Sohn gezwungen in Röhrchen zu blasen

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    • Sohn gezwungen in Röhrchen zu blasen

      Hallo zusammen,

      was ist davon zu halten:

      Muitter zwingt ihren Sohn (15,5 J), wegen Verdachts auf Alkoholgenuss in ein Röhrchen (Selbsttest für Aurofahrer) zu blasen... ?

      Mit Zwang ist psychischer Druck gemeint, nicht körperliche Gewalt.
      Danach hat es dann gestanden, Glas Bier auf Party getrunken zu haben... Konseqienzen (?) wurden angedroht.

      Was ist von diesem Vorgehen zu halten, und wie kann evtl. beratend, aber nicht unverbindlich vorgegangen werden ?

      Grüße
      WP
    • RE: Sohn gezwungen in Röhrchen zu blasen

      hallo Wepappa,

      und womit hast Du nun ein Problem? Die Menge kannst Du über das "Anhauchen" nicht feststellen, über das Röhrchen doch so annäherungsweise. Mit 15 ist Alkohol einfach noch nicht angesagt. Und da muss ich der Mutter durchaus beipflichten: Wehret den Anfängen.
      Ein Bier ist noch frühzeit genug, entsprechend einzuschreiten. 10 Bier heißt, dass es zu spät ist.

      Grüße
    • RE: Sohn gezwungen in Röhrchen zu blasen

      Hallo Max,

      hallo, worüber reden wir eigentlich ?
      die Schädlichkeit des Alkohols ist doch unbestritten, gerade auch für Jugendliche.

      Mir geht es hier doch nur um die Methode, die m.E. Erniedrigend und unwürdig ist. Wenn es nicht gelingt, darüber zu sprechen, und vertrauensvoll zu überzeugen und einen Weg zu finden, sondern es fdarum geht, zu "überführen" und zu sanktionieren, so erreicht Mutter doch damit gar nichts, oder höchstens das Gegenteil (Mangelndes Verständnis -> erzeugt evtl. Flucht in den Alkohol) ???

      Grüße
    • RE: Sohn gezwungen in Röhrchen zu blasen

      und wer sagt dir, dass nicht zuvor andere "methoden" stattgefunden haben ?
      ich sag dir mal was, als betreuender ET wäre es mir pers. , wenn ich mit meinem sohnemann gewisse dinge besprochen habe vll auf überzeugungsbasis usw, ggf eine zusage erhalten habe, gewisse dinge zu unterlassen und es ergibt sich sei es beim rauchen der geruch oder auch beim alkohol, dann wär es mir sowas von schnuppe, WIE ich sohni nun davon überzeuge, dass es keinen sinn macht mir nen knopf an die backe zu nähen..
      und glaub mir, den papa würde ich dann ggf vorab auch nicht fragen..
      DER hört nämlich in der regel nur eine seite der medaille im zweifelsfall

      pubertierende jungs (und mädels) benötigen manchmal taten zur überzeugung, statt nur gerede.. und auch eine aussicht auf konsequenzen gehört dazu.
      meine meinung. man kann auch vieles künstlich zum problem machen, wenn man nicht miteinander kommunizieren kann oder will als eltern.

      würde die mama anders handeln und du bekämst mit, dass dein spross von der party sternhagelblau angestürzt kommt, würdest du der km vorwerfen, sie habe die erziehung nicht im griff..

      keine seite ohne die andere..
    • RE: Sohn gezwungen in Röhrchen zu blasen

      Mama: "Sag mal, hast Du was getrunken?"
      Sohn: "nö!"
      Mama: "Du riechst aber nach Alkohol"
      Sohn: "Ach Mama, lass mich doch in Ruhe."
      Sohn geht in sein Zimmer, knallt die Tür zu.

      Und jetzt?

      Also Wepappa, ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg mit Deinen vertrauensvollen Gesprächen.
      Ich jedenfalls hatte als 15jähriger zu jedem vertrauen, aber nicht zu meinen Eltern, was das Konsumieren verbotener Genußmittel betrifft.

