Altersarmut durch Scheidung

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    • Altersarmut durch Scheidung

      Hallo Zusammen,

      da die Scheidungsqoute in Deutschland inzwischen exorbitant hoch ist und eine verheiratete Ehe in der Regel nur noch 13 Jahre hält und in der Regel
      1 bis 2 Kinder hervorbringt werden wir, die Scheidungsgeschädigten auch in der Regel in einer massiven Altersarmut abrutschen und enden.
      Ich für meinen Teil hätte ohne Scheidung und Fehlinvestition Ehe mit
      Beginn des 65 LJ ein sorgenfreies Leben führen können.
      Jetzt, mit 52 Jahren, erkundige ich mich schon einmal was man
      als ehemals erfolgreicher Selbstständiger mit 65 LJ an Hartz4 oder sonstiger gesetzlicher Unterstützung bekommt.
      Welche rosige Aussichten - und jetzt nicht wieder vehement dagegenargumentieren - das ist die Realität und vor der sollten wir uns
      nicht verschließen.
      Gerne erstelle ich für jedes mir mitgeteilte Scheidungsopfer eine kostenlose Versorgungsanalyse - habe ich jetzt auch endlich einmal bei mir vorgenommen - mit erschreckenden Ergebnis.

      Tom
      Tomi
    • RE: Altersarmut durch Scheidung

      Hallo Tom,

      besser wäre es gewesen, in jungen Jahren an die Altersversorgung zu denken.

      Nur wer tut das ?

      Zunächst hat man die Familienplanung im Kopf. Hausbau vielleicht. Eine Immobilie wird von bleibendem Wert sein, denkt man.
      Sie teilt sich jedoch oft bei einer Scheidung. Wer denkt an Scheidung, wenn geheiratet wird.

      Wir können nur versuchen, den Jungen unsere Erfahrung nahezulegen.

      Ob sie dann die gleichen Fehler machen, wie wir ?

      Kannst Du heute noch etwas für Deine Altersversorgung tun ?

      Gruß
      Zielstrebig
    • RE: Altersarmut durch Scheidung

      Hallo Zusammen,

      aufgrund meiner Tätigkeit habe ich in jeden Fall zum damaligen Zeitpunkt aussreichend für mein Alter als Selbstständiger mich versorgt.

      Aber durch die nicht geplanten Kosten für die Scheidung, Versorgungsausgleich etc. war ich nicht mehr in der Lage die geplante Altersversorgung zu erfüllen und werde jetzt mit 65 LJ nach der Armutsgrenze leben müssen.
      Und dieses Schicksal teile ich nicht nur alleine.

      Meine Ex geht wieder Vollzeitarbeiten und hat jetzt schon einen Anspruch auf ca. € 1.600,-- AR - rosige Aussichten - und das nicht nur für mich sondern das trifft tausende von Leidensgenossen.

      Pleite durch Scheidung auch im Alter - was für ein Hohn

      Danke System das so etwas möglich ist, ich hoffe wie im Falle überschuldeter Banken und Länder das mein Staat mich dann unterstützt und mich am Leben hält.
      Tomi
    • RE: Altersarmut durch Scheidung

      Hallo tom2606,


      Meine Ex geht wieder Vollzeitarbeiten und hat jetzt schon einen Anspruch auf ca. € 1.600,-- A


      In welcher Zeit hat denn deine Ex (außer deinen Rentenpunkten durch
      Versorgungsausgleich) ihre Rentenansprüche gesammelt?

      lg
      edy
    • RE: Altersarmut durch Scheidung

      Hallo Zusammen,

      das ist von mir nicht korrekt rübergebracht worden.

      Mit der gesetzlichen Rente und dem übertragenen Versorgungsausgleich plus der damals von mir bezahlten Privaten Versorgung hat meine Ex mit 65 einen
      errechneten Rentenanspruch von ca. € 1.600,--

      Den habe ich noch nicht und meine Ex hat in der Vergangenheit lange Zeit aufgrund unserer gemeinsamen Kinder nicht gearbeitet.


      Tatsache, das kann jetzt nicht wegdiskutiert werden, Scheidungsopfer sind auch Altersarmutopfer - das wird derzeit noch totgeschwiegen und schön gerechnet wie alles derzeit - aber die tatsächlichen Zahlen - und ich werde tagtäglich damit konfrontiert -sind erschreckend.
      Tomi
    • RE: Altersarmut durch Scheidung

      Hallo Tom,

      ich weiß sehr gut, von was Du sprichst. Ich bin auch geschieden und selbständig. Von meiner ges. Rente werde ich mal nicht leben können. Allerdings solltest Du eines berücksichtigen:
      Als Selbständiger bist Du aus dem Generationenvertrag raus. Und das heißt, dass Du mit weit weniger finanziellem Aufwand eine weit bessere/höhere Altersversorgung zusammen bekommst, als ein ges. Rentenversicherter.
      Man muss es halt auch tun. Mit 52 hast Du noch ca. 14 Jahre, in denen Du ansparen kannst.

      Grüße
    • RE: Altersarmut durch Scheidung

      Hallo Zusammen,
      hallo Max,

      ist der Frust so gross das Reaktion auf meinen Bericht so gering ist.

