Familienplanung möglich ?

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    • Familienplanung möglich ?

      Hallo Zusammen,

      also an dieser Stelle möchte ich meine bzw. unsere Situation einfach mal kurz schildern:

      - LG und ich sind seit 4 Jahren ein Paar und wohnen zusammen
      - LG hat aus erster Ehe zwei Kinder im Alter von 9 und 10 Jahren, die
      bei ihrer Mutter leben
      - LG bezahlt UHalt an die Kinder in dem Maße seiner finanziellen
      Möglichkeiten, ist also ein Mangefall mit Sb mtl. von 840 Euro
      - Wir sind beide berufstätig, wünschen uns aber
      dennoch "gemeinsamen Nachwuchs in absehbarer Zeit
      - Die beiden anderen Knirpse können sich ebenfalls damit arrangieren, ja
      würden sich sogar über ein Geschwisterchen freuen

      Da ich ein Mensch bin, der gerne alles versucht im voraus abzuklopfen, würde mich interessieren, inwieweit welche Vorteile bzw. Nachteile auf uns als Zweitfamilie zukommen würden bzw. werden und ob man evtl. Vorkehrungen im Vorfeld treffen kann um als Zweitfamilie ein einigermaßen akzeptables Leben führen zu können...

      Vielen Dank für Eure Antworten.

      Liebe Grüße
      an alle

      Dina
      ... *D I N @* ...
    • RE: Familienplanung möglich ?

      Hallo du!

      Ich bin in ähnlicher Situation und würde mich über ratschläge und Auskünfte auch sehr freuen, da man überall etwas anderes hört.

      Z.B. habe ich mal gehört, dass die Ex-Frau und die Kinder aus 1. Ehe vorgehen und erst deren Unterhalt gewährleistet werden muss und was dann noch an finanziellen Möglichkeiten übrig bleibt, hat man dann für das "neue" Kind!

      Wenn es wirklich so sein sollte, würde da smit unserer Familieplanung nichts werden. Mit 840 € im Monat + Kindergeld + Erziehungsgeld, kommt man mit 3 Personen nicht weit. :(

      Hoffentlich klärt uns mal jemand auf! :D

      Liebe Grüße

      Melanie!
    • RE: Familienplanung möglich ?

      hallo Dina, was willst Du denn "abklopfen" ?

      Finanziell isses ja jetzt schon so daß LG zu wenig verdient um 2 Kinder unterhalten zu können. mit jedem weiteren Kind müßte dann der Mangel auf 3 (evtl. mehr) Kinder verteilt werden.

      Dir würde ich - unabhängig von Eurer finanziellen Lage - raten so bald wie möglich Beruf + Kind zu vereinbaren. Checke die Möglichkeiten, wechsle evtl. zu einem familienfreundlichen Betrieb.
      [COLOR=#336666]mfg WB - für die Kontaktstelle Wiesbaden [/color]

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    • RE: Familienplanung möglich ?

      Hallo,

      bin wirklich entsetzt über eine solche Antwort! Es fehlt nur noch der Ratschlag gar keine zu bekommen, oder den LG zu verlassen, weil es sich nicht lohnt.

      Ist das wirklich alles was Ihr dazu raten könnt?

      Ich befinde mich in derselben Situation und wünsche mir sehnlichst ein gemeinsames Kind, aber so wie Ihr einem dazu antwortet, fühle ich mich wirklich entmutigt.

      Es wird doch wohl möglich sein, einem da konkretere Beispiele zu nennen!

      Wir haben von der Scheidungsanwältin meines LG gesagt bekommen, daß wenn wir heiraten und Kinder bekommen, die Zwillinge von meinem LG nur noch den Mindestsatzt an KU zustünde.
      Ist das nicht richtig?

      MfG die entmutigte Piperprues ? ?(
    • Hm, ja das mit der Zweitfamilie ist ein Problem,

      andererseits kosten die Kinder mit der Ex nach wie vor Geld, wer soll dann den Unterhalt bezahlen?

      Die Kinder der weiteren Beziehungen sind den vorhergehenden was den Unterhalt anbelangt gleichrangig, aber sie müssen den Unterhalt trotzdem erhalten.

      Deshalb gehen viele Zweitfrauen gleich nach der Geburt wieder arbeiten, es geht nicht anders.

      Der Anspruch der Kinder aus den/r vorigen Beziehung/en erlischt nicht.

