Eob
Guten Abend,
ich habe unsere Petition von Anfang bis Ende und auch alle Beiträge verfolgt.
Jetzt habe ich doch Zweifel, bin ich eigentlich noch im richtigen Verband.
Warum versuche ich zu erklären:
Herr Sparwasser, hier im Verein doch auch bekannt, hat von einer Mitgliederzahl von 60.000 gesprochen. Deshalb ist mir die Beteiligung von 3002 Unterzeichner ein Rätsel.
Ich persönlich bin eigentlich von der Petition nicht mehr betroffen, habe aber das Anliegen der betroffenen Unterhaltzahler uneingeschränkt unterstützt. Ich habe via Email Betroffene aufgefordert hier mitzuzeichnen. Somit habe ich auch Mitzeichner, die nicht in unserem Verband sind, gewonnen. Deshalb haben nach meiner Schätzung, wenn es hoch kommt, nur 2000 Mitglieder aus unserem Verband mitgezeichnet.
Ebenso in den Beträgen kam der Vorwurf, dass sich vorwiegend Juristen, die an keiner Änderung interessiert sind, sich im ISUV Verband befinden. Dann frage ich mich bin ich hier eigentlich noch richtig aufgehoben? Solarität für die betroffenen KU Zahler ja, aber nicht für die profitierenden Juristen.
Grüße Eob
Max
Hallo Eob,
nicht abgesprochen und auch nicht mit dem Verband abgestimmt:
Die Anzahl der Juristen, welche Mitglieder unseres Verbands sind schätze ich im niedrigen einstelligen Prozentbereich ein.
Die mangelnde Solidarität betreffend der Petition habe ich selbst mehrmals angemahnt - liegt aber sicher nicht an den Jusisten.
Grüße
Susanne
Hallo Eob,
ob du im richtigen Verband bist, kannst nur DU entscheiden.
Die geringe Beteiligung bei unserer Petition bedauern wir alle. Auch ich habe - wie du - nichts davon, weil ich nicht betroffen bin. Das scheint mir auch der Hauptgrund zu sein. Betroffen sind doch 'nur' Unterhaltszahler, die am Selbstbehalt liegen.
Ich hab mir damals auch wirklich Gedanken gemacht. Erst einmal ist eine Änderung, die in Richtung 'Verbesserung der Situation für Kinder' gehen, sympathisch. Ich hab mir die Mühe gemacht und das Für und Wider gegeneinander abgewogen. Letztendlich habe ich mich für unsere Petition entschieden. Durchaus auch im Sinne der Kinder, deren Situation zwar nicht durch ein paar Euros mehr, aber durch einen problemloseren Umgang mit dem nichtbetreuenden Elternteil verbessert wird. Und natürlich auch für Umgangseltern, die am Minimum herumkrebsen.
Es ist aber nicht so, dass alle Mitglieder beim ISUV oder alle User hier im Forum sich überhaupt Mühe machen. Es betrifft sie nicht - und damit ist es egal. Für viele. Ich denke, da ist es auch an uns, durch viele Informationen und durch Überzeugungsarbeit die Motivation der Verweigerer zu stärken. Das ist nicht einfach. Diese Überzeugungsarbeit wurde - zumindest hier im Forum - auch nicht gerade unterstützt von einigen Usern, die in den betreffenden Threads ausgesprochen auf Krawall gebürstet waren und ständig Nebenkriegsschauplätze eröffneten. Mich hat das sehr abgestoßen.
Aber ich habe mich trotzdem dafür entschieden. Und ja, ich bin auch sicher, dass ich im richtigen Verband bin. Nur, weil eine Maßnahme nicht so von Erfolg gekrönt war, ist sie ja nicht schlecht. Die Arbeit des ISUV ist so breit angelegt, dass man sie nicht auf den Erfolg dieser einen Petition verkürzen darf.
Ich kann dich gut verstehen, Frust schiebe ich auch.

