Bitte um praktikablen Vorschlag

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    • Bitte um praktikablen Vorschlag

      Meine Ex-Freundin wohnt zukünftig ca. 700 km entfernt von mir in Deutschland. Billigflieger für mich gut möglich. Das Gericht erwartet konkrete Umgangsvorschläge von mir, um eine neue Regelung zu treffen. Ein vierzehntägiger Besuch ist nicht möglich. Mir schwebt eher eine Regelung vor fakultativ einmal im Monat ein verlängertes WE, entsprechend mindestens eine Woche vorher abzusagen mit Verschiebemöglichkeit, falls es, z.B. aus beruflichen Gründen nicht geht und zusätzliche Urlaubs, Feiertagsregelung. Oder aber alle zwei Monate ein ganze Woche plus Sonderzeiten?

      Was ist in solchen Fällen üblich und realistisch? Gibt es eigentlich analog so etwas wie eine Düsseldorfer tabelle für Zeitansprüche nicht Sorgerechtsberechtigter? Mir wurden bislang maximal im Jahr 24plus Urlaubszeit zugebilligt.
    • RE: Bitte um praktikablen Vorschlag

      Hallo, Michael (oder Olaf?)!

      Du schreibst:
      Meine Ex-Freundin wohnt zukünftig ca. 700 km entfernt von mir in Deutschland. Billigflieger für mich gut möglich. Das Gericht erwartet konkrete Umgangsvorschläge von mir, um eine neue Regelung zu treffen.
      Liegt denn schon ein Vorschlag Deiner Ex vor?

      Was ist in solchen Fällen üblich und realistisch?
      Haengt etwas vom Alter der Kinder ab und was sie wollen bzw. ihnen zumutbar ist. Erzaehl mal ...

      Gibt es eigentlich analog so etwas wie eine Düsseldorfer tabelle für Zeitansprüche nicht Sorgerechtsberechtigter?
      Nein, Umgangsfragen sind Einzelfallentscheidungen. Zusammenzubringen sind das Umgangsrecht des Kindes mit beiden Eltern und die Beduerfnisse/Moeglichkeiten beider Eltern (sog. *juristische* Konkordanz ;)

      Mir wurden bislang maximal im Jahr 24plus Urlaubszeit zugebilligt.
      Was ist *24plus*?

      Gruss, Andreas
      Was das Leben leichter macht:
      - der Mut, das zu aendern, was wir aendern koennen,
      - die Gelassenheit, das hinzunehmen, was wir nicht aendern koennen,
      - die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
    • RE: Bitte um praktikablen Vorschlag

      hallo Michael, was da bei Euch machbar, praktikabel ist, kannst nur Du wissen.

      Arbeite einen Vorschlag aus, noch eine Alternative kann nicht schaden.

      Leider schreibst Du das Alter nicht dazu, Deine Vorschläge können aber nur für ein nicht schulpflichtiges Kind sein. Muß also dann ab 6 angepaßt werden.
      plane die sog. Brückentage ein, schon jetzt, dann isses später schon Gewohnheit.

      Und in den "nicht Umgangs Wochen" 1 telefonischer Kontakt, immer gleicher Wochentag, Abends zwischen "Ende Abendessen" und "Bett gehen".

      Auch über (teilweise) Übernahme der Fahrtkosten durch Ex sollte nachgedacht werden.

      Verschiebungen sollten die Ausnahme bleiben.

      Gibt es eigentlich analog so etwas wie eine Düsseldorfer tabelle für Zeitansprüche nicht Sorgerechtsberechtigter?
      nein. denn jeder Mensch, jede Situation ist anders, das muss immer nach den Wünschen, Bedürfnissen und Möglichkeiten Aller gemacht werden.
      [COLOR=#336666]mfg WB - für die Kontaktstelle Wiesbaden [/color]

      [IMG]http://forum.isuv.org/images/avatars/avatar-545.gif[/IMG]
    • RE: Bitte um praktikablen Vorschlag

      Original von Michael Maier
      Meine Ex-Freundin wohnt zukünftig ca. 700 km entfernt von mir in Deutschland.


      Hallo Michael,

      nur um sicher zu gehen, dass ich das nicht falsch interpretiere - ist es richtig, dass Deine Ex-Freundin im Begriff ist die Entfernung von 700 km zu schaffen bzw. es schon gemacht hat?
      Diese Info ist wichtig, wenn es um die Beteiligung an den Umgangskosten geht.

      Gruß
      rabma
    • RE: Bitte um praktikablen Vorschlag

      Zwischen mir und meinen 3 Kindern sind 65o Billigflieger-km.

      Die Kids wachsen gerade erst in das Alter hinein, das ihnen unbegleitete Billigflüge erlaubt (fast 11, 13 und fast 16), deshalb bin ich in den letzten Jahren immer geflogen. Die Kosten trage ich. Meine Baldnichtmehr hat zwar die Entfernung geschaffen, aber die Gerichte haben sich einer -wie auch immer gearteten- Anrechnungs-, Aufteilungsregelung der finanziellen Last verweigert, im Kern, weil ich auch nach Abzug der Umgangskosten noch deutlich mehr habe als den Selbstbehalt (im Übrigen war der Umzug mit altem sozialen Umfeld, besseren Oma-Betreuungsmöglichkeiten und einer überobligatorischen Jobaufnahme verbunden).

      Soweit das.

      Ich fliege nach einem Modell, das ich 3 Wochen plus X nenne. Ich halte mich ganz strikt an eine 3-Wochen-Turnus, wenn aber Ferien (Ostern, Somme, Herbst und Weihnachten) kommen, nehme ich sie die Hälfte der Zeit und meist ist kalendermäßig ein kürzerer Zeitraum als 3 Wochen zwischen letztem regulären Wochenendbesuch und Ferienabnahme.
      Es ist wichtig, bei aller wünschenswerten Flexibilität möglichst viele feste und vorhersehbare Termine zu haben, weil man dann die Flieger wirklich früh und preiswert buchen kann (ich habe 3 Firmen auf der Strecke). Wenn die Kinder älter werden und andere Interessen entwickeln schadet es auch nichts,wenn die Papawochenenden früh und klar feststehen.
      Ansonsten habe ich eine einigermaßen preiswerte Unterkunft und profitiere davon, das an den Wochenenden die Mietwagen relativ preiswert sind. Ich peile grob mit 400 Euro monatlich für meine Besuche.

      Zum Glück hat meine Nochgattin ein starkes Interesse daran, möglichst häufig entlastet zu werden und etwaige flexible Regelungen können zwischen uns bisher ohne Probleme getroffen werden. In naher Zukunft wird es noch flexibler werden, meine Älteste hat sich schon ausgemalt, was sie bald an den Wochenenden in Berlin für schrille Underground-Partys besucht. 8) Auf Dauer wird sich das bisherige "alle-3-auf-einmal" auflösen.

      Natürliich ist mein Beispiel nut eins von vielen denkbaren, aber es sit eins, das nach meinem Eindruck ganz gut klappt.
      Gruß
      üri
    • Vielleicht noch ein kleiner ergänzender Tipp: Wenn die Kids nicht allzu klein sind (ich meine, so ab 6 gehts), gibt es auch sowas wie betreutes Fliegen, zumindest bei einigen Fluggesellschaften. So habe ich damals die Besuche bei den Eltern meines Ex, also den Grosseltern, organisiert.