      Liebe Grüße von Barbara, die mit einem Unterhaltszahler verheiratet ist, aber selbst für ihren Erstgeborenen nie Unterhalt erhalten hat.
    • RE: Familienplanung möglich ?

      hallo Piperprues, so was ist immer individuell zu sehen. Solange Du nix zu Deiner + seiner bzw. Eurer Situation schreibst kann ich Dir nix antworten.

      bin wirklich entsetzt über eine solche Antwort!

      Und was entsetzt Dich daran ? Mit solchen Allgemeinheiten kann ich nix anfangen. ?(

      Es fehlt nur noch der Ratschlag gar keine zu bekommen, oder den LG zu verlassen, weil es sich nicht lohnt.

      Und hasse Übertreibungen ! Und wenn jemand was erfindet was ich gar nicht geschrieben habe !! X(

      Ich befinde mich in derselben Situation und wünsche mir sehnlichst ein gemeinsames Kind, aber so wie Ihr einem dazu antwortet, fühle ich mich wirklich entmutigt.

      ich lese nur „ich“ ! was ist denn mit dem ins Auge gefassten „zukünftigen“ Vater ? Wie steht er denn dazu ?
      Wie würde es denn aussehen wenn die 2 Kinder (wie im Starter Beispiel) nicht bei Mutter sondern bei Euch leben würden, ohne Chance aus KU von „außerhalb“ ?

      Ich kann Dir nur schreiben dass ich bei meinem Gehalt (von dem Nervenkostüm mal ganz abgesehen, denn 2 Kinder bedeutet nicht “doppelt” sondern “im Quadrat”) schon in der Ehe mit 2 Kindern die Grenze erreicht sah, daran hätte eine neue Partnerin auch nix ändern können.
      [COLOR=#336666]mfg WB - für die Kontaktstelle Wiesbaden [/color]

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    • RE: Familienplanung möglich ?

      Mahlzeit!

      Zum ersten habe ich etwas zu unserer Situation geschrieben, schließlich befinden wir uns in derselben und zweitens habe ich nichts erfunden was dort stehen soll, habe nur bemerkt, was da noch gefehlt hätte!

      Der ins Auge gefaßte, zukünftige Vater sieht das genauso.

      Mein LG liebt seine Kinder über alles und hätte sie lieber bei uns, weil die Mutter die beiden sehr verwahrlosen läßt (sie stinken, der Ohrenschmalz hängt schon in der Ohrmuschel und die Fußnägel sind schwarz und viel zu lang, das nur am Rande) und außerdem sind sie andauernd krank, nur leider wissen wir nicht wie wir das bewerkstelligen können. Mein LG zahlt eine Menge KU und wir bekommen immer wieder mit, das die Kinder davon überhaupt nicht profitieren, das tut weh und ist völlig unfair. Mir selber macht der KU überhaupt nichts aus, auch nicht falls der sich extrem auf unsere Familienpalnung auswirken sollte, aber kann man iregndwie sicherstellen, das die Kinder etwas davon haben?
    • RE: Familienplanung möglich ?

      Hallo Wolfgang!

      Ich würde mich freuen, wenn du mir eine Antwort auf meine Frage "Ist eine Familienplanung bei mir und meinem Freund rechtlich gesehen möglich?" geben könntest.

      Mein Freund lebt getrennt und wartet gerade auf den Scheidungstermin. Er war 7 Jahre lang verheiratet und hat einen 8 jährigen Sohn. Seine Frau hat bis auf einen Mini-Job nie in der Ehe gearbeitet.
      Mein Freund verdient ca. 1500 Euro netto (Steuerklasse I) und hat noch ca. 450 Euro Spesen (1/3 davon steht der Frau zu).
      Er zahlt z.Z. insgesamt 650 Euro Unterhalt an seine Ex und den gemeinsamen Sohn. Eheliche Schulden sind schon abgezogen.

      Seine Ex hat noch eine 13 jährige Tochter, er hat sie nicht adoptiert und ist somit nicht unterhaltspflichtig für sie.

      Seine Ex hat seit 1 Jahe wieder einen Minijob, der aber nicht angerechnet wird (überoblgatorische Arbeit oder so ähnlich).