Trotzdem würde ich mich freuen, wenn du dich dennoch beim ISUV zu Hause fühlst.
Liebe Grüße
Susanne
Wolfgang Becker
Hallo Eob, Deine Frage musst Du dir schon selbst beantworten. Dazu solltest Du aber von richtigen Voraussetzungen ausgehen, und ich weis nicht ob Du das wirklich von den hier genannten 2 Kriterien abhängig machen willst. Ich denke (deshalb bin ich auch weiterhin Mitglied, denn "meine Sache" ist schon lange erledigt) dass es wichtigere Kriterien gibt.
- Anzahl Mitglieder
Da liegst Du um 1 Zehnerpotenz falsch.
- Anzahl Mitzeichner
* die finde ich gar nicht so schlecht.
* Wenn Du einen Verein suchst in dem alle Mitglieder dasselbe wollen, machen, das wirst Du, wenn überhaupt, nur auf örtlicher Ebene finden. Mit entsprechendem Einfluss. * Das war der 1. Versuch. Und die Methodik verlangt von Jedem (da gibt es keinen Gruppendruck) die Entscheidung dafür, und - m.M. das größte Hindernis - eine Anmeldung. Hinzu kommt die doch ziemliche Abweichung von anderen Anmeldungen.
* Niemand weis wieviele ISUV Mitglieder online sind.
- Juristen
Sind ein sehr wichtiger Bestandteil unseres Verbandes. Soweit die aktiv sind machen die das ehrenamtlich, genau wie z.B. das Forenteam hier auch.
z.B. die Kontaktanwälte, die kostenlos Vorträge in den Bezirksstellen halten, oft sogar noch eine Annonce dazu bezahlen. Die meisten sind auch Mitglied geworden.
Wie kommst Du drauf dass Juristen keine Gesetzesänderungen wollen ? Das Gegenteil ist der Fall, die meisten Gesetzesänderungen der letzten Jahre waren von Juristen "angestoßen", wenn nicht sogar "erzwungen", wenn das BVerfG der Regierung vorgaben macht.
Neue Gesetze werden von Juristen in den Fachministerien erarbeitet, in Fachausschüssen der Parlamente + Parteien besprochen, zu Gesetzesvorlagen geformt. Dabei werden auch Interessenvertreter gehört, wie z.B. für die Unterhaltsreform ISUV. Unsere Stellungnahmen werden auch von "unseren" Juristen mit ausgearbeitet.
Oder nimm die Änderung im Nichtehelichenrecht, die lt. EuGH kommen muss. Auch hier wird ISUV mit Vorschlägen, Stellungnahmen - von hoher Qualität - parat sein. Auch da werden Juristen mitarbeiten, zur Qualität beitragen.
S'sPapa
Hallo EOB,
in vielen Vereinen wird der Mangel nur verwaltet. Hieraus rekrutieren die Juristen ihre "Laufkundschaft.
Denk doch mal an den Zahnarzt, der nach der Behandlung Süssigkeiten verteilt.
Auch die Synergien verplempern sich in vielen "Vereinchen".
Das ist auch gut so, denn mit diesen Splittergruppen kann diese verottete Justiz so weitermachen, wie bisher.
Doch wehe, sie (die Splittergruppen) finden zusammen.
Wenn sie es denn wollten.
Aber hier gilt das Prinzip Religion (Kirche), je mehr "Schäfchen" auf meiner Weide grasen, desto weniger haben die anderen.
Was wir (Umgangsentrechtete & Unterhaltsgeschädigte) dringend brauchen ist ein Zusammenschluss der Vereine&Verbände der dem momentan grassierenden Familienrecht schnell und nachhaltig paroli bieten muss.
Natürlich gibt es gute Anwälte und sie sollen und müssen hier auch genannt werden.
Aber auch die unfähigen, faulen und fachlich desorientierten Anwälte sollen sich auf einer öffentlichen "Blacklist" wiederfinden.
