Unterhalt. Brauche dringend Hilfe

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    • Unterhalt. Brauche dringend Hilfe

      Guten Morgen,

      ich habe mich vor einer Woche von meinem zweiten Mann getrennt, weil er an Weihnachten tätlich geworden ist. Wir haben frisch gebaut und sind vor 2 Monaten ins neue Haus gezogen. Mein Mann ist jetzt ausgezogen und ich lebe mit meinen zwei Kinder hier. Ein Kind ist aus erster Ehe (5 Jahre) und das zweite Kind (2 Jahre) aus dieser Ehe.

      Jetzt war ich gestern beim Anwalt und der sagte mir das meinem Mann zuerst die Kosten für das Darlehen abgezogen werden und dann noch sein Selbstbehalt. Somit bleiben dann für mich und meine zwei Kinder 200,-- Euro im Monat. Desweiteren muß ich die Nebenkosten für das neue Haus tragen. Sein Tip war das wir das neue Haus am besten verkaufen oder vermieten sollen. Habe jetzt versucht mit meinem Mann zu reden, aber er will das Haus unbedingt behalten.
      Außerdem sagte mir mein Anwalt das ich keine Soz.-Hilfe beantragen könne, weil das Haus da wäre.

      Hoffe, ich habe es einigermaßen verständlich geschrieben.

      Wo kann ich denn jetzt Hilfe finden?
      Habe keine Ahnung wie es finanziell weiter gehen soll?

      Ich kann doch nicht von 200,-- + 308,-- Euro im Monat mich und meine Kinder durch bringen!

      Mein Mann hat psychische Probleme und rafft das mit dem Geld einfach nicht.

      Was soll ich jetzt machen?

      Vielen Dank
      Kirs
    • ergänzungen dazu

      Hi Kirs,
      da evtl. einige mit deinen Zahlen nichts anfangen können, hier ein paar Ergänzungen:

      308 Euro sind das Kindergeld für zwei Kinder

      Mann verdient (momentan) 2000Euro Netto, 900Euro kostet das Haus per Monat an Hypo

      Für das Kind aus erster Ehe will Kirs wieder Unterhaltsvorschuss beantragen, also 110Euro.

      200Euro vom Ehemann für das zweite Kind und Mutter
      110Euro Unterhaltsvorschuss fürs erste Kind
      308 Euro KIndergeld
      ----------------------------
      618Euro für drei Personen.

      Gruss

      PS
      hoffe dass ich das so kompolett und richtig wiedergegeben habe
      sub omni canone =/ unter aller Kanone
    • RE: ergänzungen dazu

      Original von RainerM
      Mann verdient (momentan) 2000Euro Netto, 900Euro kostet das Haus per Monat an Hypo

      Oh je, kann ich da nur sagen...
      Wenn man da nur mal ganz überschlägig draufschaut, dann wird klar, dass in solch einer Konstallation -wenn überhaupt- nur ganz, ganz begrenzt Unterhalt fliessen wird...
      2.000,- Netto ist vermutlich ja noch nicht bereinigt, d.h. da gehen dann ca. 100,- EUR für berufsbedingte Aufwendungen und dann noch die 900,- EUR eheprägende / abzugsfähige Schulden ab, verbleiben also gerade mal 1.000,- EUR. Wenn sich der Fall im Westen befindet, ist der Selbstbehalt mit 840,- EUR anzusetzen, Verteilmasse wären dann noch nicht einmal die genannten 200,- sondern nur 160,- EUR
      - es wäre mal zu prüfen, ob eine Tilgungsstreckung möglich wäre.

      Gruß von der ansonsten ziemlich ratlosen
      rabma
      rabma
    • eheprägend/ehebedingt etc pp

      hi rabma,
      das Thema Unterhalt ist ja immer recht kompliziert...

      hier will der Mann das Haus halten, - verweigert den Verkauf.

      Allerdings denke ich, dass ihm über kurz oder lang, nichts anderes übrig bleiben wird.

      Während der Trennungsphase / Trennungsjahr wird man wohl keinen Verkauf erzwingen können, aber wie sieht es nach der Scheidung aus?

      Kann er sich dann immer noch darauf berufen, dass die Hauskosten eheprägend waren?
      Ich meine speziell wegen des Kindesunterhaltes, aber auch EU.

      Oder wird er dann auf die im selbstbehalt enthaltenen Wohnkosten (360Euro?!) verwiesen und muss zusehen, wie er mit der Hypo umgeht?!

      Das sind Fragen, die ich so ohne weizteres leider nicht beantworten kann.... aber ich hoffe, dass sich hier jemand findet.

      Gruss
      sub omni canone =/ unter aller Kanone
    • Ich habe in meiner damaligen akuten Trennungssituation mit meiner Gattin eine notarielle Vereinbarung abgeschlossen, um die wirtschaftlichen Verhältnisse abzusichern.