      Meine Frage stelle ich deshalb, da ich in einem Buch (Im Schatten der Ex) gelesen habe, dass wir als angehende Zweitfamilie nur Nachteile hätten. Auch bezüglich unseres gemeinsam geplanten Kindes. Ich müsste angeblich direkt wieder arbeiten gehen, da die Erstfamilie und die dort anfallenden Unterhaltsanspürche an Kind UND Ex gewährleistet sein müssen und er deshalb weiterhin den o.g. Unterhalt zahlen müsste.

      Was wäre denn mit dem Geld, was wir zusätzlich für unser Kind bräuchten? Ich dachte immer, Kinder gehen vor? Muss er seiner Ex dann weiterhin den vollen EU zahlen?

      Was wäre wenn ich nach der Geburt erst einmal 1 Jahr lang zu Hause bleiben würde, da ich keine Betreuungsmöglichkeiten hätte? Wer kommt für meinen Verdienstausfall auf, wenn mein Freund angeblich weiterhin den selben unterhalt an seine Ex zahlen müsste?

      Das ist für mich noch unverständlich!

      Ich würde mich freuen, wenn du mir eine Antwort geben könntest!

      Vielen Dank im Vorraus!

      Liebe Grüße

      Melanie!
    • RE: Familienplanung möglich ?

      Zum Kind: Das neue Kind kommt als neuer Unterhaltsberechtigter mit dazu. Die finanzielle Verteilmasse deines Freundes wird also neu aufgeteilt, diesmal unter zwei Kindern plus Ex statt einem Kind plus Ex. Macht in der Praxis nur in wenigen Fällen etwas aus. Lass dirs ausrechnen.

      Zur Ex: Ihr Anspruch wird nur geringer, wenn dein Freund Mangelfall ist, weil Kindesunterhalt dann vorgeht. Bringt euch aber kein Geld in die Kasse, Mangelfall ist Mangelfall egal wodurch. Für die Ex beginnt mit der dritten Grundschulklasse des KIndes aber die Pflicht zur Teilzeitarbeit. In dieser Richtung könnte was zu machen sein.

      Zu Dir: Deine Ansprüche stehen ganz hinten. Wenn das Geld nicht langt, euer Pech. Zweitfamilien sind im Familienrecht nachrangig. Das Claim "Mann" ist schon abgesteckt, besetzt und eintgetragen. Leider nicht von dir: Hinten anstellen, hinter den drei anderen Claimbesitzern.

      Zum Kinderwunsch: Jeder lebt verschieden. Manche kommen mit sehr wenig Geld zurecht, manche brauchen sehr viel. Wer wirklich ein Kind will, schafft das auch mit wenig Geld. Das Leben auf Sozialgeldniveau und darunter ist eben verständlicherweise nicht jedermanns Sache.
    • RE: Familienplanung möglich ?

      hallo Melanie!, das Buch ist nicht auf dem neuesten Stand der Rechtsprechung, und wohl etwas verallgemeinernd geschrieben.

      Ist eine Familienplanung bei mir und meinem Freund rechtlich gesehen möglich?
      es gibt kein Gesetz das Dir/Euch eine Planung verbietet. Auch nicht die Durchführung.
      ich verstehe die Frage nicht.

      Seine Frau hat bis auf einen Mini-Job nie in der Ehe gearbeitet.
      Ob er Dir das auch bieten kann weis ich nicht. Noch weniger ob er das nach seinen jetzigen Erfahrungen überhaupt wieder machen will. Aber es erhöht die Wahrscheinlichkeit daß er ihr lebenslang zumindest einen Aufstockungsunterhalt (AU) zahlen muß.

      Seine Ex hat seit 1 Jahe wieder einen Minijob, der aber nicht angerechnet wird
      dazu hast Du woanders schon erschöpfend Auskunft bekommen.

      Ich dachte immer, Kinder gehen vor?
      stimmt auch. Allerdings ist hier die Rechtsprechung unterschiedlich. Es gibt Urteile in denen der KU für "nachehelich" geborene Kinder nicht vor EU - Berechnung vom Einkommen abgezogen werden. wie das von Eurem OLG gesehen wird, schau in die Leitlinien u./o. geh zu einer Veranstaltung der nächstgelegenen ISUV – Bezirksstelle. *)

      Muss er seiner Ex dann weiterhin den vollen EU zahlen?
      kann passieren.

