Frust

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    • hallo Ihr Lieben,
      auch auf die Gefahr hin, dass Ihr mir sagt, ich hätte es von Anfang an gewusst, muss ich einfach mal Dampf ablassen. Sonst platze ich.

      Die letzten Wochen waren einfach so anstrengend. Erst wurde das Haus meines Partners und seiner Ex-Frau verkauft und da musste entrümpelt werden. Da Ex ja keinen Finger krumm gemacht hat, blieb alles an meinem Partner und irgedwie auch an mir hängen. Ich also ganz brav geholfen und ihre Arbeit gemacht. Und was ist? Als "Dankeschön" werde ich von ihr beleidigt und auf der Strasse blockiert! Da könnte ja noch was Wertvolles im Haus sein. Ja ne ist klar. Erst faul und dann noch unverschämt, das geht ja mal gar nicht! Und nein, ich war nicht der Trennungsgrund. Sie ist abgehauen und zu ihrem neuen Freund gezogen. Mein Partner und ich haben uns etwa ein 3/4 Jahr nach der Trennung kennengelernt.
      Und dann auch der Stress, weil die Kinder neuerdings ständig da sind. Nicht das ich sie nicht mögen würde, aber es war (und ist) einfasch zuviel. Eigentlich sollten die Kids alle zwei Wochen am Wochenende und die Hälfte der Ferien da sein. Jetzt ist es aber so, dass sie pllötzlich jedes Wochenende und die ganzen Ferien, ausgenommen zwei Tage, da waren/sind. Die KM nutzt es aus, dass mein Partner Angst hat, die Kinder nicht mehr zu sehen und schiebt sie zu uns und diktiert die Besuchszeiten. Besonders seit des Hausverkaufs. Bin fix und fertig. Mir ist das einfach zuviel. Vor allem, weil da keine Zeit mehr für uns als Paar bleibt und ich in den Ferien eigentlich auch hätte lernen müssen (ich hole nebenbei mein Abi nach und kommende Woche beginnen die Abiklausuren). Zumal ich immer wenn die Kids da sind allein auf dem Sofa nächtigen muss, da der Platz nicht ausreicht und mein Partner mit ihnen das Schlafzimmer bewohnt. Das soll zwar geändert werden, aber das dauert noch. komme mir dann einfach total überflüssig vor.
      Das wir in Bezug auf Kindererziehung unterschiedlich "ticken" ist da eher schmückend Beiwerk. Und mehr oder weniger zu vernachlässigen.
      Ich bin selbst auch geschiedene Mama und mein Ex-Mann und ich besprechen den Umgang doch auch miteinander. Und das haben wir von Anfang an gemacht. Die KInder als Druckmittel einzusetzen finde ich einfach nur schäbig, damit schadet man ihnen doch. Wie kann ich als Mutter behaupten, meine Kinder zu lieben und dann sowas machen? Das geht mir nicht in den Kopf. Aber das ist wohl gar nicht so selten. Und da behaupten alle von sich, erwachsen zu sein.

      So. Das musste einfach mal raus.
      Liebe Grüße
    • Hallo Du,

      den Spruch " hast Du ja alles gewußt" kenne ich auch, aber ganz ehrlich: Niemand weiß wie sich eine Beziehung entwickelt, aber bei uns Zweitfrauen wird das gern damit abgetan. Ich denke besonders der Punkt wie quälend das sein kann, wenn ein Expartner immer manipuliert, erpresst oder wie Du es nennst diktiert, das weiß niemand vorher und erlebt es erst wenn es soweit ist. Nach einer Trennung ist man halt normalerweise bemüht den Ex nicht mehr zu sehen, wenn man nicht mehr miteinander kann, aber das geht ja nicht wenn Kinder im Spiel sind. Ich kann Dich daher gut verstehen.

      Zu den Problemen die Du hast kann man als Außenstehender immer schlecht raten, aber eine Bemerkung muss ich doch loswerden. Dass Du auf dem Sofa im Nebenraum schläfst wenn die Kinder da sind geht für mich gar nicht, ich denke das ist auch gegenüber den Kindern ein schlechtes Signal wenn die Partnerin für die Kinder "weicht". Sicher gibt es doch auch noch eine andere Lösung die allen Familienmitgliedern einen Platz ermöglicht der nicht vor einem anderen "geräumt" werden muss. Das würde ich jedenfalls nicht mitmachen.

