Rene
Hallo zusammen,
die Kinder meines Lebensgefährten dürfen bei ihrer Mutter regelmäßig Gewaltspiele (z.B.GTA) am PC spielen und Horrofilme sehen,
die nicht für ihr Alter geeignet sind (ab 16 oder 18).
Der Kleine ist 8 geworden und der Große ist 13.
Mein Lebensgefährten hat der KM bereits eine Email geschrieben,
daß sie das den Kindern bitte nicht erlauben soll.
Sie hat jedoch geantwortet, daß er nichts mit der Erziehung der Kinder zu tun hat und es ihn nichts anginge.
Sie und ihr neuer Freund, wüssten genau, was gut ist für die Jungs.
Die Jungs sind regelmäßig alle 2 Wochen von Do-Mo, halbe Ferien und Feiertage bei uns.
Ein vernünftiges Gespräch bzw. Einigung zwischen den Eltern ist leider nicht möglich.
Was kann mein Lebensgefährte (seit 3 Jahren von KM getrennt/seit 5 Monaten geschieden) dagegen unternehmen und von wem Unterstützung bekommen?
Hoffe auf Ratschläge,
Rene
Hallo,
hat keiner Erfahrung mit solch einer Situation und einen guten Rat oder Tipps für uns?
Danke.
Lieben Gruß,
Karbon
Hallo Rene,
| Zitat: |
| Ein vernünftiges Gespräch bzw. Einigung zwischen den Eltern ist leider nicht möglich. |
Das ist das Problem, die Eltern müssen sich unterhalten - und wenn allein vorerst nicht klappt, dann mit Hilfe Jugendamt, KSB, Diakonie, etc.
LG - Karbon
edy
Hallo Rene,
| Zitat: |
| Mein Lebensgefährten hat der KM bereits eine Email geschrieben, |
Hier kann doch nur ein persönliches Gespräch weiterführen.
Wenn der Mutter das Wohl der Kinder wichtig ist,dann lässt Sie sich
vielleicht auf einen Beratungstermin bei z.b. Caritas ein .
lg
edy
Rene
Hallo,
danke für die Ratschläge.
Ja, wenn der Mutter das Wohl der Kinder wichtig wäre, würde sie diese Spiele bzw. Filme den Kindern gar nicht bzw. nur begrenzt erlauben und ein Gespräch wäre gar nicht notwendig.
Leider ist sie zu keinem Gespräch in irgendeiner Form bereit.
Lieben Dank,
Dumpi
Hallo Rene!
So wie es sich liest, wirst der KV gegen Windmühlen kämpfen, wenn er versucht, am Verhalten der Mutter etwas zu ändern. Mir scheint aber, ihr habt doch regelmäßig Zeit mit den Kindern, in der man dieses Thema auch mal diskutieren könnte.
Mir ist bewusst, dass die Kinder weiterspielen und weiterschauen werden, weils ja so cool ist, aber zumindest kann man, indem man drüber redet, versuchen, bei den Kindern eine Art von Reflektion zu fördern. Die beiden sind alt genug, um sich damit auseinanderzusetzen.
Ich weiss ja nicht, inwieweit die Kinder da zugänglich sind, aber ich sehe das als einzige Möglichkeit, die Sache anzugehen, da die KM ja zu Gesprächen nicht bereit scheint. Macht man da ein riesiges Faß mit Beratungsstelle auf, kann das leicht zum Bumerang werden und eine Art Krieg auch auf anderen Bereichen heraufbeschwören.
Just my 2 cent...
Gruß
Rene
Hallo Dumpi,
der KV hat bereits mit beiden Kindern - mit dem Großen mehrfach - über das Thema gesprochen.
Der Große sagt dann nur, "ja, geht klar" und geht dann zu seiner Mutter und dort geht es ganz normal weiter.
Mit den Behörden sehe ich das genauso.
Nachdem wir vom JA schon keine Hilfe erhalten haben, fände ich es auch recht fragwürdig, Beratungsstellen mit reinzuziehen.
Wahrscheinlich hast Du Recht und nur Geduld und wiederholtes Reden mit den Kindern kann da (hoffentlich) langfristig wohl weiterhelfen.
Lieben Gruß,
Wolfgang Becker
Hallo Rene, Zusammen, ich warne davor den "anderen" ET wegen anderer Erziehungsmethoden, -grundsätze zu "verdammen". Auch wenn einem die noch so verkehrt anmuten.
Man beobachtet ja auch als (zusammenlebende, sich einig seiende) Eltern dass andere Eltern (z.B. von Kindern, mit denen das eigene Kind zur Schule geht) völlig anders "ticken" als man selbst. Und da unternimmt man dann nix dagegen. Auch nicht wenn die Kinder sich öfters nach der Schule zum Spielen treffen.
Sondern versucht nur dem "eigenen" Kind zu erklären dass es eben Unterschiede zwischen den Menschen gibt, und man nicht vor hat "das" so zu machen wie die "Eltern vom Freund".
Rene
Hallo Wolfgang,
naja, ich finde schon, daß es einen sehr großen Unterschied macht, ob "nur" die Eltern des Nachbarskindes "anders" ticken oder der Elternteil (KM), der sein eigenes Kind (mit-) erzieht.
