Steuernachteile nach Realsplitting Anlage U

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    • Steuernachteile nach Realsplitting Anlage U

      Kann mir hier jemand weiterhelfen?:

      Nach unserer Scheidung habe ich von meinem Ex-Mann 2,5 Jahre Unterhalt bezogen, diesen hat er auch steuerlich geltend gemacht über die Anlage U.

      Im Rahmen meiner Einkommenssteuererklärung enstand mir dadurch ein steuerlicher Nachteil in Höhe von 5600 €, den er ja nach geltendem Recht ausgleichen muss.

      Parallel dazu ist unsere Vermögensauseinandersetzung noch nicht abgeschlossen, er fordert Geld, was ihm nicht mehr zusteht.

      Nun argumentiert mein geschiedener Mann, er würde mir den Steuernachteil nicht ausgleichen, sondern mit eventuellen Forderungen seinerseits aus der Vermögensauseinandersetzung verrechnen.

      Meines Erachtens sind dies voneinander unabhängige Verfahren. Ich vertrete die Ansicht, dass er den Steuernachteil zahlen muss und auf der anderen Seite seiner Meinung nach noch offene Zahlungen aus der Vermögensauseinandersetzung beziffern soll.

      Daraufhin meinte er, dann möge ich den Steuerausgleich einklagen. Er ist hier also nicht zugänglich.

      Kann mir jemand hier weiterhelfen oder hat jemand vielleicht schon ähnliche Erfahrungen gemacht?

      Danke im voraus!

      Katjes :)
      Katjes...yes,yes,yes!

      The post was edited 2 times, last by katjes ().

    • RE: Steuernachteile nach Realsplitting Anlage U

      Hallo Katjes,

      nein, er kann nicht aufrechnen, Siehe nachfolgenden Leutsatz eines Urteils des BGB, abgedruckt in FamRZ 1997, 544

      "BGH - BGB § 394; ZPO § 850b I Nr. 2; EStG § 10 I Nr. 1
      (XII. ZS, Urteil v. 29.01.1997 - XII ZR 221/95)


      Gegenüber dem Anspruch eines unterhaltsberechtigten geschiedenen Ehegatten auf Erstattung der ihm als Folge des begrenzten steuerlichen Realsplittings (§ 10 I Nr. 1 EStG) erwachsenden steuerlichen Nachteile kann grundsätzlich nicht mit einer Gegenforderung (hier: aus behaupteter steuerlicher Verbindlichkeit aus der früheren Ehe) aufgerechnet werden".

      The post was edited 1 time, last by Prinzip ().

    • RE: Steuernachteile nach Realsplitting Anlage U

      Erst einmal vielen Dank für deinen Tip.
      Mittlerweile habe ich über einen Rechtsanwalt Klage erhoben und die Steuernachteile eingeklagt.

      Nun habe ich zudem noch Rechtsanwalts- und Gerichtskosten von fast 1000 € zu zahlen. Muss mein geschiedener Mann mir diese zurückerstatten, wenn er den Prozeß verliert? (im Familienrecht gelten ja wohl besondere Bedingungen).

      Kann mir hier jemand weiterhelfen?

      ?(
      Katjes...yes,yes,yes!
    • RE: Steuernachteile nach Realsplitting Anlage U

      hallo katjes, i.d.R. werden die Kosten nach "Gewinnen/Verloren" verteilt. Auch kann - am besten Dein RA - in den Anträgen ans Gericht auch die Kostenverteilung mit angesprochen werden.

      also z.b. "beantrage X zu verurteilen yy,yy € Nachteilsausgleich an die Antragstellerin "katjes" zu zahlen ..... und die Kosten des Rechtsstreites aufzuerlegen.".

      ggf. gibt es auch noch Möglichkeit "allein" gegen die Kostenentscheidung Einspruch einzulegen.
      [COLOR=#336666]mfg WB - für die Kontaktstelle Wiesbaden [/color]

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    • RE: Steuernachteile nach Realsplitting Anlage U

      hallo Wolfgang, hallo alle anderen Nutzer,

      mein geschiedener Mann hat gegen meine Klage zur Zahlung der Steuernachteile durch das Realsplitting leider Widerklage eingereicht. Er will seine angeblichen Ansprüche aus dem Zugewinn aufrechnen.

      Leider hat das Familiengericht die Klage zugelassen, sodass nun wohl doch beide Verfahren vermischt werden.

      Unabhängig davon, wie es ausgeht, ist es doch ein Witz, dass man auf solche Art und Weise mit einer dubiosen Widerklage unstrittige Ansprüche zunächst einmal "auf Eis" legen kann.

      Ist derartiges schon einmal einem von Euch passiert?Falls ja, was kannt man noch tun?

      Das Gericht ist der Bitte meines Anwaltes nicht gefolgt, die Verfahren zu trennen.

      Liebe Grüße
      katjes
      Katjes...yes,yes,yes!
    • RE: Steuernachteile nach Realsplitting Anlage U

      Ich hatte noch einen Hinweis vergessen:
      Das Familiengericht begründete das Vermischen beider Verfahren damit, dass für beides das FamGericht zuständig sei und somit auch ein Verfahren daraus gestrickt werden könne.

      Nun habe ich 5600 € Steuern wegen des Realsplittings nachzahlen müssen und mein Ex kann mit einer unsinnigen Widerklage nun die Erstattung an mich auf Eis legen?!!!!!!

      Hat jemand mit derartigem schon Erfahrungen gesammelt oder eine Idee, was man hier noch tun könnte?

      Liebe Grüße
      Katjes ?(
      Katjes...yes,yes,yes!