Schule - Elternabend - Sprechtag - bei ABR

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    • Schule - Elternabend - Sprechtag - bei ABR

      Hallo,

      ich brauche mal wieder die Einschätzung von Euch, ich bin im Moment wieder gefühlsmäßig zu aufgewühlt (Wut), als das ich mich auf meine eigene Einschätzung verlassen möchte.

      Die Eckdaten:
      Sohn jetzt 7 Jahre alt, ist im Sommer eingeschult worden.
      Trennung Ende 1999, Scheidung Mitte 2002.
      Sohn lebt bei der Kindesmutter.
      Umgang wurde einvernehmlich gütlich geregelt.
      Vor ca.2 Jahren erste Probleme, die eskalierten.
      Mehrere Gerichtsverfahren, Umgangsverweigerung, Anträge aus ASR beider Seiten.
      Endstand der Verfahren zum Anfang dieses Jahres:
      ABR auf KM übertragen (hab unüberlegt freiwillig zugestimmt)
      Umgangsregelung (alle 14 Tages WE, hohe Feiertage wechselseitig, alle Schulferien die Hälfte)
      Die von Seiten der KM ausgesetzte Komunikation kam nun in den letzten Wochen per eMail langsam wieder in Gang. Persönliche Absprachen finden nicht statt.

      Nun zum eigentlichen Problem:

      Der erste Elternabend wurde von der KM und mir wahrgenommen.

      Nun steht ein "Eltern-Stammtisch" an, zu dem die KM nicht kommen möchte, sie möchte von mir einen schriftlichen Bericht per eMail. Hab ich prinzipell ja kein Problem.
      Im Gegenzug möchte sie die Elternsprechtage beim Klassenlehrer alleine wahrnehmen und mir dann per eMail einen Bericht zukommen lassen. Der Klassenlehrer möchte pro Kind nur einen Termin zulassen.

      Ich habe der KM dann geschrieben, daß ich es begrüßen würde, wenn sie auf den Eltern-Stammtisch nicht nur deswegen verzichten würde, nur weil ich da hingehen möchte, und sie könne da ja auch ihren Lebensgefährten mitbringen, da es sich ja ehr um eine private Veranstaltung der Eltern handelt, falls sie Bedenken hätte, daß sonst bei den anderen Eltern ein falscher Eindruck enstehen könnte.
      Gleichzeitig habe ich aber auch bekundet, daß ich kein Problem sehe, wenn wir die Sprechtage beim Klassenlehrer gemeinsam wahrnehmen, daß ich aber ja nicht immer dabei sein muß, aber schon gerne einmal im jahr auch mit dem Klassenlehrer sprechen möchte.

      Heute habe ich eine eMail von der KM bekommen.
      Sie teilt mir mit, daß sie keine veranlassung sieht, zu zweit dort hinzugehen.
      Außerdem teilt sie mir mit, daß sie auf keinen Fall mehr mit mir auf eine Elternabend, Stammtisch oder Elternsprechtag gehen will. Sie wirft mir vor, ich wollte mich nur in den Vordergrund drängen und klärt mich auf:
      O-Ton: "Ich regele XXX Alltag und nicht Du !!!!!!"
      Sie besteht auf die Elternsprechtage und schreibt weiter: "...und was die Elternabende angeht da sehen wir mal weiter."

      Dazu muß ich noch sagen, beim ersten Elternabend ist nix vorgefallen, ich habe nicht einmal das Wort ergriffen, sondern nur zugehört und mich so unauffällig wie möglich verhalten.

      Über die Gründe dieser Entwicklung kann ich nur Vermutungen anstellen, aber ich habe die Befürchtung (aufgrund der Erfahrungen der letzten 2 Jahre), daß ich mit dem Versuch, die Sache vernünftig zu regeln, auf Granit beißen werde.

      Und bevor ich jetzt einen Fehler mache (und damit die Sache wieder nur zum Eskalieren bringe), würden mich Eure Meinungen interessieren.

      Wenn die KM das ABR inne hat, ist es dann wirklich so, daß ich mich bei den Elternabenden und Sprechtagen heraushalten muß, weil es zu den Dingen des täglichen Alltags gehört?

      Soll ich wirklich jetzt meinen Mund halten, die KM machen lassen, oder soll ich die Gefahr eingehen, daß die Sache wieder eskaliert, und mich mit ihren Vorstellungen nicht einverstanden geben?

      Warum ich ungern auf den persönlichen Kontakt zum Klassenlehrer verzichten möchte liegt einfach daran, daß ich noch kein rechtes Vertrauen zur KM habe, daß sie wirklich mit allen wichtigen Informationen rüberkommen würde.

