Erstattung seuerlichen Nachteils

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    • Erstattung seuerlichen Nachteils

      Hallo Ihr Steuerkundigen,

      vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.

      Mein Mann zahlt EU an seine Ex und sie hatte die Anlage U unterschrieben, den Unterhalt jedoch bei der Steuer nicht angegeben. Nun musste sie das nachholen und wir haben gestern von ihr den geänderten Steuerbescheid / Seite 1 von ihr erhalten. Daraus geht hervor, dass der Betrag den wir ihr erstatten sollen um ca. 30% höher ist als das, was wir für 2010 von unserem Finanzamt erhalten haben.

      Unser Steuerberater teilte uns nun mit, dass er mit der Seite 1 des geänderten Bescheides ihre Einkünfte nicht nachvollziehen kann und alle Unterlagen ( alter und neuer Steuerbescheid mit allen Seiten ) braucht. Die Ex tobt aber schon wieder, weil sie die Steuer angeblich schon bezahlt hat und eine sofortige Erstattung von uns erwartet.

      Meine Fragen sind:

      1. Hat mein Mann anrecht auf beide kompletten Steuerbescheide der Ex, oder welche Unterlagen stehen uns zu, um ihre Forderung zu überprüfen ?
      2. Wie lange haben wir Zeit den Nachteil and die Ex auszugleichen ? Haben wir die Zeit die Forderung zu prüfen, oder flattert wie angedroht jetzt wieder was von ihrem Anwalt ins Haus ? Im Scheidungsvergleich steht nur, dass er bei Zustimmung zur Anlage U den steuerlichen Nachteil ausgleichen muss, aber nicht bis wann.

      Dankeschön für Eure Hilfe
      ´stueck
      Nachahmung ist die höchste Form der Verehrung !
    • Hallo 'Stück,
      dein Mann bzw. sein Steuerberater muss doch nachvollziehen können, wie der geforderte Nachteilsausgleich zustande kommt und ob die Höhe korrekt berechnet ist. Es könnte es ja auch sein, dass bei dem Bescheid der Ex die Änderung nicht nur auf das Nicht-Angeben der UH-Zahlung beruht, sondern auch noch andere Faktoren eine Rolle spielen. Und das kann man auf Seite 1 allein nicht ablesen. Und wenn der Steuerberater sagt, er benötige dafür den kompletten Bescheid, dann solltet ihr den unter Fristsetzung auch einfordern und bis dahin natürlich auch nichts bezahlen.
      Vielleicht meldet sich auch jemand, der mit einem ein entsprechenden Urteil aufwarten kann.
      Denn auf mich macht das den Eindruck, dass ihr es mit einer Ex zu tun habt, die einsichtigen Argumenten nicht unbedingt zugänglich ist.
      Gruß
      Kurt
    • Hallo,

      da liegst Du richtig, denn alle Schwierigkeiten münden in Wochenenden, an denen das Kind "nicht zu uns will", daher ist mein Mann extrem vorsichtig mit Bitten oder Forderungen an die Ex, denn der kleinste Ärger ( ob berechtigt oder nicht ) bedeutet meist, dass er sein Kind mal wieder nicht sieht. Deshalb frage ich hier nach Erfahrungen, ob uns ein detailierter Steuerbescheid zusteht um die Forderung zu überprüfen und ob es Zahlungsfristen gibt.

      Kleinbeträge zahlt mein Mann eh schon um Ruhe zu haben, aber hier geht es um mehrere tausend Euro, das kann man ja nicht so einfach aus der Portokasse zahlen...

      Vielleicht weiß ja noch jemand anders was aus Erfahrung ?

      Grüße
      ´stueck
      Nachahmung ist die höchste Form der Verehrung !
    • Hallo 'Stück,

      ich kann mir nicht vorstellen, dass es bei dem Gezicke um die Anlage U, von dem man so oft hört und liest, keine keine Gerichte damit beschäftigt wurden.
      Andererseits kann ich mir ebenso gut vorstellen, dass das nicht zwangsläufig bei Oberlandesgerichten landete, deren Urteile leichter zu ergoogeln sind, da der Fall doch hier ziemlich eindeutig liegt: Ex hat Forderungen an deinen Partner. Eine Forderung ist ausreichend zu begründen und das ist mit der Vorlage von Seite 1 des Bescheids eben nicht gegeben.
      Im übrigen besteht bei solchen Belangen die gegenseitige Auskunftspflicht der Ex-Partner.
      Und da hier keine Vertrauensbasis besteht, wäre dein Partner schön blöd, letztlich ungeprüft Geld hinüberzuschieben.
      Aber offenbar ist er auch erpressbar durch das Umgangs-Gezicke der Ex. Dazu mein Rat: Wenn sich das häuft, eine gerichtliche Umgangsregelung durchsetzen. Von alleine wird die nie damit aufhören und durch Entgegenkommen auf guten Willen zu hoffen, führt auf Dauer und unter dem Strich zu absolut nichts. Aber das ist ein anderes Thema.
      Gruß
      Kurt