Sternschweif
Hallo Ihr da draussen,ich bin neu hier und ich brauche Rat und Meinungen von Menschen ,die mich und meinen Noch Ehemann nicht kennen.
Ich bin Mutter von drei Kindern, die mir sehr am Herzen liegen und die ich über alles Liebe.Eine Tochter von 9 Jahren und ein Zwillingspaar von 4 Jahren.Ich lebe derzeit im Trennungsjahr und ich kämpfe,dass die Kinder weiter mit mir leben und wohnen.Ich habe mich von Geburt an ,um die Kinder gekümmert und ich möchte es weiter tun.
Jetzt wo ich mich getrennt habe, ist mein noch Ehemann da für die Kinder und macht alles was er die Jahre über nicht getan hat,Vater sein. Er geht sogar soweit mir die Kinder weg zunehmen.
Ich habe in zwischen einen neuen Partner ,der 600 km weit weg wohnt.Die Zustimmung mit den Kindern dort hin zu ziehen, werde ich vom Vater nie freiwillig bekommen.Ich habe hier niemanden und ich möchte ein neues Leben beginnen.Mein noch Ehemann, soll den Kontakt nicht zu seinen Kindern verlieren und ich möchte auch alles dafür tun, wenn ich mit den Kindern so weit wegziehe,dass er sie sehen kann.
Ich muss also vor Gericht,doch ich bin kein Mensch der mit Gemeinheiten und Beschuldigungen umgehen kann.(schmutzige Wäsche waschen)doch mein Anwalt hat gesagt,dass ich da nicht drum rum komme.
Ich sehe,aber auch wie die Kinder unter dieser ganzen Sache leiden.
Was kann ich nur tun?Was ist richtig ,was falsch?
Max
Hallo Sternscheif,
als Vater, der das Aufenthaltsbestimmungsrecht gerichtlich erstritten hat, muss ich schon sagen, dass es ein Schock ist, zu erfahren, dass die Kinder, die man liebt 600 Km weit weg ziehen.
Wenn Dein zukünftiger Exmann auf regelmäßigen Umgang klagt, oder einen Antrag auf Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrecht stellt, wirst Du Dir vor Gericht schon die Frage stellen lassen müssen, wie Du Dir denn vorstellst, den Umgang mit dem Vater zu fördern. Dazu bist Du nämlich verpflichtet.
Ich denke nicht, dass Dir ein Gericht einen solchen Umzug verbieten kann. Ich denke auch nicht, dass der Vater alleine aus diesem Grund das ABR übertragen bekommt. Aber ein schlüssiges Umgangskonzept musst Du Dir schon überlegen. Auch die Finanzierung der Reisen ist sicher ein Thema. Die 9-jährige kann sicherlich mit dem Zug fahren, aber 600 Km? Das sind 5 Stunden Zugfahrt. Die Zwillinge sind allemal zu klein, alleine zu reisen, was das Ganze nicht so einfach macht.
Ich könnte mir da bestefalls begleitete Flüge vorstellen.
| Zitat: |
| Jetzt wo ich mich getrennt habe, ist mein noch Ehemann da für die Kinder und macht alles was er die Jahre über nicht getan hat,Vater sein. |
Weißt Du, das sind oftmals sehr subjektive Beobachtungen. Und es kommt hinzu, dass der arbeitende Vater sich selbst in Sicherheit wiegt und auch Vorboten der Krise übersieht oder verdrängt.
Hier gilt das Wort des Dichters und Phylosophen Jean Paul:
"Erst der Verlust belehrt uns über den Wert der Dinge."
Deshalb würde ich die neuen und ungewohnten Aktivitäten nicht so zynisch sehen.
Wie sieht den die 9jährige Tochter das Ganze?
Grüße
yvie
Hallo Sternenschweif
Du lebst noch im Trennungsjahr, bist also noch kein Jahr vom Vater deiner Kinder getrennt und willst 600 km weit zu einem neuen Partner ziehen ? Wie lange kennst du ihn denn schon ? Kennen eure Kinder ihn ?
Hälst du es für eine gute Idee ,die Kinder ,die unter eurer Trennung sicherlich sehr leiden auch noch aus ihrem gewohnten Umfeld zu nehmen und zu einem "fremden " Mann zu ziehen?
Dass du an deinem Wohnort niemanden hast,muss ja nicht für die Kinder gelten. Sie müssen sich nicht nur von ihrem Vater sondern auch von Verwandten, Freunden und Schulkammeraden trennen.
Wie die Kinder (vor allem die 9 jährige ) dazu stehen , wurde von dir noch nicht mitgeteilt.
Yvie
Wolfgang Becker
Hallo Sternschweif, erst mal Willkommen in den ISUV Foren.
| Zitat: |
| Jetzt wo ich mich getrennt habe, ist mein noch Ehemann da für die Kinder und macht alles was er die Jahre über nicht getan hat, Vater sein |
fällt Dir vielleicht erst jetzt auf. Nach Trennung beobachtet man ganz anders.
Oder aber KV empfindet jetzt anders und macht das was er bislang nicht beachtet hat. -- Gut für die Kinder.
| Zitat: |
| Er geht sogar soweit mir die Kinder weg zunehmen. |
wie das ? Du schreibst doch die Kinder werden von Dir betreut.
| Zitat: |
| 600 km weit weg wohnt. Die Zustimmung mit den Kindern dort hin zu ziehen, |
das ist aber eine große Entfernung. Da ist jeder "andere ET" erst mal entsetzt.
Wie sehen das die Kinder ? Für die wäre das ja ein Verlust des gesamten sozialen Umfeldes.
| Zitat: |
| ich möchte auch alles dafür tun, wenn ich mit den Kindern so weit wegziehe, dass er sie sehen kann. |
und was ? Mache KV Vorschläge, auch zu den Fahrtkosten.
Kannst die gerne hier zur Diskussion stellen.
| Zitat: |
| Gemeinheiten und Beschuldigungen umgehen kann. (schmutzige Wäsche waschen) |
das kann man selbst durchaus in einer Gerichtsverhandlung vermeiden.
Richter wird das dann positiv sehen. Ggf. muß man halt was dementieren.
Karbon
Hallo sternschweif,
nochmal willkommen im Forum
Ich verstehe, dass Du ein neues Leben beginnen willst - in einer neuen Umgebung - mit einem neuen Mann. Keine Frage.
Aber wollen das Deine Kinder auch?
Versetz Dich mal in die Lage der Kinder - wenn sie entscheiden könnten, ob sie bleiben (bzw. nur ein paar Kilometer wegziehen um häufigen Kontakt mit ihrem Vater haben zu können) oder 600 km weit wegziehen - wie würden sie entscheiden?
Wie lange kennst Du den "Neuen"? Was gibt Dir die Sicherheit, dass diese Beziehung nicht in ein paar Monaten beendet ist und Du dann den Kindern einen weiteren Bruch zumutest?
Nicht falsch verstehen bitte - ich plädiere nicht dafür, die Kids beim KV zu lassen und allein 600 km wegzuziehen, denn du bist ja wohl diejenige, die die Kinder bisher betreut hat. Eher dafür, nochmal darüber nachzudenken, ob es wirklich eine gute Idee ist, jetzt und sofort mit Sack und Pack (und Kindern) zum neuen LG zu ziehen.
Vielleicht ist es ja eine Option, in der Gegend zu bleiben und mit dem neuen LG eine Wochenendbeziehung zu führen?
LG - Karbon