      Dabei war das Hauptziel, die Verwertung des gemeinsamen Hauses und die Verteilung der Lasten bis dahin zu regeln. Kurzinhalt: ich ziehe aus, wohne so billig wie möglich und ernähre mich von trockenem Brot und billigem Rotwein, bezahle die Hauslasten inklusive Nebenkosten, das Auto und einen ausreichenden Betrag zur Haushaltsführung. Der Rest ist mein Luxus ( :rolleyes: )
      Ist das Haus verkauft (was bei einer größeren Hütte nicht einfach ist), zieht sie aus, der etwaige Nettoerlös wird geteilt und die normalen Unterhaltsansprüche werden geklärt.

      Ich habe in dieser Phase, die ein halbes Jaht gedauert hat und maximal ein Jahr hätte dauern können, auf Selbstbehalt und ähnliches gepfiffen. Da das Haus sowieso verkauft werden muß, kann man das doch gleich geordnet angehen, finde ich. Klingt jetzt natürlich einfacher als es ist, aber einen Versuch ist es wert.
      üri
    • RE: Unterhalt. Brauche dringend Hilfe

      Hallo Kirs,

      mir ist noch ein kleiner Lichtblick eingefallen - Wohngeld kann auch bei Eigentum gewährt werden, das heisst dann wohl "Lastenzuschuss". Es kann sein, dass Du dafür aber die Hypokosten (z.T.) selber tragen musst. Vielleicht ist das ein Ansatz, um ersteinmal über die Runden zu kommen - wird aber vermutlich die Zusammenarbeit mit Deinem Mann erforderlich machen.

      Ich schau, dass ich heute Abend nochmal auf die Ergänzungen von Rainer antworte...

      Alles Gute
      rabma
      rabma
    • RE: Unterhalt. Brauche dringend Hilfe

      Original von rabma
      Hallo Kirs,

      mir ist noch ein kleiner Lichtblick eingefallen - Wohngeld kann auch bei Eigentum gewährt werden, das heisst dann wohl "Lastenzuschuss". Es kann sein, dass Du dafür aber die Hypokosten (z.T.) selber tragen musst. Vielleicht ist das ein Ansatz, um ersteinmal über die Runden zu kommen - wird aber vermutlich die Zusammenarbeit mit Deinem Mann erforderlich machen.

      Ich schau, dass ich heute Abend nochmal auf die Ergänzungen von Rainer antworte...

      Alles Gute
      rabma


      ...Lastenzuschuß steht übrigens möglicherweise bei diesen Einkommensverhältnissen dem selbst nutzenden Eigentümer sowieso zu. Bei der Wohngeldstelle der Gemeinde fragen.
      Wird denn keine Eigenheimuzulage gezahlt?
      Wem gehört das Haus überhaupt?
      üri
    • RE: Unterhalt. Brauche dringend Hilfe

      Ist es denn wirklich so das ich vom Staat keine Unterstützung bekomme??

      Übrigens mein Mann hat den Vorschlag gemacht das er Haus mit Darlehen übernimmt, die Bank würde da sogar mitmachen, dann wäre ich mal aus den Schulden, allerdings würde ich ja dann immer noch keinen Unterhalt bekommen, weil er ja immer noch die Kosten hat. Aber gibt es einen Richter auf dieser Welt, der einen unterhaltpflichtigen Vater locker auf 170 qm wohnen läßt?? Wie sähe das dann nach der Scheidung aus und vorallem könnte ich dann Sozialhilfe oder ähnliches bekommen???

      Eigenheimzulage bekommen wir, die möchte aber schon die Bausparkasse. Und verkaufen will er die Hütte auf keinen Fall, kann reden was ich will, er nimmt lieber finanziellen Ruin in Kauf.

      Mit dem Wohngeld bei Eigentum kenne ich. Als ich mich von meinem ersten Mann getrennt habe, mußte ich ein paar Monate Soz.-Hilfe in Anspruch nehmen, meine kleine Hütte konnte ich damals nur behalten, weil sie nur 60qm hatte, wenn ich ein größeres Haus besessen hätte, hätte ich das damals nach schnellst möglich verkaufen müssen.

      LG Kirs
    • RE: Unterhalt. Brauche dringend Hilfe

      Hallo Kirs,

      Original von Kirs
      Ist es denn wirklich so das ich vom Staat keine Unterstützung bekomme??
      na, Wohngeld/Lastenzuschuss würde ich nicht als "nichts" bezeichnen...