      Gruß
      ´stueck
      Nachahmung ist die höchste Form der Verehrung !
    • Hallo Blackspeel,

      auch ich kann Deinen Frust durchaus nachvollziehen. Zum Glück sind wir hier in einem Forum, wo auch die Zweitfrauen ein Recht haben ihre Meinung zu sagen.

      Ich bin auch "Zweitfrau" eines Partners mit 2 Kindern (11 + 15J.). Meine eigenen Tochter ist fast 30. Somit hatte ich für mich - eigentlich - schon mit kleineren Kindern abgeschlossen. DAchte ich ;o)) Ich mag die Kids meines LG sehr, doch würde ich wahrscheinlich doch ne Krise kriegen, wenn ich sie ständig um mich hätte. Nicht weil sie nicht lieb sind (das sind sie, sehr sogar) sondern weil ich halt inzwischen auch meinen Freiraum und meine Privatsphäre brauche! Mag egoistisch klingen, ist es auch. Aber mit mittlerweile 50 hat man (Frau) denke ich, das auch verdient.

      Bei Dir scheint ein klärendes Gespräch mit Deinem Partner von Nöten zu sein. Was sagt er dazu ? Klar ist immer die "Angst" da, die KM könnte ihm ja die Kinder wegnehmen etc. aber das darf er nicht zulassen. Wie alt sind die Kids ? Besuchsregelungen sind dazu da, eingehalten zu werden. Wurden diese bislang nur zwischen den Eltern abgestimmt oder gibts da was gerichtliches ? Klar hilft ein Gerichtsurteil nciht, wenn Einer querschießt, hier hilft nur ein - halbwegs - vernünftiges Miteinander. Aus welchen Gründen sind die Kinder jetzt so oft bei Euch ?

      Kann es sein, dass die KM eifersüchtig ist? Du wirst m.E. nicht darum herumkommen, ganz in Ruhe mit Deinem Partner zu sprechen. Erwarte (oder fordere) aber NIE, dass er sich gegen die Kinder entscheidet. Aber einen Kompromiss muss man in Erwägung ziehen. SO gehts jedenfalls nicht.

      Auch die Sache mit dem "auf dem Sofa schlafen" geht nicht. Du schreibst, Du hättest selber auch ein Kind. Wo schläft das ? Wie versteht es sich mit den Kids Deinen Partners? Bestünde nicht die Möglichkeit, dass die Kids irgendwie mit im Zimmer Deines Kindes schlafen? Ist natürlich keine Dauerlösung, ich weiss. Aber es kann auch keine Dauerlösung sein wie es jetzt läuft.

      LG Spatzerl
    • Hallo!

      Danke für die Antworten, ich werde versuchen, Eure Fragen so gut es geht zu beantworten:

      Also eine gerichtliche Umgangsregelung gibt es nicht, bisher haben die Eltern das allein geregelt. Aber in der letzten Zeit waren die Kids fast immer bei uns. Warum? Das wüsste ich auch gern. So wie jetzt auch, deshalb sind mein Sohn und ich auch über das Wochenende zu meinen Eltern zu Besuch. Die beengte Situation ist so häufig einfach nicht zum aushalten.
      Was die Frage nach dem Verhältnis der Kinder anbelangt, so verstehen gerade die beiden Jungen sich sehr gut. Allerdings ist das Zimmer meines Sohnes recht klein und mein Partner möchte (!) seine Kinder auch bei sich haben. Er hat so wenig von ihnen. Deshalb werden ihnen ja auch immer alle Wünsche erfüllt, egal ob´s gerade passt oder machbar ist oder nicht. Ob da noch Andere sind ist unerheblich.
      Jegliche Gespräche mit meinem Partner führen zum Eklat und ich werde als die Böse dargestellt, die ihm die Kinder entfremden will und kein Verständnis für ihn und seine Situation hat. Doch das habe ich, aber seine alte Familie existiert nunmal nicht mehr und er kann doch von mir nicht erwarten, dass ich mich komplett anpasse, eine Beziehung bedeutet doch auch Kompromisse und derzeit gehe nur ich diese ein.
      Es erscheint mir immer mehr so als wäre bei uns einfach der Wurm drin und ich kann nichts machen. Er ist einfach für nichts zugänglich. Leider.

