Kinder wollen ab jetzt beim Vater leben

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    • Kinder wollen ab jetzt beim Vater leben

      Hallo zusammen,


      meine 2 Kinder wollen nach nun 6 Jahren bei der Mutter zu
      mir ziehen.

      Sie sind 12 und 10 Jahre. Sie hätten bei mir jeder ein Zimmer und einen
      Wohnortvorteil, da sie wesentlich näher an der Schule wohnen würden. Zudem hat
      sich ihr Wunsch über Jahre gefestigt.


      Da gemeinsame Absprachen mit der Kindesmutter nie möglich
      waren (bis auf Absprachen wegen Wochenenden oder Ferienzeiten wo ich die Kinder
      gesehen habe) und von ihr auch verweigert, bzw. blockiert wurden, kann ich
      schon jetzt davon ausgehen, dass sie versuchen wird, einen Umzug der Kinder zu
      verhindern. Von daher wird es wohl über Gericht laufen müssen.


      Ich habe mir einen Termin bei einer Elternberatungsstelle
      besorgt, um mich über möglichst korrektes Vorgehen in der Sache zu informieren.
      Einen gemeinsamen Termin dort wird die Kindesmutter mit Sicherheit ebenfalls
      nicht wahrnehmen.



      Ich möchte Euch gerne fragen, ob ihr schon ähnliche
      Situationen/Erfahrungen hattet und mir Tipps zu bestmöglicher Vorgehensweise
      geben könnt, z.B. gibt es einen Zeitrahmen, den man der Mutter zur „Umstellung“
      geben muss, müssen Kinder auf jeden Fall vorher beim Jugendamt vorsprechen,
      etc..


      Freue mich auf Rückmeldungen!
      Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.
      Marlon Brando
    • Hey Jey,

      ein "Allheilmittel" wirst Du in dieser Situation nicht bekommen.

      Im Vorfeld vermittelnde Gespräche können helfen, eine außergerichtliche Einigung herbeizuführen. So wie Du es darstellst, scheint das nicht in Frage zu kommen.

      Hast Du mal bei dem zuständigen JA nachgefragt, wegen eines Vermittlungsgespräches? OK, verbindlich sind solche Gespräche auch nicht.

      Du schreibst ja selbst, dass die KM auf solche Gespräche nicht anspringen wird.

      In den Fall bleibt Dir nur die Option, dass Du das Aufenthaltsbestimmungsrecht, durch ein Familiengericht, auf Dich übertragen lässt.

      Dazu solltest Du Dich an einen Fachanwalt für Familienrecht wenden, und diesen mit der Durchsetzung Deiner Interessen beauftragen.

      Im Vorfeld einer solchen Klage solltest Du prüfen, ob Du die Betreuung der Kinder sicherstellen kannst. Die Kinder wurden in den letzten Jahren durch die KM betreut. Zu Problemen kam es da, dem Anschein nach nicht. Jedenfalls beschreibst Du das nicht.

      Warum wollen denn die Kinder nun zu Dir?

      In dem Alter, würden die Kinder vermutlich auch vom Familienrichter gehört werden.

      Wie schon gesagt, was da raus kommt, kann Dir niemand sagen. Versuch es....

      LG chico
    • Hallo Jey,

      es wird ein harter Weg - darauf musst du dich einstellen. Ich lass einfach mal außen vor, bei wem die Kinder nun besser aufgehoben sind. Das kann und will ich gar nicht beurteilen. Ernst nehmen muss man auf jeden Fall den Wunsch der Kinder. Warum wollen sie die Veränderung? Gab es Zwischenfälle, die dazu geführt haben? Bevor du eine solch schwerwiegende Geschichte anstößt, sollte Sicherheit da sein, dass es nicht nur einer kurzfristigen Laune entspringt.

      Ich glaube, wichtige Dinge hast du schon veranlasst. Ohne fremde Hilfe wird es schwer. Jugendamt und Elternberatungsstellen können wichtige Verbündete für dich und die Kinder sein. Können - müssen es aber nicht.