      Original von Kirs
      Übrigens mein Mann hat den Vorschlag gemacht das er Haus mit Darlehen übernimmt, die Bank würde da sogar mitmachen, dann wäre ich mal aus den Schulden,
      das würde ich mir an Deiner Stelle wirklich mal überlegen - ob es eine faire/ sinnvolle Lösung ist, hängt von vielen ganz persönlichen Faktoren ab, z.B. der Frage ob Du Geld (Schenkung, Erbe, Erspartes aus vorehelicher Zeit) in das Haus gesteckt hast, wie hoch die Schuldenlast noch ist bzw. welcher Anteil schon getilgt worden ist, ...

      Original von Kirs
      ... allerdings würde ich ja dann immer noch keinen Unterhalt bekommen, weil er ja immer noch die Kosten hat. Aber gibt es einen Richter auf dieser Welt, der einen unterhaltpflichtigen Vater locker auf 170 qm wohnen läßt?? Wie sähe das dann nach der Scheidung aus und vorallem könnte ich dann Sozialhilfe oder ähnliches bekommen???
      ohne Haus sähe die Lage in Bezug auf Sozialhilfe deutlich anders aus, m.E. sogar bereits ab Übergang von Nutzen und Lasten, d.h. evtl. schon eine ganze Weile vor der Scheidung - ansonsten ist die Eingangsbemerkung natürlich vollkommen richtig.

      Original von Kirs
      Eigenheimzulage bekommen wir, die möchte aber schon die Bausparkasse.

      hoppla, da müsst ihr aber vorsichtig sein, denn Eigenheimzulage bekommt man nur, für selbstbewohntes Eigentum - ich gehe davon aus, dass das Haus 50/50 im Grundbuch eingetragen ist, dann bekommt jeder von Euch eine halbe Eigenheimzulage und die fällt weg, wenn man nicht mehr selber im geförderten Objekt drin wohnt, es sei denn man überlässt das Haus / seine Hälfte kostenlos einem nahen Angehörigen. Von so Dingen wie "Objektverbrauch" mag ich gerade gar nicht gross reden, denn das würde dich wohl nur noch zusätzlich verwirren. Vielleicht nur so viel: Ich hoffe Euer offizielles Trennungsdatum liegt im Jahre 2005. Ganz allgemein wäre es vermutlich sinnvoll anstehende Verträge (Haus, Scheidungsfolgen, ... betreffend) auch von einem versierten Steuerberater prüfen zu lassen.

      Gruß
      rabma
      rabma
    • RE: eheprägend/ehebedingt etc pp

      Hallo Rainer,

      ich denke mit so mancher Voraussage befindet man sich ein wenig im Reich der Spekulationen... oder anders ausgedrückt: "Vor Gericht und auf hoher See bist Du in Gottes Hand".

      Original von RainerM
      Während der Trennungsphase / Trennungsjahr wird man wohl keinen Verkauf erzwingen können, aber wie sieht es nach der Scheidung aus?
      nun, auch ich denke, dass während des ersten Trennungsjahrs absolut nichts zu machen ist, danach dürfte es anders aussehen

      Original von RainerM
      Kann er sich dann immer noch darauf berufen, dass die Hauskosten eheprägend waren?
      Ich meine speziell wegen des Kindesunterhaltes, aber auch EU.
      Ich befürchte, dass im konkreten Falle an EU kaum zu denken ist.

      Original von RainerM
      Oder wird er dann auf die im selbstbehalt enthaltenen Wohnkosten (360Euro?!) verwiesen und muss zusehen, wie er mit der Hypo umgeht?!
      auch das ist gut möglich...

      Gruß
      rabma
      rabma
    • RE: Unterhalt. Brauche dringend Hilfe

      Original von rabma
      Ich hoffe Euer offizielles Trennungsdatum liegt im Jahre 2005.


      Hallo rabma,

      hat auf die Eigenheimzulage nur bedingt Einfluß.

      Bereits 2004 gezahlte EHZ braucht nicht zurück gezahlt zu werden, auch wenn die Trennung schon Frühjahr 04 war.

      Die Meldung wird erst an das FA weitergeleitet, wenn die Meldung beim Einwohnermeldeamt abgegeben wurde und die Eintragung auf der Lohnsteuerkarte erfolgte. Da passiert aber noch gar nichts, wenn der Hauptwohnsitz weiterhin im EFH ist und die neue Wohnung als Zweitwohnsitz angemeldet wird. Also: EHZ wird auch weiter gezahlt.

      Änderung LSK auf I/II auch möglich. Kinderfreibeträge für EHZ beachten !

      Der "Dumme" ist der, der auszieht und die Wohnung als Hauptwohnsitz anmeldet.
      Bit
    • RE: Unterhalt. Brauche dringend Hilfe

      Hallo Kirs,

      Ist es denn wirklich so das ich vom Staat keine Unterstützung bekomme?