Denn eins haben wir nicht, reichliche Geld für sinnloses Rechtsgeplänkel.
Wie oft haben fragwürdige Urteile, Väter in tiefe Hoffnungslosigkeit gestürzt, oder sogar in den Selbstmord getrieben ?
Auch hier müssen die Personen der Ämter, und Behörden-Netzwerke (Jugendamt, Gutachter & Gerichte) genannt, welche solchen juristischen Stilblüten den Nährboden geben.
Nicht ducken ist die Devise, sondern den Miss-Ständen die Stirn bieten !
Und das geht am besten, wenn wir nicht in Grüppchen, Vereinchen und Splittergruppen umherirren, sondern in gemeinsamer Entschlossenheit die Finger in die Wunden dieses trägen, väterfeindlichen Behörden-Apparates legen.
Jugendamt, Gutachter, Gerichte und Anwälte haben kein Interesse, dass sich hier grundlegendes, zeitnah bessert.
Warum ?
Ämter, Behörden und Gerichte "bearbeiten" unsere Fälle nach Schema "F", denn das erleichtert das Leben auf den Bürostühlen.
Dass sie dabei nur noch mehr "Fälle" (Arbeit) generieren, bemerken sie in Ihrer Kurzsichtigkeit nicht.
Und die Anwälte und Gutachter (die Guten...) sind Nutznieser der regelrecht explodierenden Scheidungsindustrie.
Hier werden hunderte von Millionen umgesetzt und verdient.
Bist Du hier richtig in diesen Verband ?
Die Lenker des Verbands sollten sich die Frage stellen, ob nicht eine Fusion mit anderen, gleichgesinnten Vereinen nicht längst überfällig ist.
Bis dahin kann man dieses "Rechtsystem" mit Taten abstrafen.
Wie ?
Sprecht mit Männern, die vielleicht gerade auf "Wolke 7" unterwegs sind, was auf sie zukommen wird/könnte.
Klärt sie auf, ob sie unser Schicksal teilen möchten.
Klärt sie auf, dass sie von den Jugendämtern hingehalten und von den Gerichten wie Dreck behandelt werden.
Klärt sie auf, wie es ist, sein geliebtes Kind/Kinder nicht mehr sehen zu können.
Klärt sie auf, wie schnell sich eine Kindsmutter (mit Unterstützung der Ämter, Behörden und Gerichte) sorglos aus dem Staub machen kann.
Klärt sie auf, dass Kindesentzug für Mütter so gut wie nie strafbar ist.
Klärt sie auf, dass es kein gemeinsames Sorgerecht gibt, auch wenn es auf der Urkunde so steht.
klärt sie auf, dass das Familien, und Sorgerecht ein Lügenkonstrukt ist, das auf Opfer lauert.
Klärt sie auf, dass sie nur das Recht haben zu zahlen (mehr Rechte benötigen sie nicht).
Klärt sie auf, wie es ist, von der Ex mit den eigenen Kndern erpresst, gegängelt gedemütigt und erniedrigt zu werden.
Klärt sie auf, wie es ist, vor Kummer, Sorge und Trauer nicht mehr klar denken, geschweige denn Lebensfreude empfinden zu können.
Klärt sie auf, dass sie diese Last den Rest ihres Lebens mit sich herumschleppen „dürfen“.
Gruss S'sPapa
Wolfgang Becker
hmmm, das soll eine Antwort auf die Frage sein
| Zitat: |
| Die Lenker des Verbands sollten sich die Frage stellen, ob nicht eine Fusion mit anderen, gleichgesinnten Vereinen nicht längst überfällig ist. |
da ISUV der größte, Mitgliederstärkste + anerkannteste Verband auf diesem Gebiet ist, solltest du da besser diese "Splittergruppen", wie Du sie nennst, auffordern dem ISUV beizutreten statt weiterhin "ihr eigenes Süppchen kochen zu wollen".
dazu müßte man aber weg von dieser "Väterrolle", die "armen, verfolgten", wie Du das hier darstellst.
mit dieser "ewigen" Klagerei, Heulerei, gewinnt man "keinen Blumentopf", erreicht man nix ! Sondern nur indem man "Fehler im System" aufzeigt, sachliche Vorschläge "wie es besser laufen sollte" macht.
