach den aktuellen Zinssteigerungen, steigenden Energie und Nahrungsmittelpreisen wird alles natürlich schwieriger zu finanzieren. Ich würde das durchrechnen, wenn bei einem Auszug die zukünftige Miete den Abtrag des aufzunehmenden Kredits bei Übernahme der Eigentumswohnung annähernd erreicht, spricht das für eine Übernahme. Auch muss bei Übernahme im Rahmen der Scheidung keine Grunderwerbsteuer gezahlt werden.Man könnte die Wohnung auch übernehmen und vermieten.
      Ja ich weiß, das sind alles finanzielle Dinge und loslassen wäre besser.Den Weg musst jeder selbst wählen und gehen.
      Ich denke in der Beziehung halt anders.

      Liebe Grüße
      Theo
    • New

      Hallo Ihr Lieben,

      das ich hier meine Situation niederschreiben durfte und auch Eure Reaktionen/Antworten darauf haben mir tatsächlich, zumindest für die Seele, viel geholfen.
      Dafür bin ich Euch allen jetzt schon sehr dankbar.

      Los lassen ...... da habt ihr sicherlich recht ..... nur .... für mich war und ist weiterhin die finanzielle Absicherung im Alter wichtig.
      Da ich, Stand heute, immer noch nicht weiß, was genau nun finanziell auf mich zukommt, versuche ich alle Hoffnungen weiterhin aufrecht zu erhalten, auch wenn es schwer ist, dabei optimistisch zu bleiben.

      Der Scheidungstermin und nun auch die Verhandlung wegen der angeblichen Einkommensverschweigung, wurden kurzfristig abgesagt, da nun der gegnerische Anwalt Bereitschaft zu einem Gespräch signalisiert hat.
      Ironischer Weise wurde im Schreiben des gegnerischen Anwalts an das Amtsgericht es so dargestellt, als ob ich nun bereit wäre, ein Gespräch führen zu wollen und aus diesem Grunde der Termin erneut verschoben werden muss.
      Kann nicht glauben, dass das Gericht dem Glauben schenken tut, das ich extra bis kurz vor dem Termin warte, dann Bereitschaft signalisiere und damit weiterhin Trennungsunterhalt zahlen möchte.

      Denke, daß ich eher so bin, wie Theo. Solange nichts geklärt ist, WAS ich WIE lange zahlen muss, ich weiterhin versuche die Wohnung zu halten.
      Nach dem Gespräch, sollte es denn überhaupt zu einem kommen, werde ich weiter sehen ..... bin mir aber fast sicher, daß es hier zu keiner Einigung kommen wird, da ihre Forderungen sicherlich so überzogen sein werden, das ich diese aus meinen nicht vorhandenen Eigenmittel sicherlich nicht erfüllen kann. Denn ihr Ziel ist ja nicht nur, so viel wie möglich rauszuholen, sondern uns (vor allem mich) aus der Wohnung zu haben.

      Einen Neuanfang werde ich und muss ich hinbekommen, egal wie dieser aussehen wird.

      Darf ich dennoch noch einmal auf meine ursprüngliche Frage aus meinem 2. Thread zurückkommen?
      Natürlich nur falls bekannt: Gab es denn auch Urteile, wo doch die finanzielle Situation des Unterhaltspflichtigen eine Rolle in den Urteilen gespielt hat?


      Liebe Grüße
      Der Neue
    • New

      Der Neue wrote:

      Hallo Ihr Lieben,

      das ich hier meine Situation niederschreiben durfte und auch Eure Reaktionen/Antworten darauf haben mir tatsächlich, zumindest für die Seele, viel geholfen.
      Dafür bin ich Euch allen jetzt schon sehr dankbar.

