Papazeiten mit kleinem Sohn 21 Monate alt!

JuliaS123
Hallo,

ich stelle diese Frage für einen Freund, der seit 6 Monaten von seiner Freundin getrennt ist, mit der er einen 21 Monate alten Sohn hat.
Der Umgang ist generell geklärt. Er darf ihn jede Woche Montags und Donnerstags für jeweils 3 Stunden sehen.
Ihm ist dieser Umgang zu wenig. Er würde seinen Sohn gern häufiger sehen und auch übers Wochenende über Nacht zu sich nehmen.
Die Eltern wohnen nur 2 Kilometer voneinander entfernt und der Vater hat ein vollständig eingerichtetes Kinderzimmer für den Kleinen.

Nund verbietet die Mutter mehr Umgang und stellt auch für die stundenweise Besuchszeiten ihre eigenen Regeln auf.

Kind darf auf keinen Spielplatz mit dem Papa oder Freunde besuchen. Er darf keine Geschenke bekommen usw.

Sie behauptet es würde dem Kind schaden wenn er es über Nacht hat.
Dabei lebt der Vater in dem Haus in dem der Junge geboren wurde und die ersten Monate aufgewachsen ist. Er ist in dieser Umgebung also vertraut.

Hat hier vielleicht jemand einen Link zu Berichten in denen darüber geschrieben wird, wie wichtig es ist, dass die Kinder Kontakt zu ihren Vätern haben. Irgendetwas womit man bei ihr besser argumentieren könnte. Das Jugendamt hält sich sehr bedekt, meint nur eine Übernachtung könne man erst mit drei Jahren erzwingen.

Evtl. kann man ja mit der Mutter reden und sie überzeugen dass der Kontakt auf keinen Fall schaden würde.

Vielen Dank für Eure Hilfe im Voraus.
Karbon
Hallo Julia,


Zitat:
Hat hier vielleicht jemand einen Link zu Berichten in denen darüber geschrieben wird, wie wichtig es ist, dass die Kinder Kontakt zu ihren Vätern haben

Gibt der KM den Link zu diesem Forum smile

Zitat:
Evtl. kann man ja mit der Mutter reden und sie überzeugen dass der Kontakt auf keinen Fall schaden würde.

Reden ist der richtige Weg - und der Umgang schadet nicht nur nicht - sondern er tut dem Kind richtig gut. Mal abgesehen davon, das Umgang mit beiden Elternteilen das Recht des Kindes ist.

Könnte der KV einen neuen Versuch unternehmen, noch einmal mit der KM in Ruhe zu reden? Manchmal ist es vielleicht nur die irrationale Angst vor dem Verlust des Kindes, er könnte ihr ganz klar sagen: ich will Dir unser Kind nicht wegnehmen - es geht mir nur darum, Zeit mit dem Kind zu verbringen - dem Kind die Möglichkeit zu geben einen Vater zu haben und ihn kennenzulernen.

Grundsätzlich ist es sicher besser wenn ein Besuchselternteil ein noch kleines Kind häufig, also mehrmals pro Woche kurze Zeit, sieht - als nur alle 2 Wochen ein Wochenende.

Bei einem noch nicht 2jährigen Kind finde ich persönlich 2-3 x pro Woche je 3 Stunden ok. Sicher schadet ihm eine Übernachtung bei seinem Vater nicht - aber bei so einem kleinen Stöpsel sollte m.E. die Mutter da auch "mithelfen", damit die Übernachtung klappt. Also ist hier noch Überzeugungsarbeit zu leisten bei der Mutter.

Hatten die Eltern schon mal ein Gespräch im Jugendamt - oder war der Vater allein dort? Der Kinderschutzbund oder die Diakonie bieten in einigen Städten auch die Möglichkeit, dass sich ein erfahrener Mensch mit den Eltern zusammensetzt und ein Gespräch führt.


LG - Karbon
sal73
Zitat:
Bei einem noch nicht 2jährigen Kind finde ich persönlich 2-3 x pro Woche je 3 Stunden ok. Sicher schadet ihm eine Übernachtung bei seinem Vater nicht - aber bei so einem kleinen Stöpsel sollte m.E. die Mutter da auch "mithelfen", damit die Übernachtung klappt. Also ist hier noch Überzeugungsarbeit zu leisten bei der Mutter.


Mein Jüngster war seinerzeit gerade knapp 18 Monate alt. Zuerst durfte ich ihn (und seine Geschwister) zusätzlich zum Wochenende noch einmal in der Woche für einige Stunden zu mir nehmen, bis meine Ex gemeint hat sie will das nicht mehr. War dem Jugendamt auch egal. Fortan war er nur noch alle 2 Wochenenden bei mir. Wir haben heute trotzdem eine gute Beziehung zueinander, wenn man mal von dem Umstand absieht, dass er mich regelmäßig mit dem LG meiner Ex verwechselt. Das hätte nicht sein müssen.

Ich persönlich sehe in dem Verhalten der Mutter den mehr als durchsichtigen Versuch den Jungen "frühzeitig" von seinem Vater zu entwöhnen, was dann wenn sie Erfolg hat mehr oder weniger ganz automatisch dazu führt, dass der Junge gar nicht mehr zu seinem Vater will weil er ihn nicht kennt.
Für mich spiegelt sich das auch in dem Umstand wider, dass der Papa seinem Sohn keine Geschenke machen soll und nicht mit ihm auf den Spielplatz gehen darf. Er soll, so scheint es mir, alles unterlassen was bei dem Kleinen einen guten Eindruck von seinem Vater hinterlässt.

Der Vater sollte sich das m.E. nicht gefallen lassen und alles (notfalls mit gerichtlicher Hilfe) unternehmen um zu seinem Recht zu kommen.