      Hoffe, ich konnte Euch Antworten geben.

      Liebe Grüße,
      blackspeel
    • Liebe blackspeel,

      ich kann schon verstehen, dass Dein Partner seinen Kindern einiges durchgehen lässt, solange sie nicht jeden Tag bei ihm leben.
      Ich selbst genieße es meinem Sohn gegenüber momentan auch Urlaubsmami zu sein (mein Sohn lebt derzeit bei seinem Vater), ist auch mal sehr angenehm NICHT hinter allem hinterher sein zu müssen, mal NICHT für die Erziehung zuständig zu sein ;) allerdings so wie Du es beschreibt übertrteibt Dein Partner ein wenig. Für meine Kinder ist immer klar: Sie sind Kinder und mein Mann ist mein Mann. Das gibt es nicht, dass sie dauerhaft an erster und er dauerhaft an Zweiter Stelle steht. Auch unser Sohn muss sich hier an gewisse Regeln halten, normale Regeln im menschlichen Umgang miteinander: Essmanieren, Bettzeiten, Zähne putzen etc.
      Ich muss NICHT dafür sorgen, dass er in den Ferien irgendetwas lernt oder Hausaufgaben nachholt, für sowas bin ich nicht zuständig, da ist sein Vater für zuständig den anderen Teil der Ferien ;)
      So läuft es bei uns. Mein jetziger Ehemann liebt meine Kinder, er selbst hat keine kinder mit in die Ehe gebracht, und sie lieben ihn und was er sagt gilt ebenso als hätte ich es gesagt und uns gegenseitig auszuspielen geht mal gar nicht, das haben die Kinder auch schon gemerkt ;)

      wäre es eine Möglichkeit, dass Ihr Euch vielleicht ersteinmal räumlich trennt? Oder wäre sowas das Aus für Eure Beziehung?

      Wenn Ihr so beengt wohnt, wenn seine Kinder da sind, wäre so etwas vielleicht eineMöglichkeit.

      Oder eben eine größere Wohnung?

      Wie lange seid ihr denn schon zusammen?

      Wäre eine Beratungsstelle vielleicht eine Möglichkeit?

      Wenn auf Dauer nur Du immer diejenige bist, die Kompromisse macht kann das meiner Erfahrung nach auf Dauer nicht gut gehen :-/

      Viel Kraft und alles Liebe Dir

      Sarah
      Ich möchte die Kinder an die Hand nehmen und von ihren ordentlichen Spielplätzen wegführen in das Land der Ferne, barfuß sollen sie laufen.(Astrid Lindgren)
    • Hallo!

      Es hat ein wenig gedauert, bis ich wieder schreibe. Aber in den vergangenen Wochen war so viel zu tun, dass ich es einfach nicht mehr geschafft habe.
      Mein Sohn und ich sind ausgezogen, die Situation war für mich einfach nicht mehr erträglich. Wir wohnen jetzt am Stadtrand in einem kleinen Häuschen. Leider hat das auch zu einer stärkeren Entfremdung zwischen meinem Partner und mir geführt. Gerade an den Wochenden sind seitdem gemeinsame Unternehmungen gar nicht mehr vorgekommen und in der Woche sehen wir uns auch nur noch selten, da wir beide arbeiten. Und während dieser seltenen Momete gibt es dann leider häufig auch noch Streit. :(
      Nach gut 1 1/2 Jahren Beziehung hatte ich eigentlich gehofft, dass er meine Entscheidung besser annimmt.
      Auch heute ist wieder so ein Sonntag, an dem ich mit meinem Sohn allein unterwegs war. Ich bin irgendwie enttäuscht und weiß mir keinen Rat mehr. Eine Beratung möchte er nicht, insofern fällt das auch raus. Es bleibt mir wohl nur übrig, entweder die Situation so hinzunehmen wie sie ist und zu hoffen, dass sich alles wieder normalisiert und einrenkt oder ohne meinen Partner weiterzumachen, leider. :(
      Trotzdem danke ich allen hier für Ihre Ratschläge und Ihr Verständnis.

      Liebe Grüße,
      blackspeel