      Eigene Erfahrungen habe ich persönlich nicht. In der weiteren Familie habe ich aber vor 1 Jahr erleben müssen, wie ein 13jähriges Mädchen in Bezug auf Aufenthalt und Umgang so sehr von der Mutter als auch von der beteiligten Beratungsstelle (die nach meiner Meinung den Namen einfach nicht verdient hat) vereinnahmt wurde. Es war eine andere Ausgangssituation als bei euch, da die Trennung frisch war und die Mutter über Nacht ausgezogen und direkt zum neuen Freund gezogen war. Bevor der 1. Umgang überhaupt stattgefunden hatte, waren Wochen vergangen. Danach nur Umgang in der Beratungsstelle unter Aufsicht der 'Beraterin'.

      Ich hab das nicht glauben können, wurde aber eines besseren belehrt und habe dann auch erfahren, dass diese 'Beraterin' es sich auf die Fahne geschrieben hat, dass Kinder grundsätzlich zur Mutter gehören. Sowieso. Und auch der Umgang mit dem Vater soll eher sparsam sein.

      Meine Ratschläge damals waren sehr begrenzt, ich fühlte mich selbst hilflos. Aber mein Rat, hartnäckig zu bleiben, Geduld zu haben und immer wieder den Kontakt zur Tochter zu erkämpfen, hat sich letztlich als erfolgreich erwiesen.

      Ich möchte dir keineswegs Angst machen, ganz sicher nicht. Lass dich nicht entmutigen, wenn du überzeugt bist, dass die Kinder bei dir gut aufgehoben sind, du deinen Beruf damit vereinbaren kannst und - vor allen Dingen - wenn die Kinder das auch wollen. Sei nur auf den einen oder anderen Stein gefasst, den man dir in den Weg legen wird.

      Viel Glück!

      Gruß
      Susanne
    • Hallo Jey40,

      auch ich wünsche Dir viel Glück und Durchhaltevermögen!
      Wenn ich sehe, wie Mütter Kinder manipulieren und das ungeschriebene Gesetzt "Kinder zur Mutter" nach wie vor Anwendung findet, wirst du eine Mammutaufgabe vor dir haben. Insbesondere, wenn die KM in keinster Weise mit sich reden lässt und sicherlich Himmel und Hölle in Bewegung setzen wird, nur um dir die Kinder nicht zu gönnen. Dass dabei die Kinder leiden, scheint leider nebensächlich.

      Sammle Gründe und Tatbestände, die einen Umzug der Kinder notwendig machen bzw. die Beweggründe der Kinder belegen. In den vergangenen Jahren wird es sicherlich Situationen gegeben haben. Argumentiere sachlich, aber bestimmt und bleibe hartnäckig. Es geht schließlich um das Wohl der Kinder!

      In deinem Fall dürften die jetzt anstehenden Sommerferien doch hervorragend geeignet sein, diesen Umzug zu vollziehen, wenngleich ein Gericht, so es dazu kommt, so schnell sicherlich nicht entscheiden wird.

      Ich weiß nicht, ob es bei der KM auch um finanzielle Befindlichkeiten geht - denn ab diesem Zeitpunkt muss sie zahlen und "verliert" damit Kindsutnerhalt und Kindergeld. Das dürfte oftmals mit ein Grund sein, warum Mütter Kinder "behalten" möchten. Lass dich jedoch auf keinen Fall darauf ein, dass sie nicht zahlt. Jeder Vater MUSS zahlen, sie als Mutter dann also auch!!

      Nochmals viel Glück von Frau Glück!
    • Hallo an Alle,

      schönen Dank für Eure Rückmeldungen und euren Zuspruch. Ja, der Wunsch kommt von ihnen und hat sich über Jahre gefestigt, also seit mind. 2 Jahren haben sie den Wunsch schon öfter geäußert. Ich war eher derjenige, der sie immer noch etwas vertröstete (musste), da die bisher noch besuchte Grundschule direkt bei der Mutter um die Ecke war (einen Ort weiter) und von mir aus einfach in seinem Alter nicht gut zu erreichen gewesen wäre.
      SIe sagen, sie wollen einfach jetzt ihre Zeit bei mir haben. Wollen mich öfter sehen und auch mit mir den Alltag erleben.
      Dazu noch kommen noch einige ergänzende Gründe, wie dass sich um sie dort nicht richtig gekümmert wird, sie den Partner der Ex nicht ganz so mögen, Schulentfernung.. Ich denke, der erste Grund bleibt aber der wichtigste
      Habe auch lange überlegt, ob ich den Kindern nicht mehr gefallen tue, wenn sie dableiben, damit sie weniger Ärger im Leben haben. Sehe aber andererseits die Tatsache, dass sie ihren Wunsch unterdrücken müssten und erleben, dass man sich sein Leben nicht aussuchen darf. Das möchte ich ihnen nunmal nicht vermitteln.
      Ja, wahrscheinlich bleibt zu hoffen, dass sie selbst vor Gericht und nach "Manipulation" sie bei ihrer Meinung bleiben, wobei ich davon ausgehe, so wie ich sie kenne, sonst würd ich es nicht versuchen.
      Ich selbst werde den langen Atem haben, habe ich in den letzten Jahren schon gegen wirklich einiges standhalten müssen, und bin grad mal warmgeleaufen :)