      Auf der anderen Seite habe ich Angst, das GSR zu verlieren, wenn ich die Sache bis u.U. bis zu einem Gerichtsverfahren eskalieren lasse, da die KM zwischenzeitlich nach Bayern umgezogen ist, und ich da nix Gutes bisher gehört habe, z.B., daß die sehr schnell den Müttern das ASR zusprechen, wenn die nur behaupten, die Komunikation ist gestört.

      Vielleicht könnt ihr mir einen guten Tip geben, ob ich lieber meinen Mund halten soll und das so schlucken soll, oder ob ich mich dagegen stellen soll.

      Viele Dank im voraus.

      Liebe Grüße
      Reiner
    • RE: Schule - Elternabend - Sprechtag - bei ABR

      hallo Reiner, Ex hat Dir einen Vorschlag gemacht, der m.E. gar nicht schlecht klingt.

      Du nun machst einen Gegenvorschlag, der klar Dein Mißtrauen zeigt.
      [COLOR=#336666]mfg WB - für die Kontaktstelle Wiesbaden [/color]

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    • RE: Schule - Elternabend - Sprechtag - bei ABR

      Hallo Reiner,
      ganz ehrlich? Ich würde auch nicht mit meinem Ex gemeinsame Auftritte wollen. Ich hab meine Gründe, die hier nix zu suchen haben. Vielleicht hat deine Exfrau auch welche?

      Ich habe damals meinem Ex vorgeschlagen, dass wir - falls er es wünscht - im Wechsel an schulischen Veranstaltungen teilnehmen und dass jeder den anderen entsprechend informiert. Für weiteren Info-Bedarf zwischen den Sprechtagen kann man doch auch prima die wöchtentlichen Sprechzeiten der jeweiligen Lehrer nutzen (ist an unserer Schule zumindest so). Er hat den Vorschlag akzeptiert, obwohl er auch - wie du - der Meinung war, man müsse dort gemeinsam aufschlagen.

      Mein Ex hat übrigens nur einen einzigen ESPT wahrgenommen, war auch gleichzeitig seine Premiere - zumindest an der weiterführenden Schule. Danach kam es ihm nie mehr aus. Ich habe ihn jeweils über alle schulischen Dinge informiert, auch zwischendurch über Klassenarbeiten und Noten, geplante Klassenfahrten oder Projekte... Von sich aus gefragt hat er übrigens nie. Inzwischen mach ich das auch nur noch sporadisch. Unsere Tochter ist inzwischen 17 und ich denke, das kann sie jetzt allein regeln.

      Mein Rat: Versuche, die Wut aus dem Bauch zu bekommen (hat diese Wut noch andere Gründe?) und finde eine vernünftige Regelung, die beiden Eltern und auch dem Kind gerecht wird.

      Dabei wünscht dir ein gutes Händchen
      Susanne

      The post was edited 1 time, last by Susanne ().

    • RE: Schule - Elternabend - Sprechtag - bei ABR

      Also, wenn man sich denn nicht einigen kann, sollte derjenige die schulischen Veranstaltungen wahrnehmen, bei dem das Kind lebt. Das macht Sinn, weil er ja auch für das Umsetzten der Ergebnisse im Alltag verantwortlich ist. So sieht das auch der Gesetzgeber, der insoweit ganz eindeutig die Dinge des täglichen Lebens der Verantwortung des betreuenden Elternteiles zuschreibt. Ds der andere Teil informiert werden muss, versteht sich von selbst.
    • RE: Schule - Elternabend - Sprechtag - bei ABR

      Hallo,

      vielen Dank für die Antworten.

      Auch wenn ich immer noch nicht so ganz davon überzeugt bin, dass die Vorgehensweise/Ansichten/Wünsche der KM in diesem Fall so richtig, begrüßenswert und akzeptabel sind (meine Ansicht), dank ich wirklich für die Antworten, denn es hilft mir, zu erkennen, ob es Sinn macht, dass ich meine Ansichten/Wünsche versuche durchzusetzen, oder lieber klein beigebe und der KM zustimmen sollte.