Karbon
Hallo S's Papa,
auch wenn das in diesen Thread eigentlich genausowenig reingehört wie Deine Polemik:
Wenn Du schon mal dabei bist, klär lieber die Männer darüber auf, dass sie sich während einer bestehenden Beziehung mehr um ihre Kinder kümmern sollen - Teilzeit arbeiten wie die Mütter, damit wäre allen geholfen. Denn das größte Problem ist dies antiquierte Rollenverständnis, dass noch immer gelebt wird und nach einer Scheidung allen Beteiligten Probleme bereitet.
LG - Karbon
michl
Hallo zusammen,
sehr interessante Diskussion. Ich vertrete den Standpunkt, was die Petition betrifft, das die Zeichner nicht aus dem Bereich der Väter bzw. Mütter zu aquirieren sind, die betroffen sind Es ist besser, unter jenen
zu aquirieren, die nicht betroffen sind.
Warum ?
- Kein Traumatisierung (viele Väter wollen irgendwann nichts mehr mit dem Thema zu tun haben - zu schmerzhaft - wollen Ruhe in Ihrem Leben.
- Wenn Du mit Ihnen sprichst, sagen Sie:
Das finde ich gut, das ist doch logisch.
Es es also sinnvoll:
1) Nicht das zu bemängeln, was nicht funktionieren (betroffene Väter zu gewinnen)
2) Sondern das weiter voranzutreiben was funktioniert.
ich selbst konnte 5 Mitzeichner gewinnen, die nicht betroffen sind und das finde ich super.
Dann geht es darum, die Maßnahmen für eine solche Petitionen zu strukturieren:
d.h. was sind einzelne Aufgaben die zu tun sind und die getan werden können.
D.h. kleine Häppchen an Aufgaben die verteilt werden.
Die Frage in der Runde, wer will bei der nächsten Petitionen, wieviel Stunden in der
Woche mithelfen ?
Es ist sinnvoll sich auch auf den "Offline-"Bereich zu konzentrieren, weil die man eben die Leute,
die nicht betroffen sind, dort findet.
Ich würde schon sagen, dass:
- gezielte Unterschriftenaktionen sicherlich das beste Mittel sind
- aber eben auch gut aufgebaute Verteiler.
Ich habe im Petitions-Thread (Wie weit ist unsere Petition) einige gemacht.
Und summary summarum: steter Tropen höhlt den Stein.
In diesem Sinne
Euch einen erfolgreichen Abend.
Grüße
Der Michl
mupan
Die Frage, ob ich im richtigen Verein bin, stelle ich mir auch öfter. Aber die Frage, ob eine Petition sinnvoll ist oder nicht, ist doch davon unabhängig. Meine Güte, ob ich glaube, politischen Druck mit Hilfe einer Petition auszuüben (ich denke, nein, das ist ein Irrweg, den ich auch schon gegangen bin) ... ob ich das deutsche politische System für beeinflussbar durch politische und sachiiche Argumente halte, oder schlicht durch wirtschaftlichen Druck ... hat das etwas zu tun mit der Frage, ob ich in einem Lobby- und Beratungsverband bin? Der ISUV macht Lobbyarbeit. Lobbyarbeit besteht darin, wirtschaftlicheg Macht sichtbar zu machen, und das vielleicht noch mit Sachargumenten zu garnieren. Im ISUV beraten Betroffene Betroffene. Die Beratung bei Anwälten ist für ISUV-Mitglieder u.U. günstiger als für Nicht-Mitglieder. Wunderbar. Wo ist da eine Petition im Spiel?