      Schöne Grüße
      Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.
      Marlon Brando
    • Huhu

      das mit den " Kinder zur Mutter" ist Quatsch.

      Sinnvoll : eine Zusammenarbeit mit dem zuständigen JA die beide Seiten anhört und Kinder. Dann das ABR beantragen. Leider müssen die Kinder evtl vor Gericht aussagen ( das geschieht durchaus behutsam). In dem Alter dürfte der Wille der kinder durchaus ausschlaggebend sein.

      Dennoch: guck das ihr euch wie auch immer einigt;-) Viel Erfolg, wir haben es durch...

      Lg
    • Hallo zusammen,

      diese Situation kenne ich leider nur zu gut. Wenn man mit der Mutter darüber reden will um zu vermitteln, dann kriegt man sofort eine Absage, beziehungsweise sie stellt sich sturr. Hoffentlich habt ihr eine Lösung gefunden und sie leben nun bei dir.

      Grüße
      Andy
    • Es hat geklappt!!

      Hallo liebe Leute,

      wie versprochen wollte ich mal Bescheid geben, wie es geklappt hat und ja der Umzug
      der Kinder hat funktioniert, sie leben nun seit August diesen Jahres bei mir
      und sind sehr zufrieden :)

      Trotz extremsternKontraeinstellung konnte die Mutter es nicht verhindern, da der Wunsch der
      Kinder doch groß und eindeutig war und ist. Auch das Jugendamt hat die Sache
      fast ein Jahr verzögert und einen absichtlich mit Unwahrheiten verfassten
      Bericht abgeliefert, um mich als Vater schlecht darzustellen und vom Umzug
      abzuraten.
      Obwohl ich nicht viel vom Jugendamt erwartet habe, hat selbst das meine kühnsten negativen
      Erwartungen bei weitem übertroffen! Aufgrund dieser extrem falschen
      Behauptungen werde ich auch noch gegen die Dame vorgehen.
      Zum Glück konnte ich die Falschaussagen in der Stellungnahme des JA einerseits klar an
      Fakten widerlegen, andererseits war es zum Glück in letzter Konsequenz gar
      nicht nötig, da die Kinder ihren Wunsch völlig eindeutig formuliert haben und
      aufgrund dieses Berichtes vom JA einen Brief an das Gericht geschrieben haben,
      welchen die Richterin wohl auch entsprechend zu werten wusste.

      Obwohl die Mutter es bis zur letzten Sekunde mit allen Mitteln versucht hat zu blockieren
      haben zu guter letzt die Kinder gesagt, sie bleiben einfach hier, worauf die
      Mutter und ihre Anwälte keine Chance mehr hatten und aufgegeben haben.

      Ich kann nur sagen es war ein sehr harter und oftmals sehr frustrierender Kampf, aber es hat sich
      gelohnt Daher möchte ich jedem Mut machen für die Wünsche seiner Kinder
      einzustehen, es lohnt sich!! IDie Kinder spüren wahre Liebe und in Punkti Liebe siegt die Wahrheit doch zum Schluss (zumindest wenn man seine Kinder erreichen kann, was ich zum Glück immer konnte) Ich danke auch allen, die mir hier ihren Mut zugesprochen haben!!

      Meine Jungs fühlen sich jetzt bei mir gut aufgehoben und sind glücklich darüber, frei ihre
      Meinungen äußern und entspannt zu leben zu können.

      Wer Fragen oder ähnliche Probleme hat kann mich immer gerne anschreiben allerdings schaue
      ich nicht immer regelmäßig hier hinein. Antworten können daher eventuell ein
      wenig dauern, dafür bitte ich um Verständnis.

      Liebe Grüße an Alle!
      Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.
      Marlon Brando