Unterhalt bei ein Kind bei Mutter und ein Kind beim Vater

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    • Unterhalt bei ein Kind bei Mutter und ein Kind beim Vater

      Hallo liebe Mitstreiter,

      ich habe folgende Situation:
      Ein Kind (11) lebt bei der Mutter und ein Kind (14) lebt beim Vater.
      Bis noch vor ein paar Monaten lebten beide Kinder bei der Mutter. In Sachen Unterhalt gab es einen Pfändungsbeschluss für beide Kinder.
      Gerichtlich ist erwirkt worden, dass für das Kind, welches beim Vater, der Pfändungsbeschluss um den Anteil reduziert wurde.

      Nun läuft der Pfändungsbeschluss für das Kind welches bei der Mutter lebt weiter und umgedreht, ist die Mutter nicht gewillt Unterhalt für das Kind zu zahlen, welches beim Vater wohnt.

      Frage:
      Kann man den Unterhalt der Kinder gegenseitig aufheben lassen, wenn schon bei jedem Elternteil ein Kind wohnt?

      Beste Grüße
      HePas
    • die Höhe des Unterhalt ist eigentlich egal, betrug aber zuvor für das ältere Kind 288 Euro und für das jüngere, welches noch bei der Mutter lebt, aktuell 245 Euro.
      Was mich jedoch stlört, dass die Mutter weiter vom Vater Unterhalt kassiert und selbst nicht bereit ist welchen zu zahlen.
      Mich interessiert eher, ob man den Unterhalt gegenrechnen darf. Mein Anwalt konnte die Frage auf die schnelle nicht beantworten.

      Edit: Vollzitat gelöscht (Gruß Kurt)

      The post was edited 1 time, last by kurtkurt ().

    • Hallo HePas,


      Ein aufrechnen des Unterhaltes ist rein rechtlich nicht möglich.


      Entscheidend ist die Leistungsfähigkeit des Jeweiligen Partners.


      So kann es schon mal vorkommen das der eine Partner Unterhalt zahlen muss, und der andere mangels


      Masse eben nicht.


      Wie hoch ist denn das Einkommen der Mutter ?


      lg
      edy
      Probier's mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe........
    • Hallo HePas,

      Die 1100-1200€ müssten noch bereinigt werden. Bei einem Selbstbehalt von 1000€ dürfte da nichts

      mehr für eine Unterhaltszahlung über sein.

      Die Mutter hat eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit ( muss also mehr Arbeitsstunden leisten) oder Nebenjob

      annehmen.

      lg
      edy
      Probier's mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe........
    • Hallo,

      HePas wrote:

      Kann man den Unterhalt der Kinder gegenseitig aufheben lassen, wenn schon bei jedem Elternteil ein Kind wohnt?
      ich verstehe die Frage des Fragestellers so, dass er wissen will, ob das Gericht bei derartigen Fallkonstellationen eine Regelung dahingehend treffen kann, dass keiner der Eltern für den bei dem anderen Elternteil lebenden gemeinsamen Kind Unterhalt zu zahlen hat.

      Wenn ich mit diesem Verständnis der Frage richtig ligen sollte, lautet die Antwort klar und eindeutig "nein".

      Wenn beide Elternteile aber bereit sind, an einer einvernehmlichen Regelung in einen derartigen Fall mitzuwirken, bietet sich folgende Regelung an:

      Es wird zunächst - entweder einvernehmlich oder durch das Gericht - geklärt, welchen Kindesunterhalt der jeweilige Elternteil an den jeweils anderen Elternteil zu zahlen hat. Im Anschluß daran wird eine Vereinbarung zwischen beiden Elternteilen dahingehend getroffen, dass - soweit gleichhohe Unterhaltsbeträge zu zahlen sind - sich beide Elternteile jeweils zur Freihaltung des andren Elternteils verpflichten.

      Soweit unterschiedlich hohe Unterhaltsbeträge geschuldet werden, verpflichtet sich derjenige Elternteil, der den höheren Unterhalt zu zahlen hat gegenüber dem anderen Elternteil, diesen von Unterhaltsansprüchen des Kindes, welches bei demjenigen Elternteil wohnt, der den höheren Unterhalt schuldet, freizuzuhalten.

      Weiterhin verpflichtet sich der Elternteil, der den höheren Unterhalt schuldet gegenüber dem anderen Elternteil, an diesen den Differenzbetrag aus beiden Unterhaltsbeträgen zu zahlen und letzterer sich zur Freihaltung des erstgenannten von Unterhaltsprüchen des bei ihm lebenden Kindes verpflichtet.

      Eine derartige freihaltungsvereinbarung ist gesetzlich zulässig und führt dazu, dass unnötige "Hin- und Herzahlungen" vermieden werden.

      Mit freundlichen Grüßen
      Prinzip
    • Hallo pastafrass,

      genau deshalb hatte ich darauf hingewiesen, dass die von mir vorgeschlagene Handhabung guten Willen von beiden Eltern voraussetzt.

      Aber einmal unabhängig davon darf ich auf Folgendes ninweisen:

      Es ist nicht ersichtlich, welche Gefahren aus dieser Handhabung entstehen würden. Falls sich eine Partei von der Freihaltungsvereinbarung lösen sollte, bleibt dem anderen Teil immer noch die Möglichkeit, die Zwangsvollstreckung zu betreiben. Er hat dann nämlich die gleichen Rechte, die er auch ohne die getroffene Freihaltungsverpflichtung gehabt hätte.Seine Rechtsstellung wird durch diese Vereinbarung in keiner Weise verschlechtert.

      Mit freundlichen Grüßen
      Prinzip

      The post was edited 2 times, last by Prinzip ().

    • Hallo HePas,

      wenn dein Unterhaltstitel aufgrund fiktiven Einkommens entstanden ist, solltest du das auch bei der KM tun. Immerhin hat sie eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit - nur zwingen kannst du sie nicht. Also - du kennst ja ihre Denke und den Weg, den sie damals beschritten hat. Hier ist falsche Bescheidenheit aus meiner Sicht fehl am Platz, hier geht es um Fairness und Gleichbehandlung. Denn sonst steckst du bzw. dein Kind zurück.

      Gruß von Frau Glück