      Los lassen ...... da habt ihr sicherlich recht ..... nur .... für mich war und ist weiterhin die finanzielle Absicherung im Alter wichtig.
      Da ich, Stand heute, immer noch nicht weiß, was genau nun finanziell auf mich zukommt, versuche ich alle Hoffnungen weiterhin aufrecht zu erhalten, auch wenn es schwer ist, dabei optimistisch zu bleiben.

      Der Scheidungstermin und nun auch die Verhandlung wegen der angeblichen Einkommensverschweigung, wurden kurzfristig abgesagt, da nun der gegnerische Anwalt Bereitschaft zu einem Gespräch signalisiert hat.
      Ironischer Weise wurde im Schreiben des gegnerischen Anwalts an das Amtsgericht es so dargestellt, als ob ich nun bereit wäre, ein Gespräch führen zu wollen und aus diesem Grunde der Termin erneut verschoben werden muss.
      Kann nicht glauben, dass das Gericht dem Glauben schenken tut, das ich extra bis kurz vor dem Termin warte, dann Bereitschaft signalisiere und damit weiterhin Trennungsunterhalt zahlen möchte.

      Denke, daß ich eher so bin, wie Theo. Solange nichts geklärt ist, WAS ich WIE lange zahlen muss, ich weiterhin versuche die Wohnung zu halten.
      Nach dem Gespräch, sollte es denn überhaupt zu einem kommen, werde ich weiter sehen ..... bin mir aber fast sicher, daß es hier zu keiner Einigung kommen wird, da ihre Forderungen sicherlich so überzogen sein werden, das ich diese aus meinen nicht vorhandenen Eigenmittel sicherlich nicht erfüllen kann. Denn ihr Ziel ist ja nicht nur, so viel wie möglich rauszuholen, sondern uns (vor allem mich) aus der Wohnung zu haben.

      Einen Neuanfang werde ich und muss ich hinbekommen, egal wie dieser aussehen wird.

      Darf ich dennoch noch einmal auf meine ursprüngliche Frage aus meinem 2. Thread zurückkommen?
      Natürlich nur falls bekannt: Gab es denn auch Urteile, wo doch die finanzielle Situation des Unterhaltspflichtigen eine Rolle in den Urteilen gespielt hat?


      Liebe Grüße
      Der Neue
      Hallo Neuer,
      die finanzielle Situation des Unterhaltspflichtigen spielt eine Rolle. Vielleicht kannst du deine Frage diesbezüglich präzisieren.Wenn ich dich richtig verstanden habe liegt dein Verdienst 60% über den 3000€ Netto die deine Ex verdient.Nach Adam Riese verdienst du dann 4800€ Netto.
      Nur nebenbei, aus meiner Sicht sind das beides sehr gute Einkommen.So wie ich das vereinfacht verstanden habe, steht deiner Ex, den Trennungsunterhalt betreffend , nach Ermittlungen beider bereinigten Nettoeinkommen, aus der Differenz dieser , 3/7 zu.
      Was möchtest du da für ein Urteil finden? Das sind die halt die Regeln solange dein Selbstbehalt nicht unterschritten wird, wird der Einkommensunterschied ausgeglichen.Bitte korrigiert mich, aber der Selbstbehalt bzgl. Ehegattenunterhalt liegt doch bei 1280€?Das muss dir bleiben. Wenn man bei Dir mal die Nettowerte oben annimmt ohne sie zu bereinigen, dann ergibt sich eine Einkommensdifferenz von 1800€, 3/7 davon sind 771€. Das müsstest du an Sie zahlen.
      Wie gesagt ich bin kein Profi, du musst dir das am besten selbst ausrechnen.Du kennst deine Einkommenssituation am besten.Um das bereinigte Netto zu berechnen kannst du,
      soweit ich es weiß, pauschal 5% für berufsbedingte Fahrtkosten( je nach Gericht), Altersvorsorgebeiräge, zusätzliche Krankenversicherung usw.....vielleicht kann das nochmal jemand ergänzen, abziehen.
      Ich glaube du musst dich damit abfinden.
      VG Theo
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