      Also ich weis nun nicht ob sich auch das mit Hartz bzw. ALG2 geändert hat. Aber bisher war es so, wenn Du zum Sozialamt gehst und denen klar machst dass Du „kein Geld“ (flüssig) hast, müssen die Dir – als Darlehen – was geben. Dann halt unter der Maßgabe das im Haus steckende Geld „flüssig zu machen“, dann zurückzahlen.

      Übrigens mein Mann hat den Vorschlag gemacht das er Haus mit Darlehen übernimmt, die Bank würde da sogar mitmachen,

      kann ich mit nach Deiner Schilderung kaum vorstellen. Egal, das hilft „ihm“ in keinster Weise weiter. Denn jetzt kann Dir mietfrei wohnen als Unterhalt angerechnet werden, das fällt dann weg.

      unterhaltpflichtigen Vater locker auf 170 qm wohnen läßt?

      Da wird „ihm“ sicher zugemutet einen teil zu vermieten, die Mieteinnahme zählt dann zum Einkommen.
      [COLOR=#336666]mfg WB - für die Kontaktstelle Wiesbaden [/color]

      [IMG]http://forum.isuv.org/images/avatars/avatar-545.gif[/IMG]
    • RE: Unterhalt. Brauche dringend Hilfe

      Es ist wirklich so das er das Haus auf jeden Fall behalten will. Zu meiner Mutter hat er wortwörtlich gemeint: "Das wäre sein Lebenswerk" . Ich habe auch versucht mit ihm zu reden, aber da ist nix mehr zu machen, habe ihm gesagt das seine Kinder dann zu Soz.-Hilfeempfänger werden. Interessiert ihn null. Wir sind erst vor 6 Wochen eingezogen, d.h. es ist noch gar nix getilgt aus den Darlehen. Eigenheimzulage habe ich schon einmal erhalten. Im Moment möchte ich eigentlich nur noch das er mich endlich in Ruhe läßt, eine eigene Mietwohnung für meine Kinder und mich und etwas Geld, damit wir drei über die Runden kommen.

      Habe jetzt am Montag nochmal Anwaltstermin und hoffe, das er sagt das ich aus den Darlehen raus soll. Ich kann mir nicht vorstellen das mein Mann das Haus finanz. halten kann, wenn er dann noch in eine andere Steuerklasse kommt, aber dann wäre ich wenigstens bei Zwangsversteigerung nicht auch total verschuldet.

      LG Kirs
    • hi Kirs,
      im Grunde genommen schein bei euch doch noch alles recht "frisch" zu sein...
      kannst du mit Sicherheit sagen, dass nichts zu reparieren ist?

      Neben den dramatischen materiellen Konsequenzen geht es ja auch um die Kinder,... oder ist zwischenmenschlich bei euch soviel kaputt, dass es irreparabel ist?

      Da dein Mann mit dieser Situation erstmal zurechtkommen muss, wird er früher oder später sicherlich einige aussagen revidieren.
      Vor allem dass er das Haus weiterhalten will.

      Ich bin mir sicher, dass er diese Scxhulden nach der Scheidung nicht mehr zu Lasten des Kindesunterhaltes rechnen kann.

      Und damit die Verluste durch den Verkauf euch nicht dne Rest eures Lebens verfolgen, muss da eine Lösung her.

      Die kann ja auch evtl., in einer Art von Kommune/Haushaltsgemeinschaft stattfinden, wobei man hinsichtlich der Scheidung etwas aufpassen muss.... aber wenn eine Partei im Dachgeschoss und die andere im Erdgeschoss wohnt....

      nachdenken solltet ihr darüber....
      sub omni canone =/ unter aller Kanone
    • Da ist leider nichts mehr zu kitten, die letzten zwei Jahre waren die Hölle für. Ich ertrage seine Wutausbrüche usw. nicht mehr und das er ein psychisches Problem hat weiß ich ja auch schon länger. Sein einer Therapeut meinte ja sogar er wäre wohl manisch-depressiv. Ob das stimmt, keine Ahnung, bin ja kein Arzt.

      Wenn ich ihm das neue Haus lasse bin ich da wenigstens finanz. raus und kann dann im Notfall vielleicht mal übergangsweise Sozialhilfe bekommen?????

      Ich will nur noch weg und meine eigene Wohnung, ständig habe ich Angst das er kommt, er bedroht mich laufend, will mir mein Auto wegnehmen und und und....

      LG Kirs
    • Hi Kirs

      also wenn du kleines Häuschen und Aute etc pp hast, wird es mit Sozi oder ALG2 recht schlecht aussehen.

      Ob du aus dem neune Haus so einfach rauskommst, bezweifel ich.
      wenn ja und unter der Berücksichtigung, dass dein Mann dann später wieder StKlasse I bekommt und Unterhaltspflichten hat, geht das den Bach runter... kann ich mir nicht anders denken.

      cu
      sub omni canone =/ unter aller Kanone