Und wir finden auch, daß Horrorfilme und Gewaltspiele ja nicht einfach nur unter die Rubrik "anders" ticken fällt.
Was nutzt es außerdem, einem 8 Jährigen zu erklären, daß seine Mutter ihn zwar Gewaltspiele spielen läßt, wir das aber nicht gut heißen?
Der einzige Effekt wird sein, daß er uns -mal wieder- als "Spaßbremse" sieht, mehr nicht.
Fakt bleibt, daß er diese Spiele dann doch spielt (der Große mit fast 14 darf es ja auch...) und wir den eventuellen Schaden (zu lange Nachts wach bleiben, total übermüdet sein, Aggressionen, Alpträume, Gewalt nicht einschätzen können) nicht verhindern konnten bzw. verhindert haben.
Nur nebenbei, wenn ein Nachbarskind zum Spielen bei uns ist und es sich in unseren Augen daneben benimmt (unhöflich, schlechte Tischmanieren, Toilettenspülung nicht benutzt etc.), machen wir es schon darauf aufmerksam.
Lieben Gruß,
Dumpi
| Zitat: |
Original von Rene
Was nutzt es außerdem, einem 8 Jährigen zu erklären, daß seine Mutter ihn zwar Gewaltspiele spielen läßt, wir das aber nicht gut heißen?
Der einzige Effekt wird sein, daß er uns -mal wieder- als "Spaßbremse" sieht, mehr nicht.
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Hallo!
Und genau da wäre der Ansatzpunkt. Nicht nur sagen, dass ihr es nicht gutheisst, sondern mit dem Kind erforschen, was solche Spiele und Filme mit ihm machen, wie er sich dann fühlt etc.
Reden, reden, reden, nicht verbieten, dass ist hier die Devise. Eure einzige Chance, da überhaupt Einfluss zu nehmen.
Und, Kinder brauche Spassbremsen, das Leben ist nämlich keine Kirmes. Das muss man dann einfach mal aushalten.
Viele Grüße
Prosop
Hallo,
ganz ehrlich, ich möchte nicht mit Euch tauschen.
Dem Kind vorleben, dass es auch ohne geht. Erklären, warum diese Spiele und Filme nicht gut sind. Grenze setzen, denn Grenzen geben auch Halt. Ein 14jähriger wird das natürlich nie zugeben, ist aber so. Kann sein, dass er mit 16 schon erkennt, dass Grenzen ein Ausdruck von Liebe und Verantwortung sind, alles durchgehen lassen eben Gleichgültigkeit bedeutet.
Vielleicht mit Lehrern in Kontakt bleiben, um bei Verhaltensauffälligkeit aktiv zu werden. Das Ganze, ohne die KM anzuschwärzen, das verhärtet die Fronten nur noch mehr.
LG Prosop
Wolfgang Becker
Hallo Rene, Du regst Dich über Dinge auf, wo Dir zwar die Meisten zustimmen dass man das nicht machen soll. Doch das nutzt Niemand, weder Dir noch den Kindern.
Du steigerst Dich in eine "Anti"-Stimmung, immer weiter rein. Und das ist dann sogar eher schädlich. Für die Beziehung der Eltern untereinander wie auch - zwangsläufig - für die Kinder.
Deshalb rate ich zur Mäßigung. Es gibt - in vielerlei, z.B. Beruflicher, Beziehungen - immer wieder Situationen, wo man zwar weis dass "Gegenüber" sich falsch verhält, aber man das nicht ändern kann. Da muss man sich eben auch mit der Situation arrangieren. Was meist mit einem "sich gegenseitig in Ruhe lassen" so funktioniert, dass man da, wo man unbedingt zusammen arbeiten muss, gut hinkommt.
Dein "Nur nebenbei ..." hat m.E. nix mit dem geschilderten zu tun.
Rene
Hallo,
@Wolfgang Becker:
Meine "Anti" Stimmung ist schädlich für die Beziehung der Eltern untereinander?
Entschuldige bitte, aber da muß ich jetzt wirklich mal schmunzeln...
Es ist absolut nicht meine Art "Anti" Stimmung zu verbreiten, aber bestimmt auch nicht, sich mit allem einfach immer abzufinden.
Daß die "Beziehung" der Eltern so ist, wie sie ist, habe ich ganz bestimmt nicht verursacht.
Mäßigung ist gewiss eine Sache, alles einfach hinnehmen ist eine andere. Und den Begriff "sich arrangieren" kann man sicherlich auch so oder so auslegen, irgendwo ist auch eine Grenze.
Mein "nur nebenbei" hat sich aus Deinem Satz ergeben, daß man auch andere Eltern beobachtet, die anders ticken und man auch nichts dagegen unternimmt.
Meiner Meinung nach, hat das auch nichts mit dem Geschilderten zu tun.
Denn wie bereits geschrieben, ist es doch wohl ein großer Unterschied, ob fremde Kinder bzw. Eltern etwas "anders" machen und man nur "zuschaut" oder es das eigene Kind bzw. den "eigenen", anderen Elternteil betrifft.
Lieben Gruß,