      Was wäre wenn ich nach der Geburt erst einmal 1 Jahr lang zu Hause bleiben würde,
      Du bist nach dem Gesetz nachrangig, kommst an letzter Stelle. *)

      steuerlichen Vorteile einer Heirat zwischen uns, ausschließlich der Ex-Familie zugute kommen würden.
      das ist höchstrichterlich anders entschieden. EU für „vorherige Ehefrau“ wird nach Steuerklasse 1 berechnet.

      nachdem Du hier viele Frage zum Finanziellen gestellt hast, hier noch ein paar allgemeine Anmerkungen dazu.
      das alles muß jede/r für die jeweilige, individuelle Konstellation durchrechnen. Da aber vieles nicht eindeutig vorhersehbar ist bleibt es immer eine Rechnung mit (zu) vielen Unbekannten.

      mit steigendem Alter Kind (1) wird ja „überobligatorisch“ immer weniger, es wird immer längere Arbeitszeit für Ex zumutbar. Was daraus wird, wieviel sie dadurch erzielen kann, das kann wohl kaum jemand vorhersagen. Wir hier ganz sicher nicht.

      *) hier muß ich noch kurz auf die geplante Gesetzesänderung eingehen. Es ist (war ?) geplant (minderjährigen) Kindern eindeutig Vorrang zu geben. Auch der absolute Vorrang der Ex vor der „neuen“ Ehefrau soll(te) modifiziert werden, daß kinderbetreuende ET Vorrang vor nichtbetreuenden bekommen, gleichrangig mit anderen Betreuenden.
      Das wäre ja sicher in Deiner Situation von Vorteil für Dich. Nun hat sich ja seit gestern Abend das alles geändert. Diese Regierung wird es nur noch bis Herbst geben, der „Fahrplan“ für diese geplanten Gesetze kann damit unmöglich eingehalten werden. Und wo dann die neuen Regierung, egal welcher „Couleur“, ihre Schwerpunkte legen wird kann niemand hier vorhersagen.
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    • RE: Familienplanung möglich ?

      Danke für eure ausfürhlichen Antworten!

      Schwierig wird es alle Mal, unmöglöich ist nichts!

      Zu Mondschein:

      "Zum Kinderwunsch: Jeder lebt verschieden. Manche kommen mit sehr wenig Geld zurecht, manche brauchen sehr viel. Wer wirklich ein Kind will, schafft das auch mit wenig Geld. Das Leben auf Sozialgeldniveau und darunter ist eben verständlicherweise nicht jedermanns Sache."

      Da hast du Recht. Ich habe kein Problem mit wenig Geld auszukommen und weiter arbeiten zu gehen (anfangs nur ein paar Stunden). Allerdings kommen wir jetzt schon gerade eben mit dem Geld hin, wegen der Unterhaltszahlungen an seine Ex. Deshaklb meine Frage, ob sich bei einem neuen Kind da etwas ändert, weil dann ja die Lebenshaltungskosten verständlich höher werden würden.

      Zu Wolfgang:


      "Seine Frau hat bis auf einen Mini-Job nie in der Ehe gearbeitet.
      Ob er Dir das auch bieten kann weis ich nicht. Noch weniger ob er das nach seinen jetzigen Erfahrungen überhaupt wieder machen will. Aber es erhöht die Wahrscheinlichkeit daß er ihr lebenslang zumindest einen Aufstockungsunterhalt (AU) zahlen muß."

      Das brauch er mir auch nicht zu "bieten" weil ich ja weiter arbeiten gehen würde. Wir beide sind halt nur der Meinung, dass ich 1 Jahr zu Hause bleiben sollte, weil wir niemanden hätten, der das Kind beaufsichtigen könnte. Höchstens eine Tagesmutter, die dann ja auch finanziert werden müsste.
      Aber nachdem was du so schreibst und ich das alles durchrechne, würde mir eh nichts anderes übrig bleiben, als nach der Geburt wieder voll durchzustarten. Es sei denn die Reform würde durchgesetz werden, was nach den Neuwahlen höchstwahrscheinlich nicht geschehen wird.

      Also bleiben wir weiterhin auf den gesetzlichen Stand von 1977! :rolleyes:

      Das mit dem Aufstockungsunterhalt versteh ich überhaupt nicht. Rein prinzipiell. Mein Vater musste meiner Mutter nie einen AU zahlen. Sie musste sich um eine Umschulung kümmern. Naja, wahrscheinlich auch nur, weil sie es selbst wollte....

      LG

      Melanie!