      @ Wolfgang Becker:
      Mein Wunsch auch mit dem Lehrer persönlich zu sprechen beruht einzig und alleine darauf, dass ich eigene Rückfragen, die sich im Dialog auftun können, dann auch stellen kann. Daß bei evt. Problemen auch besprochen werden kann, wie ich bei den Umgangswochenenden auf eine positive Entwicklung von Sohnemann hinwirken kann.
      Misstrauen spielt dabei überhaupt keine Rolle, aber das kann man sicherlich in so ziemlich jede Unstimmigkeit hineinlesen.
      Und selbst wenn das der Grund sein sollte, warum die KM dann so reagiert, weil sie Misstrauen in meinen Vorschlag hineininterpretiert, dann müsste ich die Reaktion als reine Trotzreaktion werten. Und das soll dann einem Erwachsenen Elternteil würdig sein, das soll dann dem Wohl eines Kindes dienen, wenn einer der Elternteile den anderen aus Trotz versucht aus einem Teilbereich des Kindes auszugrenzen? Hmmm, irgendwas muß ich da wohl falsch verstehen.
      Nicht böse sein, ist ja nur meine persönliche Meinung, die auch total falsch sein kann, will Dich und Deine Ansichten keinesfalls angreifen.

      @ Susanne:
      Ok, dass jemand mit einem anderen nicht zusammentreffen möchte, muß man akzeptieren. Obwohl ich auch hier, gerade wenn man gemeinsam ein Kind hat, doch finde, da muß man über seinen Schatten springen. Ich mag am liebsten auch nie mehr die KM sehen, oder irgendwas mit ihr zu tun haben, aber es geht eben nicht um mich, sondern um Sohnemann, und da stehen meine Gefühle/Wünsche hintenan, und ich ertrage die Anwesenheit der KM ohne mit der Wimper zu zucken, meine persönliche Meinung.
      Aber ich würde es sogar akzeptieren, wenn die KM nun wirklich kein Zusammentreffen ertragen kann, aber mir, wie Du Deinem Ex vorgeschlagen hast, im Wechsel den Sprechtag wahrzunehmen, dann wäre es für mich akzeptabel. Aber so, ich überhaupt keinen Sprechtag beim Klassenlehrer, ist es für mich reine Ausgrenzung-Taktik.
      Du fragst, ob die Wut noch andere Gründe hat. Hmmm, irgendwie ja, irgendwie nein, mich macht es wütend, dass ich das Vorgehen als Ausgrenzungs-Taktik vermute, diese Taktik bereits schon mal beim KiGa vorgenommen wurde, die Richterin bei allen 3 Gerichtsverhandlungen die KM ins Gebet genommen hat und sie hingewiesen hat, dass so was nicht geht, sie mich, den Vater nicht auszugrenzen hat, und ich jederzeit das Recht und die Pflicht habe, mich über alles meines Sohnes betreffend beim KiGa und der Schule zu informieren. Fakt ist nun, der Klassenlehrer will nur einen Termin pro Kind machen (vollkommen verständlich) und ich dadurch auf den Good-Will der KM angewiesen bin, um daran teil zu haben. Und unternehmen kann ich scheinbar garnix, ohne die Situation für Sohnemann schlimmer zu machen (Streit unter getrennten Eltern wirkt sich fast immer auf Kinder aus), mir kommt es so vor, alsob ich dieser Narrenfreiheit der KM hilflos ausgeliefert bin, dass macht auch wütend.

      @evra:
      Das erscheint mir zu einfach, mit so einer Einstellung ist doch der Ausgrenzungspolitik von manchen betreuenden Elternteilen gegenüber Umgangselternteilen Tür und Tor geöffnet.
      Betreuender ET will nicht, geht auf kontra und schon ist der Umgangselternteil „weg-vom-Fenster“ (ausgegrenzt), denn dann darf man es ja alleine machen.
      Zudem ist für mich noch unklar, ob Eltern-Sprechtage wirklich in die Dinge des täglichen Alltags gehören.

      @all:
      Nochmal, bitte, ist alles nur meine persönliche Meinung, eine Diskussion lebt ja davon, dass man respektvoll verschiedene Ansichten austauscht, ist nicht meine Absicht, jemandem zu nahe zu treten, Eure Ansichten können ja durchaus richtiger sein, als meine, nur leider, ... , habe mich die bisherigen Argumente noch nicht wirklich überzeugt :(

      Ich weiß immer noch nicht, wie ich mich entscheiden soll.
      Soll ich es jetzt hinnehmen, dass ich beim wichtigeren Teil der schulischen Angelegenheiten (Kontakt zum Klassenlehrer, Elternabende) ausgegrenzt bin?
      Oder soll ich doch versuchen, die KM dazu zu bringen, zu akzeptieren, dass ich wenigstens einmal im Jahr bei einem Elternsprechtag dabei bin, oder diesen alleine wahrnehmen kann?
      Ich bin immer noch unentschlossen.

      Liebe Grüße
      Reiner
    • RE: Schule - Elternabend - Sprechtag - bei ABR

      Hallo Reiner,

      nur zur Klarstellung. Ich sagte 'gemeinsame Auftritte' und meinte natürlich die mit einer gewissen Öffentlichkeit. Zusammentreffen muss ich mit meinem Ex ca. 3-4 x / Woche. Und das ist auch kein Problem für mich. Ich schrieb dir doch, dass ich ihn regelmäßig informiert habe. Das fand überwiegend in persönlichen Gesprächen statt - aber eben nicht in der Öffentlichkeit.