      (Mangelndes Verständnis -> erzeugt evtl. Flucht in den Alkohol)

      Das hat aber nichts mit der Kontrolle auf Genußmittel zu tun, sondern mit dem Gesamtverständnis für den Jugendlichen.
      Im Übrigen: Die Kontrollen der Polizei sind bei weitem erniedrigender, weil sie in der Öffentlichkeit stattfinden.


      Grüße
    • RE: Sohn gezwungen in Röhrchen zu blasen

      Hallo,

      also, wenn jede erzieherische Massnahme von Eltern gleich auf die Stufe von psychischem Druck gestellt wird, da sollte man vielleicht das Erziehen gleich sein lassen.

      Dann sind Dinge wie: Hausarrest, Taschengeldentzug, Chat-Verbot aber mit sicherheit auch psychische Druckmittel, denn sie beschränken die kinder in ihrer Freiheit und Entwicklung (Zitat meiner Tochter vor einiger Zeit, als ich ihr den Laptop weggenommen habe.....). Ja, sie werden im Grund ja erpresst: wenn du dies und das nicht machst, dann darfst du nicht auf die Party.....; tja, ich nenne das aber eher Konsequenz.

      Max hat es sehr schön beschrieben........; die Idealvorstellung, dass man alles in vertrauensvollen Gesprächen regeln kann und die Kids sich dann auch noch dran halten, die ist wohl eher Wunschdenken.

      Grade bei Alkohol und Zigaretten stösst man in der Regel auf taube Ohren (und das gleichermassen bei Erwachsenen)......; da finde ich so einen Alk-Test eigenltich ne gute Idee. Sollte man vielleicht bei privaten Parties auch einführen: nur wer den Test besteht, darf noch mit dem Auto nach Hause.....

      Gruss Ruth
    • RE: Sohn gezwungen in Röhrchen zu blasen

      Hallo,

      in der heutigen Zeit finde ich es durchaus richtig das die Eltern das so kontrollieren.

      Ich kenne eine Mutter, deren Kind hat gekifft, und sie ging unregelmäßig hin verlangt eine Urin-Probe und ließ diese untersuchen.

      Seit dieser Kontrolle ist der Konsum eingestellt und der 17-Jährige ist wieder der alte wie vorher ein normaler Teenager.

      Ich bin der Meinung, das ewige " Wir müssen uns mal darüber unterhalten welche Fehler du machst " dieses ewige über den Kopf streicheln, bringt nicht immer wirklich was heutzutage.

      Gruss
      Conny
    • RE: Sohn gezwungen in Röhrchen zu blasen

      Hallo Wepappa,

      lieber einmal eine unangenehme Kontrolle in Form von Röhrchen als sich später vorwerfen zu lassen, man/frau hätte nicht früh genug die Notbremse gezogen.

      Ich spreche da aus Erfahrung. Meine Tochter (damals noch 15) durfte ich vor einigen Wochen aus dem Krankenhaus abholen: Alkoholvergiftung und lebensgefährliche Unterkühlung. Sie war zum Übernachten zu einer Freundin und deren Eltern haben den Girls erlaubt auf eine Fete zu gehen. Meine "Kleine" hatte bis daher noch keine einschlägigen Erfahrungen mit Alkohol, obwohl ich das eine oder andere Mal den Verdacht hatte, dass sie etwas getrunken hatte, aber eben keine harten Sachen.

      Heute muss ich mir vorwerfen lassen, ich hätte früher eingreifen müssen. Tja, vielleicht wäre da das Röhrchenpusten eine gute Methode gewesen. Nun hat mein Töchterlein es auf die wirklich harte Tour gelernt: mit Pampers und Infusionen im Krankenhaus aufzuwachen, mit einem totalen Blackout, Beratungsgespräch bei der Suchthilfe. Ja und die größte Strafe hatte ich, als ich nachts um 3:00 Uhr aus dem Schlaf geklingelt wurde und heute noch, weil ich mir Vorwürfe vom KV anhören muss.

      Die KM hat in meinen Augen richtig gehandelt. Ich würde es mittlerweile mit meinen jüngeren Kindern genauso machen. Denn anbinden und vor allem schützen kann niemand seine Kinder.
      Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser.

      Liebe Grüße

      Gisie