      Aber das erlebe ich auch jeden Tag wieder aufs Neue - wir leben leider in einer Vogel-Strauß Mentalität - den Kopf in den Sand die anderen werden es schon richten.
      Hallo Ihr Betroffenen - wir können vielleicht aufgrund gleicher Vergangenheit und gleichem Ergebnis nur noch Schadenbegrenzung an der eigenen Person betreiben, aber ich erhoffe mir, das ich mit meiner Mitteilung eine mögliche Präventionsmaßnahme aktiviere - aktiviere in dem Sinne - das im Bereich des Scheidungsgesetzes und des allgemeinen Zusammenlebens unter Nocheheleuten eine Möglichkeit geschaffen werden muss, damit es nicht zu solchen massiven Reaktionen kommen kann, d.h. das man als ehemals vermögender Selbstständiger in die Altersarmut - Armut getrieben werden kann - ja kann. Das kann nicht sein - denn diese Welle entwickelt eine Eigendynamik de nachher nicht mehr zu stoppen ist - denken denn die Entscheidungsträger überhaupt einmal an die massiv Betroffenen und an unsere Kinder??
      Tomi
    • RE: Altersarmut durch Scheidung

      Hallo Tom,

      Max hat schon das Entscheidende gesagt. Im Grunde sind doch Selbstände viel freier bei der Wahl ihrer Altersversorgung. Sie müssen es aber auch tun!

      Wirklich problematisch sind die - noch immer praktizierten - Familienmodelle. Das ist auf der einen Seite der/die, der abgeben muss - auf der anderen Seite, der/die, der keine Möglichkeit hat, ausreichend eigene Altersvorsorge zu betreiben, weil Kinder betreut werden.

      Es ist mathematisch unmöglich, dass bei einer Scheidung beide so gestellt sind, als hätten sie nie Familie gehabt. Besser wäre, beide Eltern würden sich die Kinderbetreuung teilen und hätten beide Verdienst - und damit die Möglichkeit, Rentenansprüche zu erwerben.

      Es macht aber keinen Sinn, im Nachhinein zu jammern. Und nein, es ist sicher kein Frust, sondern eher Realitätssinn, wenn man gewissen Milchmädchenrechnungen nicht nachhängt.

      Kinder in die Welt zu setzen, ist rein wirtschaftlich gesehen Unsinn. Heiraten wohl auch. Aber wer sieht seine Lebensentwürfe schon unter rein wirtschaftlichen Gesichtsdpunkten?

      Gruß
      Susanne
    • RE: Altersarmut durch Scheidung

      Hallo Tom,

      jetzt schüttelt es mich aber.
      Das Thema Altersarmut hat doch nichts mit Ehe, Scheidung und Unterhaltsrecht zu tun. Das ist ein Problem, das alle, Singles wie Verheiratete trifft und hat demographische Ursachen, die von der Politik nicht erkannt werden wollten.
      Unser Rentensystem passt halt nicht mehr. Der Versorgungsausgleich aber ist eine gerechte Sache. Und es obliegt natürlich beiden Ehepartnern, fürs Alter beider zu sorgen. Wenn nur einer arbeitet, obliegt es natürlich auch nur ihm, die Altersvorsorge für den anderen zu bezahlen.
      Meine Exfrau bekommt nach 10 jahren Ehe - ich war in der Zeit Angestellter und immer über der Beitragsbemessungsgrenze - ca. 130 € aus meiner gesetzlichen Rente. Das würde mich nicht reicher machen.

      Zitat Norbert Blüm, ehem. Arbeitsminister:
      Unsere Renten sind sicher.

      Und mir wird ganz schlecht, wenn ich betrachte, was ich und mein Arbeitgeber einbezahlt haben.
      Ich habe eine Angestellte, 58 Jahre alt, die halbtags bei mir arbeitet. Zusammen bezahlen wir für sie monatlich 480 € in die Rentenkasse. Wenn Sie bis 65 arbeitet, wird ihr das eine um einen einstelligen Eurobereich höhere Rente bringen.
      Das ist das Problem und nicht das Familienrecht.

      Grüße
    • RE: Altersarmut durch Scheidung

      Hallo Zusammen,

      sorry ich glaube wir reden oder schreiben hier aneinander vorbei!!

      Tatsache ist, und das ist wirklich zu beweisen, das die hohe Scheidungsquote mit Ihren zum teil massiven Konsequenzen wie u.a. massive finanzielle Einschnitte durch erhebliche Scheidungskosten, Mussverkauf der gemeinsamen Immobilie und die zum Teil mehr als ungerechte Aufteilung des Hausrats mit den folgenden Unterhaltszahlungen und das in einem Alter - wenn man spät geheiratet und noch Vater geworden ist - wo andere schon über Ihren Lebensabend nachdenken!!!
      Glaubt mir, die Quittung werden alle bekommen, die leichtfertig damit umgehen, und sich sagen, das geht schon im Alter, das pack ich schon!!!!
      Ich werde heute, aufgrund meine Tätigkeit, jeden Tag damit konforniert das dieses Manko nicht mehr zu kompensieren ist und das der Auslöser oft ein
      jahrelanges Scheidungsverfahren war.
      Und auch ich betrachtete die Ehe und die gemeinsamen Kinder nicht als Kostenfaktor - aber mit meinem Wissen von heute - nochmal heiraten und Kinder bekommen - Nein Danke - niemlals mehr!!!!
      Tomi
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