      Auch in meinem Fall geht es nicht um MICH, sondern um unsere Kinder. Was denkst du denn wohl? Klar, muss man da auch mal über seinen Schatten springen und seine persönlichen Wünsche hintenan stellen.

      Ich kann dir nur empfehlen, klare Absprachen mit der KM zu treffen, die dann auch eingehalten werden müssen. Das musst du natürlich einfordern, wenn es nicht läuft. Und deutlich machen, dass es um euren Sohn geht - nicht etwa um Imponiergehabe oder Machspielchen. Nach einer gewissen Zeit geht das auch ohne Streit, glaub mir. Und die Wut ist irgendwann auch verraucht, früher oder später.
    • RE: Schule - Elternabend - Sprechtag - bei ABR

      Original von ReinerMKK
      Wenn die KM das ABR inne hat, ist es dann wirklich so, daß ich mich bei den Elternabenden und Sprechtagen heraushalten muß, weil es zu den Dingen des täglichen Alltags gehört?


      Es ist nicht nur dein Recht, sondern auch deine Pflicht, da ihr ja weiterhin GSR ( und Sorgepflicht) habt, an den Elternabenden und Sprechtagen teilzunehmen.

      Geh weiterhin zu den Elternabenden und informiere dich. Kannst dich ja in Zurückhaltung üben.

      Elternsprechtage werden ja i.d.R. nur von den Eltern wahrgenommen, wenn Probleme auftreten und deinerseits Informations- und Erläuterungsbedarf besteht. Ansonsten geht man da ja nicht hin.
      Auch hier: wenn du Fragen hast, geh hin. Egal, ob es der KM passt oder nicht.

      Das Problem liegt eindeutig bei der KM, die mit der Situation nicht klar kommt oder klar kommen will.
      Bit
    • RE: Schule - Elternabend - Sprechtag - bei ABR

      @ Reiner

      Hast du dir schon einmal die Möglichkeit überlegt mit dem Lehrer nicht am Elternsprechtag zu sprechen sondern an einem anderen Termin den dir der Lehrer jeder Zeit anbietet?

      Wenn es dir darum geht Informationen über das Verhalten und schulische Leistungen zu sprechen, ist es doch sinnvoller mit dem Lehrer ein Einzelgespräch zuführen.

      LG
      Muggy
    • RE: Schule - Elternabend - Sprechtag - bei ABR

      Hallo Reiner,

      das sehe ich ganz genauso. Du hast das recht, dich für die Belange deines Kindes zu interessieren, und es ehrt dich, wenn du es tust.
      Eure Trennung war nicht erst gestern, und so sollte die KM so erwachsen sein, es zu ertragen 10min mit dir in einem Raum zu verweilen, um mit dem Lehrer zu reden.
      Noch etwas: Elternsprechtage sollte man nicht nur bei nereits bestehenden Problemen wahrnemen. Sie bringen einem wertvolle Infos über das Wohlergehen des Kindes, auch dann, wenn man es nicht als Problemfall einstufen würde. Und man lernt den Lehrer und seine Art kennen - auch sehr wertvoll, spätestens dann, wenn das Kind mal mit Problemen mit dem Lehrer ankommt und man die Situation dann einschätzen will.
      Natürlich kann man auch gesonderte Termine suchen, falls der Lehrer das anbietet. Aber ist das denn wirklich nötig? Natürlich solltet ihr vernünftig / ruhig miteinander umgehen können, wenn ihr so einen Termin gemeinsam wahrnehmt. Aber so wie ich das verstanden habe, ist das ja nicht das Problem. Also lass dich nicht abwimmeln.
      Und übrigens: Elternsprechtage etc. haben nichts mit ABR zu tun, sondern gehören in andere Bereiche des GSR.

      LG,
      Jo
    • RE: Schule - Elternabend - Sprechtag - bei ABR

      Original von Bit
      Elternsprechtage werden ja i.d.R. nur von den Eltern wahrgenommen, wenn Probleme auftreten und deinerseits Informations- und Erläuterungsbedarf besteht. Ansonsten geht man da ja nicht hin.

      das mag ja auch regional unterscheidlich sein, aber bei uns gehen Eltern auch dann zu den Sprechtagen, wenn keine Probleme anstehen. Es geht doch darum, den Stand des Kindes zu erfahren und sich z.B. auch über das Verhalten des Kindes im Klassenverband auszutauschen.
      rabma