Schweigepflicht

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    • Schweigepflicht

      Hallo, ich habe folgende Frage.
      Mein Kind (11 Jahre) hat sich ihrem Sozialarbeiter in der Schule anvertraut und ihre Unzufriedenheit bei ihrer Mutter usw., sowie den Wunsch zu mir zu ziehen geäußert.
      Schriftlich will er mir das aber nicht geben, damit ich die entsprechenden Anträge bei Gericht einreichen kann, weil er der Schweigepflicht unterliegt...
      Wie ist da die Rechtslage?
      Das Kind geht voller Hoffnung zu dem Schulsozialarbeiter und der darf/Kann nicht helfen???
    • RE: Schweigepflicht

      Hy , selbstverständlich hat Sozialarbeiter eine Schweigepflicht. Und das ist auch gut so, denn sonst würden sich ihm sicherlich kaum Schüler anvertrauen.

      Ich sehe hier aber darin kein Hindernis für eine evtl. Klage auf ABR. Die wird sich ja in 1. Linie darauf stützen dass Kind unbedingt zu Dir will, also auf die Aussagen des Kindes bei der Anhörung durch Richter.
      Ob es sinnvoll, hilfreich ist, eine Aussage vom Sozialarbeiter anzubieten, besprich mit RA.

      Dann kann eine Entbindung von der Schweigepflicht erfolgen. Ob die auch gegenüber Gericht gilt weis ich nicht. Wenn ja, dann sollte Kind ein Verfahrenspfleger zur Seite gestellt werden, der diese Entbindung für die Verhandlung wohl aussprechen kann.
      Mit schwarzgelben Grüßen der Hemshöfer
      ISUV-Mitglied seit 1987
    • RE: Schweigepflicht

      Ich habe das hoffentlich klären können...
      Mein Kind kann natürlich den Sozialarbeiter von der Schweigepflicht entbinden, wenn sie mehrmals den Wunsch äußert, das sich dieser mit mir in Verbindung setzt!

      Gemäß § 203 Abs. 3 Satz 2 StGB stehen den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern und Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen und die Personen gleich, die bei ihnen zur Vorbereitung auf den Beruf tätig sind (z.B. Praktikantinnen und Praktikanten).

      Die Weitergabe eines Geheimnisses (= Tatsache, die nur einem einzelnen oder einem beschränkten Personenkreis bekannt ist und an deren Geheimhaltung der Betroffene ein schutzwürdiges Interesse hat) ist dann nicht unbefugt, wenn sie
      - mit Einwilligung der/des Betroffenen erfolgt,
      - gesetzlich ausdrücklich geboten ist

      schure.de/9/81410.htm